What’s next? Welchen Roman soll ich als nächstes schreiben?

#Whatsnext? What’s next? Was als nächstes schreiben?

Ihr habt ein Weilchen nichts mehr von mir gehört – also zumindest nichts von der Autorin Carin Müller. Das lag daran, dass der Wirtskörper letztes Jahr komplett mit der “Parasitin” Charlotte Taylor beschäftigt war, die ein Buch nach dem anderen rausgehauen hat. Das wird 2018 anders. Versprochen. Während Charlotte noch an ihrem letzten Millionär schreibt, bringe ich mich in Position, denn es soll 2018 mindestens EIN Buch unter meinem richtigen Namen geben. Doch was? Eins ist klar, es wird in jedem Fall ein Hund vorkommen, der meinem zumindest optisch ähnelt.

Da ich mich nicht entscheiden kann, dürft/sollt/müsst ihr mithelfen: Was würdet ihr am liebsten lesen?

Hund A: Tristan

Die Story: Der egozentrische, leicht psychotische, aber unglaublich attraktive Sänger John strauchelt im Leben und in seiner Karriere. Drei sehr unterschiedliche Frauen – seine Therapeutin, seine Agentin und seine Haushaltsperle – versuchen, ihn wieder auf Spur zu bekommen. Die Hauptrolle im düsteren Musical “It’s Magic!” könnte seine Rettung sein, wenn nicht plötzlich seltsame Dinge passieren würden…

Hundefaktor: 5-10% – der treue Tristan hat vor allem dekorative Funktion

Für Fans von: “Tanz der Vampire” (dem Musical) und “Gefühlte Wahrheit” (meinem Herzensroman)

Hund B: Yoshi

Die Story: Airedale Terrier Yoshi versucht mit reichlich tierischer und etwas menschlicher Hilfe, den brutalen Mord an seinem Käseladen-Besitzer-Herrchen aufzuklären. Dabei gibt es ein Wiedersehen mit einigen Figuren aus “Hundstage”. Schräger Hundekrimi mit viel Humor.

Hundefaktor: 100% – mehr Hund geht nicht. Neben Yoshi tummeln sich noch etliche andere Vierbeiner in der Geschichte.

Für Fans von: “Mein Partner mit der kalten Schnauze” (Film) und “Hundstage” (meinem Hunderoman)

Hund C: Rufus

Die Story: Da gibt es noch keine konkrete Idee, aber mir schweben weitere Geschichten meiner Kinder-Science-Fiction-Serie [W]HOLE-Kids vor. Gut, wem mache ich was vor? Ich werde von einer gewissen minderjährigen Leserschaft unter Druck gesetzt. Es könnte also ein neues Abenteuer von Tim Lawrence geben, die er mit seinem Hund Rufus und seinen Freunden Jack, Nero und Kallah bestreitet.

Hundefaktor: 20% – Rufus sorgt dafür, dass den Kids nichts passiert … oder umgekehrt.

Für Fans von: “Raumschiff Enterprise” (TV-Serie) und “[W]HOLE-Kids” (von meinem zweiten Pseudonym Nirac Rellum)

Tristan, Yoshi oder Rufus?

Welchen Hund soll ich mir also als nächtes vornehmen? Bitte stimmt hier in den Kommentaren oder auf meiner Facebook-Seite ab, damit ich weiß, welche Geschichte ich als nächstes schreiben soll. Unter allen Teilnehmern verlose ich am 31.1.2018 ein signiertes Taschenbuch von mir (oder Charlotte oder Nirac) nach Wahl – schreibt euren Wunsch ruhig schon zum Kommentar . Der Gewinner wird via Mail benachrichtigt. Danke für’s Mitmachen.

Silvester im Flughafenhotel

Happy New Year oder das Elend von Silvester

Tja, das wäre ein schöner Romantitel, nicht wahr? Nein, wohl eher nicht. Ich könnte Silvster auch Murmeltiertag nennen, doch auch das wäre ziemlich abgedroschen, denn Jahr für Jahr quält uns die Aussicht auf den Jahreswechsel. Nicht, weil ein ein neues Jahr nicht Verbesserung verspräche – 2018 MUSS besser werden!!! -, sondern weil der Kalenderwechsel mit dem Silvesterabend einhergeht und damit mit häuslichen Dramen der schlimmsten Kategorie: Nervenzusammenbrüche bei Hund und Halterin.

Hundepanik vs Knallspaß

Ja, es ist wirklich so dramatisch. Das Tier leidet bei der Scheiß-Knallerei Todesängste und ist durch NICHTS zu beruhigen. Am wenigsten durch die gutgemeinten Tipps und Sprüche einiger Menschen aus dem näheren und weiteren Umfeld, wie man den Hund am besten “schussfest” bekommt. Toni ist jetzt neun und wird die sinnlose Knallerei immer hassen! Egal was. Da helfen weder Pheromonhalsbänder noch Bachblüten noch Beruhigungstabletten noch Panikbandagen (don’t ask!) noch Desensibilisierung (dazu haben wir in Frankfurt übers ganze Jahr reichlich Gelegenheit, denn in den Sommermonaten ist praktisch wöchentlich Feuerwerk!) noch sonst was.  Am wenigsten hilft übrigens der Kommentar, der Hund (oder wahlweise die Halter) möge sich nicht so anstellen, schließlich sei das doch alles nur ein schöner harmloser Spaß … Diesen Menschen wünsche ich nur eine einzige Stunde mit meinem Hund im Vollpanik-Modus. Viel Vergnügen dabei!

Das einzige, das wirklich hilft, ist Flucht! Flucht in eine ruhige Umgebung. Was hierzulande nicht so einfach zu bewerkstelligen ist, denn Knalltüten – man verzeihe mir den Wortwitz , die auch in Verbotszonen rumballern, gibt’s leider immer. Ich spare mir an dieser Stelle Ausführungen, warum ich diese gottverdammte Böllerei für sinn- und hirnlos erachte, denn damit stehe ich ziemlich allein da. Nur so viel: Ich habe heute mit nicht zu leugnender Wonne die ersten Berichte über Knalltraumata, abgetrennte Gliedmaßen und Augenverletzungen, die womöglich zur Blindheit führen, gelesen. Geschieht euch recht!

Silvester am Flughafen

Wohin also mit der armen Seele? Sylt wäre eine Option gewesen – doch arg weit weg. Stattdessen haben wir die Nacht am Flughafen verbracht! Präziser im Sheraton Airport Hotel, wo ein findiger Geist auf die geniale Geschäftsidee gekommen ist, für neurotische Rudel ein Silvester-Package anzubieten: Wuffi darf im schalldichten Zimmer schlafen und seine Zweibeiner sogar ins Restaurant zum Gala-Büffet begleiten. Yeah! Gesagt, getan. Was soll ich sagen? Es hat funktioniert. Am Flughafengelände darf nicht geknallt werden und außerdem sind die Zimmer tatsächlich ziemlich nachhaltig abgeschottet. Übrigens auch von echtem Sauerstoff. Und “Schöner Wohnen” darf man natürlich auch nicht erwarten, doch was tut der verzweifelte Hundebesitzer nicht alles? Wir haben also einen halbwegs ruhigen Jahreswechsel verbracht und müssen uns jetzt “nur” noch mit den Querschlägern auseinandersetzen, sprich den Witzbolden, die bereits drei Tage vorher und drei Wochen nach Silvester rumböllern. Weil’s halt so verdammt viel Spaß macht, Krieg zu spielen.

Der will doch nur knallen

Neben den eindeutigen Vorteilen (keine Nervenzusammenbrüche bei Mensch und Tier!), hatte das Arrangement aber natürlich auch Nachteile – und nicht nur finanzielle, denn natürlich läßt sich das Hotel dieses Angebot teuer bezahlen. Man hat reichlich Gelgenheit sich grundsätzliche Gedanken zum Thema Feuerwerk zu machen – und viel dazu zu lesen. So wurde das erste Knallspektakel im 14. Jahrhundert zu Pfingsten in Vicenza abgefackelt. Mutmaßlich um böse Geister zu vertreiben.

Nun sind wir dann doch ein paar Jahre weiter, doch beim Thema Feuerwerk setzt der Verstand von sonst vernunftbegabten Zeitgenossen komplett aus. Offenbar gibt es vor allem bei kleinen Jungs den unstillbaren Impuls zu zündeln und etwas mit lautem Getöse in die Luft zu jagen. Da sagen selbst die pazifistischsten Eltern mit mildem Lächeln “Ach, wir haben nur ein paar Raketen gekauft, weil der Kleine so gerne ein bisschen knallen möchte.” So als könne man da nichts dagegen tun. Schlimmes Schicksal das … Wie wäre es mit ein bisschen Training in Impulskontrolle? Dies ist vor allem an die Adresse der Erzeuger gerichtet, die die Knallkörper in der Regel ja kaufen und bei der Vorstellung an fetten Lärm offensichtlich auch wieder kleine Jungs werden. Es gibt keinen formalen Zwang, bei dem Scheiß mitzumachen, doch lemminghaft tun es dann doch alle. Da hat die Evolution bombig versagt – vor allem bei den Doppel-X-Chromosom-Trägern …

Wozu das führt kann man dann schön in den Polizeireports lesen (abgetrennte Finger etc.) – und bei anderen kleinen Jungs beobachten, die es erschreckenderweise bis an die Knöpfe der Atomwaffen gebracht haben. Vielleicht wollen Donald Trump und Kim Jong-un auch nur mal wieder ein bisschen knallen?

Intelligenz oder Instinkt

Es ist ganz sicher naiv anzunehmen, dass man auf einen flächendeckenden Sieg der Intelligenz hoffen soll, denn rein logisch betrachtet, ist die Knallerei nicht nur teuer und gefährlich, sondern vor allem komplett sinnlos. Doch der männliche Instinkt ist stärker. ER will es mal so richtig krachen lassen – buchstäblich und übertragen. Und es ist ebenso naiv zu glauben, dass irgendjemand sich aus Mitleid für ängstliche Kreaturen wie meinen Hund, die meisten Zootiere, Vögel, Füchse, Rehe …. vom Knallen abhalten lässt. “Brot statt Böller” interessiert ja auch niemanden. Doch vielleicht, ganz vielleicht denken ein paar wenige Menschen doch um und hören mit der Kriegstreiberei zum Jahreswechsel auf. Damit würde die Welt ein etwas friedlicherer Ort werden. Das ist meine Hoffnung – und Hoffnung und Zuversicht sind meine guten Vorsätze für 2018 – die könnten besser funktionieren als die vom letzten Jahr!

 

Zum Hunde drängt, am Hunde hängt …

… doch alles in der Welt. Zumindest in meiner kleinen überschaubaren Welt. Das nimmt zugegebenermaßen manchmal bedenkliche Formen an. Siehe diese Überschrift, für die ich ein berühmtes Goethe-Zitat aus Faust 1 vergewaltigt habe.

Der Hund in Wahrheit …

Ich habe hier auf diesem Blog schon länger nichts mehr von Toni geschrieben, nicht weil es nichts zu berichten gäbe, sondern vielmehr, weil mir andere Dinge wichtiger erschienen. Jetzt weiß ich: das ist Unsinn! Es dreht sich trotzdem alles um den Köter.

Was ich übrigens total liebevoll meine. Also so liebevoll, wie man sein kann, wenn man nach wenigen Stunden unruhigen Schlafs gegen halb fünf Uhr morgens von seinem Tier geweckt wird, weil es Bauchweh hat. Und es sich nur auf der knapp 600 Meter entfernten Hundewiese erleichtern kann (glücklicherweise nicht in der Wohnung, blöderweise nicht im Vorgarten). Und man sich der Hundewiese nun in Schlafanzug und Daunenjacke bei minus 5 Grad im gestreckten Galopp nähern muss. Also kurz gesagt: extrem liebevoll!

Toni hat Bauchschmerzen, weil die paranoiden Frankfurter seit Tagen tonnenweise Streusalz auf den Gehwegen verteilen, in der vagen (wenn auch komplett unbegründeten) Hoffnung, dass es mal glatt werden könnte. Und weil das Tier leider ständig was vom Boden fressen oder lecken muss. Warum auch immer. Vermutlich weil er ein Hund ist.

Man kann also sagen, dass der Hund in meinem Leben recht raumfüllend ist. Was sich nicht zuletzt in einem eigenen Instagram-Account und einer Facebook-Seite manifestiert, die blöderweise DailyDale heißt und somit täglich befüllt werden will. Was habe ich mir dabei bloß gedacht?

… und Dichtung

Bis vor kurzem war ich allerdings der Meinung, dass er in meinem schöpferischen Wirken eine eher untergeordnete Rolle spielt. Schließlich habe ich nur einen einzigen Hunderoman veröffentlicht. Und in Hundstage habe ich alles, was ich jemals über Hunde schreiben wollte, ausgebreitet.

Allerdings hat mich vor ein paar Tagen eine an sich wohlmeinende Freundin zart daran erinnert, dass in restlos ALLEN Büchern von mir ein Hund vorkommt. In meinem Erstling Mopsküsse, ist es – Überraschung – ein schwarzer Mops namens Hugo. In High Heels und Hundekuchen wird Hugo von der Airedale-Dame (!) Olga unterstützt. In Gefühlte Wahrheit gibt’s zwar keinen lebenden Hund, aber es ist die Rede vom just verstorbenen Beagle Briegel. Problemzonen hat ein eigenes Hundekapitel und im ausgelagerten Hot Chocolate-Universum (von “der Anderen” aka Charlotte Taylor) tummelt sich in jeder einzelnen Episode Königspudel Henry. Selbst im hochseriösen Roman Tage zwichen Ebbe und Flut gibt’s Hunde – einen toten im Prolog (Leo) und einen lebendigen im Epilog (Poldi – genannt Leo … long story, beides übrigens keine Airedales, sondern Jack Russel-Terrier). Und nun hat sich auch noch bei der jüngsten abgespaltenen Autorenpersönlichkeit Nirac Rellum ein Hund eingeschlichen: Ein Airedale (!!) namens Rufus, der sein junges Herrchen Tim auf allerlei Abenteuer begleitet. Im Weltall! In der Zukunft!! Puh …

Ich gebe zu, da kann man unter Umständen ein gewisses Muster erkennen, aber ich schwöre: DAS IST KEINE ABSICHT!!

Crazy Dog Mom – Crazy Author?

Doch nun kommt es richtig dicke. Ich möchte nämlich meinem vermeintlich einzigen Hunderoman Hundstage ein neues Cover verpassen (hat einige Gründe, die hier an dieser Stelle zu weit führen würden) und habe meine hochgeschätzte Grafikerin Sabine Kwauka gebeten, einen Entwurf zu erarbeiten. Was soll ich sagen? Sie hat drei geschickt (was ein normales Procedere ist) – und ich fand sie alle so gut, dass ich micht nicht entscheiden konnte. Umfragen in diversen Facebook-Gruppen haben leider auch keine eindeutige Tendenz ergeben – bis auf die Schnapsidee eines Lesers, der anregte, ich solle doch einfach weitere Hundebücher schreiben, dann könnte ich alle Cover behalten.

Meine erste Reaktion lautete: “Nur über meine Leiche! Ich habe EINEN Hunderoman in meinem Leben geschreiben, das muss reichen.” Doch dann hat mir mein empörtes Unterbewusstsein ein Schnippchen geschlagen und mir eine Idee für einen Krimi (!) in die mürben Gehirnwindungen gesetzt. Ein Krimi. Mit Hund. Von mir. Warum??? Tja, ich kann’s nicht erklären. Ich weiß nur, dass – wenn alles so läuft, wie geplant – noch in diesem Jahr mein ERSTER Hundekrimi erscheinen wird. Den (absolut genialen) Titel kann ich euch noch nicht verraten, aber der Held wird Joshi heißen und ein Airedale sein …

PS: Ich muss jetzt Gassigehen.

Fette Hunde – fette Autos

Fetter Hund - fettes AutoWarum SUV?

Meine Abneigung gegenüber SUVs dürfte hinlänglich bekannt sein. Viele Wörter (und auch Worte) habe ich darauf schon verschwendet und noch mehr Menschen gegen mich aufgebracht. Doch es will sich mir einfach der Sinn nicht erschließen, warum man in einer Großstadt mit relevanter Feinstaubbelastung und Parkplatzmangel um jeden Preis (und der ist in der Regel happig) mit einem panzerartigen Gefährt durch die Straßen brettern muss und dabei andere Verkehrsteilnehmer (bevorzugt mich) an fast tägliche Nahtoderlebnisse bringt. Falls mir das jemand mal wirklich schlüssig erklären kann, freue ich mich über entsprechende Kommentare. Denn es muss ja sinnvolle Gründe für derartiges Verhalten geben. Ich mag einfach nicht glauben, dass ein Geländewagen für den urbanen Dschungel nur angeschafft wird, weil

  1. der Fahrer seine defizitären Genitalien kompensieren muss.
  2. die schöne Aussicht so geschätzt wird.
  3. es einfach viel sicherer ist für die Kinder und so.
  4. der Treibstoffverbrauch im Vergleich zu Größe und Gewicht des Fahrzeugs eigentlich sogar total sparsam ist.
  5. das eigene Selbstwertgefühl so gering ist, dass siehe 1.
  6. es einfach geile Karren sind.

Diese Liste ist natürlich keineswegs vollständig, gibt aber schon mal einen kleinen Überblick über das merkwürdige Verhalten von uns Menschen. Natürlich weiß ich, dass nicht jeder SUV-Fahrer ein potenzieller Massenmörder mit Mikroschwanz ist (ich hasse Verallgemeinerungen!) und dass es viele großartige Zeitgenossen gibt (auch unter meinen Freunden – das muss ich an dieser Stelle dringend betonen!), die einfach an einer kleinen KFZ-Verwirrung leiden. Nur verstehen tu ich’s trotzdem nicht.

Warum reden wir darüber?

Der Grund für diesen Einstieg ist eine brandneue Theorie, die ich in den letzten Tagen entwickelt habe, als sich merkwürdige bis ausgesprochen unangenehme Ereignisse gehäuft haben. Erlebnisse, die zwar vordergründig rein gar nichts mit SUVs zu tun haben, aber bei längerem Nachdenken eine erschreckende Korrelation aufweisen. Neben einer unpassenden Fahrzeug-Auswahl geht der Trend nämlich offensichtlich auch zur unpassenden Hunde-Auswahl.

“Hat die Alte jetzt endgültig einen an der Waffel?” – wird sich nun vielleicht der ein oder andere fragen. Möglich,  aber nicht sehr wahrscheinlich, denn die Indizienlast ist erdrückend.

Gibt es den “falschen Hund” überhaupt?

Ehe ich meine These näher erläutere, ein paar Worte vorweg: Ich liebe Hunde! Ich bin auch der Meinung, dass die Welt ein besserer Ort wäre, gäbe es mehr Hunde und weniger Menschen. Ich finde weiter, dass ein Hund im Haushalt den allermeisten Menschen sehr zuträglich wäre. Es gibt keine per se schlechten oder bösen Hunde und die idiotische Einordnung von “Listenhunden” ist schlicht vollkommen absurd.

Ich verlange auch von keinem anderen Hundebesitzer, dass sein Vierbeiner eine gut geölte, kadavergehorsame Befehlsempfängermaschine ist. Wie könnte ich auch – dank Toni habe ich wohl schon so gut wie jede Form der Peinlichkeit und Erniedrigung erlitten, die das Zusammenleben mit einem Wuffi so mit sich bringen kann. Ehrlich!

Doch warum um alles in der Welt laufen immer mehr zarte 50-Kilo-Elfchen mit nicht ganz so zarten 50-Kilo-Brocken an der strassbesetzten Flexileine durch die Stadt??

Das kann nicht gutgehen. Vor allem dann nicht, wenn der 50-Kilo-Brocken nicht einmal die aller grundlegendsten Regeln des Anstands beherrscht!

Mein Hund ist ein kräftiger Airedale Terrier, der kernige 32 Kilo auf die Waage bringt. Ich bin (leider) keine Elfe und werfe mehr als doppelt so viel, zugegeben nicht ganz so kerniges Lebendgewicht ins Rennen. Ich trage, seit Toni an meiner Seite ist, fast nur noch flache Schuhe, denn damit habe ich eine deutlich bessere Standfestigkeit, wenn er den Vorteil seines Vierrad-Antriebs (siehe SUV) und seines niedrigen Schwerpunkts ausreizt. Will heißen: Selbst wenn er all seine Terrier-Kräfte entfesselt, habe ich eine realistische Chance, die Situation unter Kontrolle zu behalten.

Den hatte die brünette junge Dame am Montag nicht.

Toni und ich waren mit dem Fahrrad unterwegs ins Büro. Er an der Leine. Ich brüste mich (aus gutem Grund) nicht oft, über meine tierischen Erziehungserfolge, aber das haben wir inzwischen zur Perfektion gebracht: Wenn er neben dem Fahrrad läuft, sind alle anderen Reize ausgeblendet: Katzen, Eichhörnchen, Kaninchen, andere Hunde – alles wird stoisch ignoriert!

Der Terrier trabt also entspannt an lockerer Leine neben mir und zuckt auch nicht mit der Wimper, als uns in der Anlage (eine parkähnliche Grünfläche mitten in der Frankfurter Innenstadt und unsere bevorzugte Route) kurz nach der Alten Oper jenes zarte brünette Persönchen entgegenkommt. Sie trug einen schicken hellen Trenchcoat, hatte in der einen Hand einen Kaffee im Pappbecher und in der anderen ihr Telefon am Ohr. Ach ja, und in der Beuge des Handy-Arms hing die Leine (keine Flexileine, das muss ich zu ihrer Verteidigung zugeben) und daran: ein auf Schlachtreife gemästeter, riesengroßer, brauner Labrador-Rüde mit mörderischem Appetit auf Airedales!

Muss ich weitererzählen? Wohl kaum. Viel Fantasie ist für den weiteren Ausgang der Geschichte nicht nötig. Nur so viel: Toni und ich sind unversehrt an unserem Arbeitsplatz angekommen. Die brünette Elfe dagegen …

Kein Einzelfall

Nun wäre dies zwar eine durchaus launige Anekdote, aber noch lange kein Grund für diesen Blogpost, wenn sich da nicht ein Trend abzeichnen würde. Allein in den letzten Tagen habe ich einen gebrechlichen alten Mann mit einem gigantischen Irischen Wolfshund gesehen und eine zauberhafte Blondine mit Modelmaßen, scharfen High-Heels und einem Bordeaux-Doggen-Rüden (siehe “Scott & Huutsch”) an oben erwähnter strassbesetzter Flexileine beobachtet. Jedes Mal mit leichter Schnappatmung meinerseits. Aber vor allem: zahllose Monster-Labbis mit physisch vollkommen überfordertem Begleitpersonal!

Warum macht man sowas? Im Falle der Labradore geht die Argumentationsline ja meist in die Richtung, dass Labbis ja bekanntlich total liebe, gutmütige, pflegeleichte, unkomplizierte Superhunde sind. Stimmt. In der Regel. Doch ein wenig Erziehung schadet auch da nicht. Und der Trend zum Gigantismus hat der Rasse ebenfalls nicht unbedingt gutgetan … Also was veranlasst einen Menschen, sich einen vollkommen überdimensionierten Hund anzuschaffen und gleichzeitig so wenig Wert auf die Ausbildung des Vierbeiners zu legen?

Womöglich ist es das gleiche Phänomen, das unsichere Zeitgenossen mit wenig Selbstwertgefühl (und noch geringeren Fahrkünsten) dazu bewegt, sich einen SUV zu kaufen. Anders kann ich mir beides nicht erklären!

PS: Häufig wird der unpassende Hund übrigens auch im unpassenden Auto transportiert – aber das hätte ich wohl nicht extra erwähnen müssen, oder?

Hundehasser sind Menschenhasser

CollageNagelbomben zum Frühstück

Bei der morgendlichen Gassirunde mit Toni, haben wir heute auf einem etwa 50 Meter langen Straßenabschnitt in unmittelbarer Nähe unserer Wohnung zahlreiche “Mini-Nagelbomben” gefunden – mit Nägel gespickte Hundeleckerlis, die auf dem Gehweg verteilt waren. Der Terrier hat (mutmaßlich jedenfalls) keine davon gefressen, aber das ist auch schon die beste Nachricht daran. In unserem Viertel leben Dutzende Hunde – und noch viel mehr neugierige Kleinkinder. Hatten wohl alle so viel Glück? Wir haben jedenfalls alle Köder eingesammelt. Und die Behörden informiert – beziehungsweise es versucht, sie zu informieren, doch dazu gleich mehr. Es ist auch nicht der erste Vorfall dieser Art in unserer Gegend. Vor zwei Wochen gab’s an ähnlicher Stelle bereits einen gleichartigen Fund. Das nährt die Theorie, dass es sich bei diesem Hundehasser um einen Anwohner handelt, der im großen Stil den Fehdehandschuh in Richtung Hundebesitzer hingeworfen hat.

Gefährlicher Irrsinn

Was geht wohl in einem Menschen vor, der erstens eine Packung Hundeleckerli kauft, zweitens ein Sortiment Nägel ersteht und drittens offensichtlich viel Zeit und Muse investiert, um aus beiden Zutaten potenziell tödliche Köder herzustellen?

Gefährlich vor allem für Hunde, aber ganz sicher auch für kleine Kinder,  die sich von der niedlichen Herzchenform der Leckereien zweifellos angesprochen fühlen.

Darüber ließe sich vortrefflich und lange spekulieren und in einer ersten Fassung dieses Blogartikels habe ich mich auch zu einigen saftigen Thesen hinreißen lassen. Doch sind Hasstiraden wirklich hilfreich und zielführend? Vermutlich nicht. Von einem Aspekt bin ich aber überzeugt: Wer so viel Energie in seinen offensichtlich grenzenlosen Hass auf Hunde steckt ist eine Gefahr! Auch für Menschen!

Selbstverständlich gibt’s genügend Gründe Hunde und vor allem Hundebesitzer zu verachten. Die Tretminendichte in Frankfurt ist erschreckend. Was ich als Hundebesitzer übrigens absolut ekelhaft finde – und es beim besten Willen nicht nachvollziehen kann, warum man die Haufen seiner Lieblinge nicht wegräumt. Ich kapiere das nicht. Auch nicht, warum man seine Vierbeiner partout durch einen Park ohne Leine rennen lassen muss, in dem Hunde explizit verboten sind (auch mit Leine!), weil es sich um einen Spielpark für Kinder handelt. Liebe Mithundebesitzer, so macht man sich auch keine Freunde – und fällt den anderen deftig in den Rücken. Sippenhaft und so.

Doch egal was – und wenn der Nagelbomber JEDEN Tag einen Haufen auf seiner Türschwelle vorfinden würde! -, NICHTS rechtfertigt solche Aktionen, deren Konsequenz unschuldige Tiere und unschuldige Kinder im höchsten Maß gefährdet!

Ich will mir nicht ausmalen, wozu dieser Mensch sonst noch in der Lage ist. Ein Nachbar in unserem gediegenen, friedlichen Wohnviertel! Welche Bastelei nimmt der begeisterte Tüftler als nächstes ins Visier? Vielleicht Molotowcocktails oder handliche Rohrbomben, die man direkter gegen die lästigen Hundebesitzer einsetzen könnte. Oder vielleicht sogar gegen Füchtlinge oder vergleichbares “Pack”? DAS macht mir wirklich Angst.

Schulterzuckende Behörden?

Während ich – nachdem Toni sicher zuhause war – noch einmal losgezogen bin, um die restlichen Köder einzusammeln, interessierte sich ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes nur für die falsch parkenden Autos. Auch nachdem ich ihn konkret auf die Gefahr hingewiesen habe. Er sagte schlicht, ich möge beim Straßenbauamt anrufen. Die wüssten, was zu tun sei. Das Straßenbauamt? Ernsthaft?

Ich rufe stattdessen lieber bei der zuständigen Polizeiwache an. Der freundliche Beamte erklärte mir, dass er da gar nichts tun könnte, gab mir aber den Rat, mich beim Ordnungsamt der Stadt Frankfurt zu melden. Die Mitarbeiterin dort – ebenfalls eine Hundebesitzerin! – knurrte zunächst angemessen wütend, dass sie “dem Täter am liebsten selbst die Köder in den Rachen stopfen” würde. Eine schöne Idee, der ich mich direkt anschließen könnte, aber nicht wirklich hilfreich. Sie versprach dann aber, eine Streife vorbeizuschicken, um etwaige Restbestände, die meinem Adlerauge entgangen sind, einzusammeln, und das Veterinärsamt einzuschalten. Eine Viertelstunde später rief sie mich noch einmal an, und fragte mich, ob ich eine Anzeige gegen Unbekannt bei der Polizei in Erwägung ziehen würde. Klar. Hätte ich ja schon vorhin gemacht, aber die “Freunde und Helfer” wollten nicht. Sie gab mir den Tipp, dass es ich am besten persönlich vorbeigehen sollte. Dann müssten sie nämlich.

Also bin ich mit meinen sichergestellten “Beweismitteln” zur Polizeiwache Nordend geradelt und habe dort vorgesprochen. Was soll ich sagen? Meine junge, blonde Ansprechpartnerin war zwar ausgesprochen nett und auch rechtschaffend schockiert, doch auch ziemlich ratlos, als welches Delikt sie meine Anzeige jetzt behandeln sollte. Sie mutmaßte, dass es sich wohl höchstens um eine Ordnungswidrigkeit handelt. Ordnungswidrigkeit? Ernsthaft?? “Wie wäre es mit versuchter Körperverletzung?” Sie winkt ab. Hunde seinen ja juristisch gesehen Sachen. Ich: “Schon klar, aber was ist mit den vielen Kleinkindern?” Das brauchte sie zum Grübeln und sie versprach, gründlich darüber nachzudenken und mich bei Bedarf noch einmal zu kontaktieren. Dann war ich wieder draußen. Und dann? Ich habe ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, dass von dieser Seite noch etwas passiert, doch dann bekam ich diese Meldung: Frankfurt-Nordend: Hundeköder mit Nägeln ausgelegt

Und die Warnmeldung wurde bereits auf der Facebook-Seite veröffentlicht und schon reichlich geteilt! Hoffentlich hilft es!

Wegschauen gilt nicht

Also bestätigt es einmal wieder: Wegschauen gilt nicht! Egal, worum es sich handelt. Ob um “Nagelbomben”, bewusstlose Obdachlose, Flüchtlinge, Frauen, Pöbeleien in der U-Bahn … Macht die Augen auf und tut etwas!!! Und wenn ihr selbst nicht eingreifen wollt oder könnt, dann informiert die Polizei. Das nennt man Zivilcourage und ja, das ist mühsam – aber es hilft!! DANKE!

Die Aal-Affäre

KilleraalDas Tier hat schlechte Laune! Brummend liegt es in seiner Indoor-Bürohütte und tut sich leid. Der Grund? Ganz einfach: Die Strandferien sind vorbei und statt ausgedehnter Spaziergänge mit den tollsten Abenteuern, ist nun wieder schnöder Alltag angesagt. Und der ist vor allem sand- und aalfrei. Was – ich muss es zugeben – die Zweibeiner weniger stört, als den Terrier. Denn so schön es an der Nordsee auch ist, permanent überall Sand zu haben, muss dann doch nicht sein. Und an den Aal möchte ich am liebsten gar nicht mehr denken …

Manchmal muss es eben Aal sein

Doch ich weiß genau, dass ich damit nicht durchkomme. Seit ich letzte Woche auf Facebook einen winzigen Hinweis dazu gepostet habe, werde ich von allen möglichen Seiten um Aufklärung der “Aal-Affäre” gebeten. Ach was: bedrängt!

Na schön: Wir spazieren im Sonnenuntergang am ziemlich einsamen Strand von De Haan entlang. Die Zweibeiner in romantischer Stimmung, der Terrier in, nun ja: üblicher Terrier-Laune. Er läuft knapp hundert Meter vor uns, als er plötzlich auf höchst verdächtige Art und Weise verharrt. Alles an seiner Körperhaltung signalisiert den Menschen, dass da was im Busch ist! Die Romantik ist futsch, dafür legen sie einen Zahn zu, um möglichst schnell herauszufinden, was genau da los ist.

Terrier steht in leicht geduckter Haltung. Mann erreicht als Erster den Tatort und stellt fest: “Das ist ein toter Aal!” Das überrascht den Hund nicht, er weiß es schließlich schon seit etwa zwei Minuten. Mann verwickelt Terrier in folgende Diskussion:
“Du hast ihn so gefunden, oder?”
Terrier guckt verständnislos, wie hätte es sich bitteschön sonst zutragen sollen?
“Was hast du vor?” Mann wird misstrauisch, weil Hund sich nicht von der Stelle rührt, den Aal aber nicht aus den Augen lässt.
“Ich habe gar nichts vor!” Die pure Unschuld …
Mann zu mir: “Der sieht eklig aus, da hat schon jemand reingebissen.”
Ich mit Kennerblick: “Eindeutig Rückgrat gebrochen!” Dann fragend: “Was hat der Köter nur?”
Mann: “Vielleicht hat er Angst?”
Terrier fassungslos: “Angst? Ich?? Vor dem toten Aal? Ich glaube, du spinnst!”
Ich: “Das könnte es sein. Unsere vierbeinige Memme hat tatsächlich Angst vor einem toten Aal.”
Terrier: “Seid ihr noch ganz sauber oder was?”
Mann: “Kommt, lasst uns weitergehen. Es ist so schön.” Er legt mir den Arm um die Schulter und dreht sich romantisierend in Richtung Sonnenuntergang. Aus den Augenwinkel nehmen wir eine hektische Bewegung wahr: Der Airedale wirft sich auf die seine Beute!
Mann und ich brüllen wie aus einem Mund “Toni, lass das!!” und stürzen uns auf das Tier.
Findet er natürlich saulustig und weicht geschickt aus! “Vergesst es einfach, ihr kriegt mich NIEMALS! Gebt auf und lasst ihn mich fressen oder wenigstens drin wälzen!”
Ich – hysterisch lachend und kreischend: “Er will das Ekelvieh bestimmt fressen oder sich drin wälzen!”
Terrier: “Messerscharf erkannt und jetzt aus dem Weg!”
Mann: “Kommt gar nicht in Frage! Toni, hau ab!!”
Terrier: “Ich denk ja gar nicht dran!”
Ich: “Wir müssen ihn einfangen und anleinen.”
Terrier: “Viel Glück!”
Mann: “Das hat keinen Sinn!”

Und dann passierte etwas, das mich und Toni gleichermaßen beeindruckt hat: Der Rudelführer hat den Ekel-Aal so schnell im feuchten Sand verbuddelt, dass der Terrier einen Moment lang unaufmerksam war und sich übertölpeln und dann vom Tatort abführen ließ. Ende der Geschichte – die lange nicht so spannend war, wie “Aal-Affäre” implizierte. Zufrieden?

Mon Cherie und Mea Culpa

Dagegen hat der “schnöde” Alltag viel mehr zu bieten! Gestern morgen in der U-Bahn kommt plötzlich eine Frau zielstrebig auf mich und Toni zugesteuert. Ich remple den Hund zur Seite, weil ich glaube, dass die Dame vorbei möchte, doch sie sagt: “Schon gut, ich will zu ihnen!” Toni quittiert die unerwartete Aussage mit einem freundlichen Schwanzwedeln, ich mit einer leicht irritiert hochgezogenen Braue. “Mir gehört Otto”, fährt sie fort und bei mir dämmert es. “Und ich würde gerne mit Ihnen darüber reden!” Oops!

Otto ist ein hübscher Ridgeback-Rüde und er HASST Toni mit jeder Faser seines drahtigen Leibs. Warum, weiß kein Mensch, aber es gab in den letzten Jahren schon etliche unangenehme Zwischenfälle, bei denen sich der unangeleinte Otto wild geifernd in Richtung des angeleinten (in diesem Park gibt’s viel zu viele Kaninchen …) Toni stürzte. Bis auf einmal gingen all diese Begegnungen ohne direkten Kontakt der Hunde ab, aber es ist unglaublich nervtötend, wenn man beim Joggen ständig damit rechnen muss, dass sich eine wilde Bestie in den Weg wirft. Ich muss auch nicht extra erwähnen, dass bei diesen Gelegenheiten mehr als einmal tendenziell eher uncharmante Wortgefechte zwischen den Besitzerinnen ausgetragen wurden (um es mal vorsichtig zu formulieren). Auf Anraten von Tonis Hunde-Domina Susanne bin ich vor einigen Monaten dazu übergegangen, Otto meinerseits wild anzubrüllen, wenn er kläffend auf uns zugerast kommt. Den genauen Wortlaut möchte ich nicht wiedergeben – ihr könnt es euch bestimmt vorstellen. Mit vollem Erfolg übrigens! Otto zieht sich augenblicklich zurück (auch weil sein Frauchen schreit wie am Spieß) und Toni ist schwer beeindruckt und der felsenfesten Überzeugung, dass er sich um wichtigere Dinge kümmern kann, weil ich ja den Idioten im Griff habe. So weit so gut. Nun rechnet man (oder zumindest ICH) nicht unbedingt damit, dass man den mutmaßlichen Aggressor auch im zivilen Leben trifft.

“Ich wollte Ihnen nur sagen, dass ich mit Otto jetzt seit einiger Zeit verschärftes Rückruf-Training mache”, beginnt sie freundlich. “Ich hoffe, dass wir das Problem in den Griff bekommen.” Oh. Hm. Ja. Damit hatte ich nun nicht gerechnet. Ich erläutere ihr meine “Abwehr-Strategie”, sie nickt verständnisvoll und steigt bei der nächsten Station aus. Lektion gelernt: Nur weil ein fremder Hund den eigenen nicht leiden kann, muss man nicht zwangsläufig auch die dazugehörigen Zweibeiner in Sippenhaft nehmen! Und ich werde wohl mein Abwehr-Gebrüll ein wenig umformulieren …

Zur Krönung dieses – für mich! – aufregenden Tages hat sich Toni übrigens noch ein Mon Cherie einverleibt, das meiner Kollegin D. unvorsichtigerweise entglitten war. Kurze Aufregung, doch Entwarnung: eine läppische, beschwippste Piemont-Kirsche haut einen Airedale nicht um!

 

Starallüren des Krümelmonsters

wantedNa, die Weihnachtstage gut überstanden? Während ich selbst über diese Frage nachdenke und nebenbei diese Zeilen schreibe, schlummert Toni entspannt auf dem Rücken liegend auf seinem Bett und träumt mit rudernden Beinen und interessanten Geräuschen. Wovon wohl? Mit Sicherheit kann ich es nicht sagen, aber die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass er von Weihnachten träumt. Denn ER fand die Festtage definitiv und ohne die geringste Einschränkung super! Was vor allem an zwei Dingen liegen dürfte: Aufmerksamkeit und Futter

Terrier mit Starallüren

Dass Toni gerne im Mittelpunkt steht und die Aufmerksamkeit eines möglichst breiten Publikums schätzt, ist nichts Neues. Jedoch hat dieses Streben nach Zuwendung seit einiger Zeit leicht pathologische Formen angenommen. Genauer gesagt seit er seine eigene Fan-Page auf Facebook hat. Dort kann er die unsinnigsten Dinge posten, die langweiligsten Fotos – seine Fans schenken ihm garantiert ein “gefällt mir” und häufig sogar eine verbale Huldigung. Das findet er fraglos grandios und wird zunehmend zickig, wenn ihm diese Art der uneingeschränkten Wertschätzung zuhause nicht entgegengebracht wird. Man könnte auch sagen: der Terrier entwickelt Starallüren!

Im Büro hält er Hof und lauert unschuldigen Besuchern auf, um sich die Öhrchen kratzen zu lassen und die endlosen Versicherungen zu empfangen, dass er der schönste und liebste Hund des Universums ist. Er betört die zartbesaiteten Kolleginnen, die seinem Blick nicht widerstehen können und “versehentlich” eine Brioche auf dem Schreibtisch “vergessen”. Was mich gleich zu einem weiteren Thema bringt: der Terrier wird kriminell! Doch dazu später.

Zurück zu Weihnachten. Wir haben das Fest dieses Jahr bei meinem Bruder verbracht – mit Kindern (Tonis zweibeiniger Cousine und Cousin) und Kegeln (Großeltern, Tante), mit Weihnachtsgans und Christbaum. Und vor allem mit viel, VIEL, sehr viel Aufmerksamkeit für den Hund. Und Geschenken. Auch für ihn lagen zwei Päckchen unterm Baum und seine Körpersprache vor der Bescherung war identisch mit der der Kinder: glänzende Augen, bebender Leib – und blinde Zerstörungswut beim Auspacken. Sollte jemand mal Hilfe beim Durchtrennen eines Kabelbinders benötigen, schicke ich gerne den Terrier vorbei … Der LED-beleuchtete, dildoartige Kauknochen und das textile Wurfgeschoss (vom Cousin “Bumeränger” getauft) waren jedenfalls ganz nach dem Geschmack des Tiers.

Kriminelle Energie

Dass er im weiteren Verlauf des Abends ein paar Wachsspritzer ins Fell bekam, hat ihn weit weniger gestört, als die Tatsache, dass ihm keiner etwas von der Weihnachtsgans abgegeben hat. Toni bekommt nichts vom Tisch! Eine eiserne Regel, die seit sieben Jahren gilt (seit er am 22.12.2008 im zarten Alter von zehn Wochen bei uns eingezogen ist) – und die er seitdem blöd findet.

Weihnachten Toni 2008Trotzdem hat er sich daran gehalten. Zähneknirschend zwar, aber immerhin. In den letzten Wochen ist allerdings eine erschreckende Tendenz zur Beschaffungskriminialität bei ihm feststellbar. Wenn es um Bälle ging, hatte er immer schon schwere kleptomanische Anwandlungen, bei menschlichen Nahrungsmittel jedoch war seine Impulskontrolle (oder die Angst vor Konsequenzen?) außerordentlich stabil. Ein Umstand, der mich vor Stolz hat platzen lassen. “Ich kann rohe Steaks unbeaufsichtig in der Küche liegen lassen, MEIN Hund geht da nicht ran!” Diesen und ähnliche Sätze habe ich gerne anderen Hundebesitzern unter die Nase gerieben, die mir von ihren verfressenen und diebischen Vierbeinern vorgejammert haben.

Doch nun? Nun muss ich – mal wieder! – Abbitte leisten, denn auch meine Töle ist ein durchtriebener Futterdieb! Allein am ersten Feiertag vertilgte er (vor dem Frühstück) einen Käsekuchen, der zum Abkühlen auf der Terrasse stand (und dort vergessen wurde) und (vor dem Kaffee trinken)  einen kompletten, üppig gefüllten Plätzchenteller! Wenn ich den Lebkuchen, den er sich letzte Woche aus einer geöffneten Packung im Büro stibitzt hatte und besagte Brioche in Betracht ziehe … Ich fürchte, da bahnt sich ein Problem an!

Happy New Year!

Ehe ich nun aber in hektischen Aktionismus verfalle, warte ich lieber den Jahreswechsel ab, denn meine kleinkriminelle, vierbeinige Diva ist ein fürchterlicher Angsthase bei Feuerwerk. Vielleicht verknüpft er mit der Ballerei ja seine ganzen Schandtaten der letzten Tage und ist ab 1. Januar wieder ein “braver Hund”? Hm. Wahrscheinlich eher nicht. Aber dafür gibt’s ja immer noch die Hunde-Domina.

In diesem Sinne: Habt einen geschmeidigen Jahreswechsel!! Alles Liebe und Gute für 2016 – Glück, Gesundheit und Abenteuer!

Serengeti lebt!

Circle_of_lifeAll jene, die wie ich mit Bernhard Grzimek, Heinz Sielmann, possierlichen Tierchen, Zeit für Tiere und der sterbenden Serengeti sozialisiert wurden, werden meine Freude verstehen! Die Serengeti lebt – zumindest im Frankfurter Westend. Für alle anderen: heute kommt mal wieder eine Terrier-Toni-Geschichte.

Selbst Herr Darwin hätte heute Morgen seine helle Freude gehabt: Leben und Sterben im Großstadtdschungel – inklusive “survival of the fittest” (okay, eher des Glücklichen, aber dazu später) und der Demonstration ausgefuchstester Kampftechniken – und das, obwohl kein Fuchs anwesend war.

Dabei begann es eher harmlos: Terrier Toni war unterwegs, um seine träge Zweibeinerin durch den Park zu scheuchen – und sie selbstverständlich vor allen Unwägbarkeiten und Gefahren zu bewahren. Die erste lauert in Form einer orangefarbenen Klobürste in einer Hecke. Bei näherer Betrachtung stellt sich die Klobürste als Schwanz und Hinterteil des wirklich gigantischen roten Katers heraus, der sich in der letzten Zeit häufig an fraglicher Stelle einfindet – und der im internen Sprachgebrauch bereits Garfield getauft wurde. Wegen seiner ausgeprägten Verachtung gegenüber jeglicher canider Lebensform – und seines offensichtlich gesegneten Appetits.

Toni wirft sich also todesmutig schützend vor seine Menschenfrau und stößt merkwürdige Geräusche aus, die wohl eine Mischung aus drohendem Knurren und atemlosen Würgen sind. Das Halsband an der straff gespannten Leine, nimmt ihm ein wenig die Luft. Garfield springt entsetzt aus der Hecke heraus, starrt seinen Widersacher wütend an, macht einen Buckel und sträubt seinen Pelz. Eine höchst imposante Performance, die selbst der Zweibeinerin ein wenig Unbehagen bereitet. Dieser Bestie ist alles zuzutrauen. Doch was hat Garfield im Maul?

Eine Frage, die sich auch der Terrier stellt, laut grunzt (die Leine, das Halsband …) und nähertreten will (was die böse Frau verhindert). Der Kater antwortet mit einem empörten Fauchen – was ein Fehler ist, denn dafür muss er seinen Höllenschlund öffnen. Die Beute fällt zu Boden – rappelt sich jedoch sogleich auf und rast auf vier kleinen Mauspfötchen zurück in die sichere Hecke. Toni ist verdutzt, der Kater rast vor Wut. Blanke Mordlust flackert in seinen gelben Augen und die Frau macht sich ernsthafte Sorgen um Leib und Leben. Der Terrier spürt das und stößt ein wahrhaft würdiges Knurren aus, das Garfield umgehend aus seiner Tobsucht holt und ihn auf den nächsten Baum flüchten lässt.

Wir fassen zusammen: Die Maus hat eine zweite Chance bekommen (und glaubt womöglich ab sofort an einen haarigen, wolligen Gott).  Der Terrier ist stolz auf seine edle (wenn auch versehentliche) gute Tat, hat aber einen neuen Todfeind.  Der Kater hadert mit der doppelten Demütigung und schwört Rache. Wie es weitergeht, erfahren Sie in der nächsten Woche, wenn es heißt: “Wer ist der wahre König der Löwen?”

Die Frage nach der überlegenen Spezies wird übrigens auch in Hundstage ausführlich thematisiert. Mit durchaus unterschiedlichen Interpretationsansätzen …

Der Besuch der jungen Dame

Besuch der jungen DameFriedrich Dürrenmatt erlangte mit seinem Dreiakter “Der Besuch der alten Dame” das, wovon jeder Autor träumt: finanzielle Unabhängigkeit. Ich fürchte, das wird mir in absehbarer Zeit weder mit meinen Romanen, noch mit meinen Blogposts gelingen. Doch immerhin habe ich (den Statistiken von Google und Facebook sei dank) einen Trend feststellen können: Die mit Abstand beliebtesten Themen (auch auf diesem Blog) sind Sex und niedliche Tiere – wobei mir kürzlich sogar eine Rekorde sprengende Kombination aus beidem gelungen ist! Weder finden meine auch nur ansatzweise (gesellschafts)kritischen Beiträge, die von mir gewünschte Resonanz, noch dürfte sich eine breite Leserschaft mit dem mir bevorstehenden Familienbesuch (der auch eine ältere Dame inkludiert, meine Mutter nämlich) hinter dem Ofen hervorholen lassen. Also gibt’s Opium für das Volk!

Heute zwar keine Erotik, dafür eine gesteigerte Portion Putzigkeit. Wir sind nämlich seit gestern doppelbehundet. Die junge blonde Dame hört auf den hübschen Namen Leni (was doch ganz allerliebst zu Toni passt, nicht wahr?) und ist eine knapp fünf Monate alte Labradeuse. Weil ihre Zweibeiner das Wochenende einen Familienbesuch im Ausland (sicherlich ebenfalls inklusive einer alten Dame) absolvieren müssen, haben wir die Obhut der kleinen Fressmaschine übernommen.

Ich schwanke zwischen Schock und Ehrfurcht, wenn ich dem Tierchen bei der Nahrungsaufnahme zusehe. Terrier Toni ist mit seinen sechseinhalb Jahren sicherlich auch kein zimperlicher Fresser und weit davon entfernt, als Genießer bezeichnet zu werden. Doch die Art und Weise wie das zarte, junge Wesen ihr Futter inhaliert erinnert stark an einen Industriestaubsauger. Dem kann Toni nichts entgegensetzen. Auch ansonsten ist er erschütternd schnell dem Charme der blutjungen Blondine verfallen und lässt sich alles von ihr gefallen – inklusive Missbrauch als Nadelkissen.

Im Moment schnarcht sie übrigens wie ein betrunkener Seemann, was zwar etwas irritierend ist, aber den Vorteil hat, dass ich diese Zeilen schreiben kann und nicht Ringrichter zwischen AiredaleToni und LabLeni spielen muss. Doch ich fürchte, der Frieden wird nicht lange wehren. Bald wird sie wach und hungrig sein – auf Futter, auf Tobeeinheiten mit Toni und auf Liebe. Denn das ist sie auch: eine zuckersüße Kuschelmaus!

Hundstage-Gewinnspiel

Hundstage-GewinnspielWährend viele Hundebesitzer bei dem merkwürdigen Wetter ernsthaft darüber nachdenken, ob sie ihren vierbeinigen Liebling überhaupt nach draußen schicken (und ihn dabei begleiten), gibt’s im großen Hundstage-Gewinnspiel das perfekte Accessoire für stylische und leckere Gassirunden:

Zu gewinnen gibt es dreimal einen handgenähten Hundstage Leckerlibeutel – alles Unikate made by Chaosfabric.  Gefüllt sind sie mit den fantastischen Hundepralinen der Hamburger Kuglen.  Vielen Dank, Tatiana für die großzügige Spende. Zusätzlich erhält jeder Gewinner ein signiertes Hundstage-Booklet, eine Toni-Autogrammkarte und eine kleine menschliche Wegzehrung.

Leckerlibeutel

Update 26.01.2015: Die Gewinner stehen fest!

Gewonnen haben: Katarzyna Michalski, Barbara Steubesand und Tina Lichtblau.

Vielen Dank für die Teilnahme!

Und hier eine kleine Auswahl der putzigen Hundefotos:

Gewinnspiel-Collage

Wer gewinnen will hat folgende Möglichkeiten:

  • Like meine Facebook-Fanpage und kommentiere mit einem Foto von deinem Hund, warum ausgerechnet IHR den Beutel mit den Pralinen braucht!

und/oder

  • Kommentiere hier auf meiner Website mit einem Foto von deinem Hund (oder schicke mir eine eMail).

und/oder

  • Foto vom Vierbeiner plus Kommentar geht natürlich auch auf meiner Google+-Seite!

und/oder

und/oder

  • Du hast Hundstage bereits gelesen und sogar rezensiert – dann poste/schicke mir den Link zur Rezension.

und/oder

  • Du hast eine ganz fantastische Idee, auf die ich im Leben nicht gekommen wäre. Kreativität wird belohnt!

Viele Möglichkeiten also, in den Lostopf zu kommen. Selbstverständlich sind auch mehrere Optionen möglich. Wer mir also beispielsweise ein Foto von seinem Hund auf Google+ postet UND bereits eine Hundstage-Rezension geschrieben hat, hat gleich die doppelte Gewinnchance!

Laufzeit: Das Gewinnspiel läuft vom 16.-25.01-2015! Am Montag, den 26.01.2015 trifft eine unabhänige Jury eine Vorauswahl und die unbestechliche, vierbeinige Losfee Toni zieht die drei Gewinner!

Ich freue mich auf viele schöne Hundefotos!

Disclaimer:
Diese Aktion steht in keiner Verbindung zu Facebook und wird in keiner Weise von Facebook gesponsert, unterstützt oder organisiert.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Die Teilnehmer sind damit einverstanden, dass ihr Name auf Facebook veröffentlicht wird.
Eine Barauszahlung ist nicht möglich. Meldet sich der Gewinner nach dreimaliger Aufforderung nicht zurück, verfällt der Gewinnanspruch. Ein neuer Gewinner wird gezogen. Der Gewinnanspruch ist nicht übertragbar. Die Teilnehmer erklären sich bereit, im Falle eines Gewinns namentlich auf meiner Autorenseite genannt zu werden.
Die Bedingungen können jederzeit ändern und das Gewinnspiel ohne Angabe von Gründen vorzeitig beendet werden. Ein Gewinnanspruch besteht nicht.