Paten statt Plunder

Weihnachten ist gerade vorbei und schon rüstet sich die Buch-Community für die nächsten Conventions und Messen mit der Frage aller Fragen: Welche Goodies gibt’s diesmal? Wie wäre es stattdessen mal mit einer guten Tat statt noch mehr Plunder?

Gute Taten statt Goodies!?

Versteht mich nicht falsch, Goodies sind toll! Lippenpflegestifte mit dem Namen der Lieblingsautorin drauf.  Kosmetikspiegel mit dem zuckersüßen Buchcover. Superpraktische Einkaufswagen-Chips. Personalisierte Glückskekse. Schlüsselanhänger, Kühlschrankmagneten, Kugelschreiber, Taschentücher, Bleistifte, Tassen, Trinkflaschen, Duschgels, Aufkleber, Textmarker, Nagellacke, Schneekugeln, … und was weiß ich nicht alles sonst. Nach einem Messebesuch hat man manchmal so viel Beute in den Taschen (ich habe die Taschen vergessen! Tüten, Baumwollbeutel, Umhängetaschen …), dass man fast einen eigenen Laden eröffnen könnte. Was als Einzelstück niedlich war, wirkt in der Masse plötzlich nur noch belanglos, irgendwie beliebig und – machen wir uns nichts vor – häufig auch ziemlich billig und schrottig.

Nun will ich hier nicht die Moralkeule schwingen und auch noch Spielverderber-Stichworte wie “Mikroplastik”, “Nachhaltigkeit” und “Wegwerfgesellschaft” bringen (oops!), es muss schließlich jeder selbst für sich entscheiden. Meine Entscheidung lautet: Ich reduziere mein Goodie-Budget dramatisch und investiere das gesparte Geld lieber sinnvoll.

Patenschaft statt Plunder

Als ich kürzlich mal hochgerechnet habe, wie viel Geld ich in den letzten drei Jahren für Werbematerial und Portokosten ausgegeben habe, ist mir ganz schwummerig geworden. Noch einmal: Ich schenke gerne, aber ich glaube nicht, dass ich auch nur ein einziges Buch mehr verkauft habe, nur weil’s bei mir dolle Dinge abzustauben gibt. Daher habe ich mich dazu entschlossen, mit diesem Geld zukünftig ein Kind zu unterstützen.

Darf ich vorstellen? Das ist Asnakech – mein brandneues Patenkind aus Äthiopien. Sie ist neun Jahre alt und lebt mit ihren Eltern und vier Geschwistern in einem Haus, das aus einfachen Rohrstöcken errichtet ist und ein Wellblechdach hat. Frisches Wasser holt sich die Familie aus einer Quelle, die 30 Minuten entfernt ist. Zur Schule muss sie jeden Tag 45 Minuten laufen – einfache Strecke.

Ich hoffe von Herzen, dass ich ihr mit meiner monatlichen Spende eine echte Chance geben kann. Ich wünsche mir, dass sie einen Schulabschluss schafft und später einen Beruf erlernt, mit dem sie sich selbst versorgen und vielleicht auch mal ihren eigenen Kindern einen guten Lebensstart ermöglichen kann.

Nichts mehr zu holen bei Müller/Taylor?

Natürlich muss sich keiner mit einem feuchten Händedruck zufrieden geben, der mir auf einer Messe über den Weg läuft, aber ich werde in Zukunft deutlich mehr darauf achten, was ich an Werbemittel produzieren lasse. Es ist doch ganz bestimmt ausreichend, wenn es pro Buch nur eine Sache gibt, oder? Also beispielsweise eine Postkarte, ein Lesezeichen oder einen Magnet und nicht alles zusammen. Und von zeitlosen und langlebigen Goodies wie Kugelschreibern haben wir alle etwas, nicht wahr?

Klar, möchte ich treuen Fans und potenziellen neuen Leserinnen das Gefühl geben, dass ich sie wertschätze, aber geht das wirklich nur über (Werbe)Geschenke? Sachen, die niemand wirklich braucht, die vielleicht sogar bald auf dem Müll landen? Wäre es dagegen nicht viel sinnvoller, wenn ich meine Energie in  neue Geschichten stecke und Geld für Projekte ausgebe, die tatsächlich einen Unterschied machen? Wenn jemand eine Cover-Tasse von mir bekommt, wird sich sein/ihr Leben dadurch weder positiv noch negativ verändern. Wenn ich aber dafür sorgen kann, dass Asnakech zur Schule gehen darf, zu essen hat und Kleidung bekommt, dann könnte das für dieses Mädchen eine echte Chance sein.

Wie? Was? Wo? Warum?

Nach ausführlicher Recherche habe ich mich für eine Patenschaft bei Plan International entschieden, aber es gibt natürlich eine ganze Menge weiterer seriöser Organisationen. Auch in meinem Roman Robin – High in the Sky (den ich unter meinem Pseudonym Charlotte Taylor verfasst habe) geht es um Hilfsorganisationen. Ich habe mich bei der Arbeit daran schon ausführlich mit dem Thema befasst – durchaus auch mit den Schattenseiten. Deshalb war es mir wichtig, eine Organisation zu wählen, die es schon lange gibt, die groß ist, international und vor allem professionell. Natürlich wird ein gewisser Betrag meiner Spende für administrative Kosten verwendet, was ich aber in Ordnung finde. Meiner Meinung nach kann eine Organisation, die sich rein auf den Idealismus ihrer ehrenamtlichen Mitarbeiter stützt, nicht nachhaltig funktionieren.

Ich interessiere mich zudem schon sehr lange für Äthiopien,daher war es für mich klar, dass mein erstes Patenkind in diesem Land leben soll. Dass es ein Mädchen sein muss, stand ohnehin außer Frage, einfach weil Mädchen noch viel stärker benachteiligt sind als Jungs.  Wer weiß, vielleicht kann ich Asnakech sogar irgendwann einmal besuchen?

Neujahrswunsch

Falls ich mit diesen Worten die, den ein oder andere KollegIn dazu bewegen konnte, es mir gleich zu tun, dann würde es mich unbändig freuen! Ich bin mir ganz sicher, die meisten unserer LeserInnen fänden das ziemlich gut.

Ach ja, umgekeht gilt das natürlich auch: Ich habe so wundervolle Fans, die mich gerade zu Weihnachten wieder reich beschenkt haben. Das hat mich unglaublich berührt, aber vielleicht wollt ihr in Zukunft das Geld auch einfach spenden? Es muss ja nicht gleich eine Patenschaft sein. Zwei Euro für einen Obdachlosen, eine Futterspende fürs Tierheim – auch so etwas finde ich ganz großartig. Und glaubt mir, am meisten freue ich mich, wenn ihr meine Bücher lest und weiterempfehlt, mehr brauche ich nicht. Danke!

LBM16 oder der Fluch des Pummeleinhorns

LBM-Fluch_des_PummeleinhornsPummeleinhorn-Wahnsinn

Ich liebe Plüschtiere. Oder anders gesagt: ich liebe ein plüschiges Tier! Meinen Hund Toni nämlich. Abgesehen davon, habe meine Kuscheltier-Affinität bereits einige Jahre – okay: Jahrzehnte! – hinter mir. Aber ich hatte eine Mission: Für Denise wollte ich ein Pummeleinhorn kaufen. Sie konnte nicht zur Leipziger Buchmesse, wollte aber so gerne eines haben. Schön. Wer sich jetzt zurecht fragt, was diese Kreatur mit Literatur zu tun hat, dem kann ich auch nur ein ratloses Schulterzucken liefern. Ich habe nicht den Hauch einer Ahnung. Was aber auch nichts heißen muss – kommt bei mir schließlich öfter vor. Jedenfalls wird dieses Biest, das seinem Namen übrigens alle Ehre macht, in diesem Text noch häufiger eine Rolle spielen. Abgesehen davon, folgt nun die ungeschminkte Wahrheit: Die #LBM16 wie ich sie erlebt habe!

Vorbereitung ist alles

  • Montag: Letzte Termine vereinbart, Wundertüten für die Leser mit Liebe gepackt.
  • Dienstag: Friseur – die Leser dürfen keine grauen Haare sehen! Anschließend allerletzte Termine vereinbart.
  • Mittwoch: Nägel gemacht – die Leser dürfen keine abgefressenen Fingernägel sehen! Gebügelt, gepackt, dem Hund gut zugeredet.
  • Donnerstag, früher Morgen, letzter Check: Wundertüten eingepackt! Nach kurzem Facebook-Überblick dramatische Selbstzweifel: es sind zu wenige und sie sind viel zu schmucklos. Die Leser werden mich hassen!
  • Donnerstag, später Morgen: wieder beruhigt. Die Leser werden mich nicht hassen! Gefrühstückt. Zum Hauptbahnhof gefahren. Gewundert: Warum ist der Zug nach Leipzig nicht angeschlagen? Blick aufs Ticket: Uhrzeit stimmt. Was ist los? Panik. Erneuter Blick aufs Ticket: Zug fährt vom Südbahnhof! Vom Südbahnhof??? Genau! Und zwar in fünf Minuten. Fuck! Ruhe bewahren. Blick auf die DB-App: der nächste Zug nach Leipzig fährt in 45 Minuten. Kaffee trinken. Erneuter Blick auf die Bahn-App: Mist – der Zug ist mit Umsteigen in Erfurt. Zu riskant! Der nächste durchgehende Zug … Ich kürze ab: Ich bin dann doch mal angekommen!

Der Donnerstag …

… war entsprechend kurz. Das Messehotel befindet sich nämlich NICHT in unmittelbarer Messenähe, wie der Name impliziert. Dafür liegt es in einem interessanten Gewerbegebiet mit Blick auf Bahngleise und in Nachbarschaft zu einem FKK-Saunaclub-Erotik-Etablissement. Kurze Überlegung, ob Charlotte lieber dorthin zum Recherchieren soll, statt für zwei Stunden auf die Messe zu gehen. Wirtskörper hat sich dagegen entschieden. Der hatte nämlich als Carin Müller zwei Stunden Standdienst beim Selfpublisherverband. Auf dem Weg dorthin die ersten Sofa-Kolleginnen getroffen und energisch an die Brust gedrückt. Was für eine Freude! Mit Elke Becker am Stand – Zeit für ein bisschen Klatsch und Tratsch. Dann Ruprecht Frieling kennengelernt und mit ihm eine interessante Zielgruppen-Analyse meiner Leserschaft erstellt. Die kann ich an dieser Stelle leider nicht widergeben … Wirklich SEHR schade.

Nicht geschafft, in Halle 1 ein Pummeleinhorn zu erwerben!

Abends beim Qindie-Abendessen. Sehr lustig. Und die Roulade war fantastisch. Der Zweigelt auch. Regina Mengel endlich persönlich getroffen und zu vielen anderen Namen auch Gesichter. Manchmal sogar neue Namen UND neue Gesichter! Anschließend Lesungsworkshop bei Florian Tietgen – viel davon mitgenommen. Auch erstaunliche Erkenntnisse – wie leider auch bei der nächtlichen Taxifahrt zurück ins Hotel. Der Fahrer, ein sicherlich netter junger Mann mit Glatze und Bomberjacke, beklagte sich weil “unsere Linken” sich erdreisten, zu Protesten gegen einen aufrechten, deutschen Verlag aufzurufen, der in Halle 5 “Mut zur Wahrheit” beweist. Schluck! Etwas sagen oder lieber Klappe halten? Für eine Übersprungshandlung entschieden und manisch mit dem Handy neue Facebook-Freundschaften geschlossen. Bin nicht stolz darauf.

Meeten – Greeten – Skoutzen

Drei wichtige Termine für meine Autorenzukunft (Fazit: mal wieder unglaublich reich an Erkenntnissen!), zwei optionale Panels und zwischendrin zwei Meets & Greets mit den Lesern. Das erste fand am Skoutz-Stand statt, das zweite bei Tolino! Lesertreffen sind wirklich das ALLERBESTE!!! Ich habe so viele nette Menschen kennengelernt, das jetzt mein Herz noch überquillt. Erkenntnis: Die Leser freuen sich über meine Wundertüten. Puh! Bei Tolino kommt Bloggerin Martina vorbei – und abgesehen, dass ich mich wie verrückt freue, sie endlich live zu herzen, erinnert sie mich wieder schmerzhaft an meine Mission! Sie hat nämlich eines dieser Pummel-Biester fürs Töchterchen ergattert. Und ich kann hier nicht weg. Es sei sowieso schon zu spät, versichert sie. Die Dinger waren eine Viertelstunde nach Messeöffnung ausverkauft. Mist. Vielleicht morgen?

Abends steigt dann die Leserparty im L1-Club. Da muss Charlotte ran. Als Jurorin für den Bereich Erotik soll sie bei der Midlist-Präsentation der Skoutzs-Awards gleich etwas Intelligentes sagen und idealerweise gut aussehen. Auweia … Die armen Füße in Pumps gequetscht, das müde Gesicht bemalt – und dann erst einmal Kohlenhydrate tanken mit Kolleginnen. Dort festgestellt, dass die Eintrittskarten für die Party im Hotel liegen. Gleich neben der Intelligenz und dem guten Aussehen. Silvana hat uns trotzdem reingelassen und der Rest des Abends ist Geschichte …

“Auf der Messe kacken ist scheiße”

So lautet das Samstags-Fazit meiner lieben Kollegin Andrea Bielfeldt und ja, ich gebe zu, so aus dem Zusammenhang gerissen, klingt dieser Satz noch drastischer. Er fiel beim “Brezn und Bier”-Empfang am Tolino-Stand, als der Irrsinn des Tages am Abklingen war und darüber spekuliert wurde, ob Kollegin X womöglich schwanger ist. Das konnte übrigens nicht abschließend geklärt werden. Ganz im Gegensatz zur Frage, ob das Autorensofa, auf dem Weg zur erfolgreichen Marke ist oder nicht. Ist es! Eindeutig! Etwa 25 KollegInnen haben sich zusammengetan und zum “Sofa-Meet & Greet” eingeladen. Dabei herrschte zwei Stunden lang Frankfurt-Feeling. Wir wurden regelrecht überrannt von den Fans, so dass einige der neuen Kollegen, die auf der Frankfurter Buchmesse noch nicht mit dabei waren, einigermaßen überwältigt wirkten. Einfach nur toll!

Weniger toll jedoch, dass die Mission Pummeleinhorn (Emma S. Rose hat eines erwischt!) wieder komplett in die Hose gegangen war. Denn ich war bei Messeöffnung nicht auf der Messe, sondern stattdessen in der City beim Frühstücken und Sightseeing (Auerbachs Keller! Wenn man schon mal da ist …) mit einer Freundin. Als ich mittags die Messe betrat und mich Halle 1 näherte … es ging einfach nicht. Sorry, Denise!!

Beim Abendessen im Kreise der Kollegen, dann konspirative Komplotte (Ich habe jetzt nämlich auch ein #Geheimprojekt!! Ha!) mit Laura Gambrinus und Sabine Landgraeber und erste Kollateralschäden. Wird es morgen noch etwas mit der Messe?

Nach der Messe ist vor der Messe

Es wurde nichts mehr daraus! Halsnasekopfaua! Der Sonntagmorgen war ein Desaster. Keine Chance für einen Messebesuch – und damit endgültig kein Pummeleinhorn für Denise. Doch nach der #LBM ist vor der #FBM. In sieben Monaten gehts’s weiter … Ich mach mir aber jetzt erstmal einen Tee!

PS: Gewinnspiel

Für alle, die so lange durchgehalten haben und jetzt diesen Text kommentieren: Ich verlose meine restlichen Wundertüten und packe noch signierte Autogrammkarten und Kulis dazu. Drei Pakete! Ich lose am Donnerstag, den 24.3. aus! Viel Glück!

Beim nächsten Hund wird alles anders

Terror-Terrier-ToniDas könnte der Titel des nächsten Romans werden. Oder auch “Frauchen am Rande des Nervenzusammenbruchs”. Ich geben zu, ich bin aktuell etwas monothematisch unterwegs – ein Hundeartikel jagt den nächsten. Und es wäre wirklich schön, wenn ich einfach dumpfe Werbung für meine Hundstage machen könnte (es wäre sogar deutlich sinnvoller), aber ich muss leider wieder die Realität bemühen.

Wobei mein vierbeiniger Gefährte, aka Terror Terrier Toni, gestern innerhalb einer knappen Stunde so viele Schoten geliefert hat, dass ich damit locker drei bis vier Kapitel füllen könnte… Ich will es kurz machen (falls ich die Langfassung doch irgendwann verwenden will):

19:30 Uhr: Aufbruch aus dem Büro – Hund läuft brav neben dem Fahrrad her. +++ 19:34 Uhr: Ankunft Grünanlage am Willy-Brandt-Platz – Leine los. Frauchen will, dass Hund einen Haufen produziert, Hund hat andere Pläne. +++ 19:46 Uhr: Hund hat zwei Kaninchen gejagt – eines davon beinahe in den Künstlereingang der Oper. Hund hat Erbrochenes gefressen. Hund hat versucht, einem Obdachlosen das Abendessen abzunehmen (erfolglos). Hund ignoriert tobende Besitzerin. Hund hat nicht gekackt. Hund schnappt sich undefinierbares Etwas und trabt davon. +++ 19:48 Uhr: Hund erfolgreich eingefangen. Frauchen will Heimfahrt antreten. Hund röchelt und würgt. +++ 19:50 Uhr: Besitzerin will wissen, warum Hund röchelt und würgt und ihm zu diesem Zweck ins Maul schauen. Hund öffnet Maul nicht, sondern presst die Zähne aufeinander. +++ 19:51 Uhr: Frauchen ist verzweifelt und wütend. Dann kommt ihr eine Idee. Im Fahrradkorb liegt ein Tennisball ungeklärter Herkunft. Sie nimmt den Ball und zeigt ihm den Hund. Hund öffnet Maul und will nach Ball schnappen. Frauchen steckt todesmutig Hand ins Maul und leuchtet mit Fahrradlampe hinein: am Gaumen klebt ein riesiges, zermatschtes Baguette-Brötchen. Sie pult es ihm aus den Höllenschlund. Hund ist erleichtert. Hund will Ball. Frauchen nicht, sie will heim und legt den Ball wieder in den Korb. +++ 19:54 Uhr: Rote Ampel. Hund versucht in den Fahrradkorb zu hüpfen, um den Ball zu holen. Frauchen brüllt ihn wieder an. +++ 19:55 Uhr: Ampel immer noch rot. Hund rempelt Frauchen an. Tobsuchtsanfall. +++20.03 Uhr: Ankunft nächste Grünfläche, denn Hund hat ja immer noch nicht gekackt. Dort tummeln sich zwei gut bekannte vierbeinige Kollegen. Interessiert Hund nicht. Klebt wie Pattex an Frauchen, will Ball. Frauchen will, dass Hund kackt und dann heim. Hund will Ball. Besitzerin gibt auf und wirft den Ball. Hund triumphiert und schnappt ihn sich. Läuft dann zu seinen Freunden. Ist nicht freundlich zu ihnen, weil er unterstellt, dass sie seinen Ball haben wollen. Freunde sind irritiert. Deren Besitzer auch. Frauchen scheucht peinlich berührt Hund weiter.  +++ 20:11 Uhr: Heureka – Hund scheißt!! Frauchen will heim. Hund nicht. +++ 20:15 Uhr: Hund findet das Spiel saulustig: sofort in die andere Richtung abhauen, sobald Frauchen ruft oder sich gar nähert. +++ 20:19 Uhr: Frauchen ist soweit, den Hund seinem Schicksal zu überlassen (ein Teil von ihr jedenfalls) und tut so, als würde sie davonradeln. Hund lässt sich von dieser Finte übertölpeln und rennt ihr hinterher. Frauchen bremst. Hund auch. Sie will ihn anleinen, er lacht hämisch mit Tennisball im Maul, dreht um und rennt wieder weg. +++ 20:31 Uhr: Ankunft zuhause. Frauchen und Hund sprechen nicht mehr miteinander.

Puhuuu… Heute ist er übrigens ganz friedlich und stolz wie Bolle, dass er seine eigenen Autogrammkarten hat. Mal sehen, ob er sich auch zu Autogrammen überreden lässt. Ein großes Stempelkissen wartet bereits. Wer ein Toni-Autogramm haben will, schreibt mir einfach eine eMail mit seiner Adresse, dann kommt es in den nächsten Tagen per Post angeflattert.

Ich gönne mir jetzt zwei Tage Hunde-Pause und stürze mich auf die Buchmesse – wo ich hoffentlich nicht so blamiert werde. Schönen Abend noch!