Nicht Schiff, nicht Hund

nichtSchiffnichtHundEs ist einer dieser Montage, die sich nicht entscheiden können, ob sie Fisch oder Fleisch sein möchten. Vielversprechender Wochenstart oder Rohrkrepierer, hoffnungsfroher Beginn oder Ist-eh-schon-alles-zu-spät. Kurz, ein wirklich schwieriger Tag.

Vielleicht liegt’s aber auch am Novembergrau, das sich bräsig auf die Synapsen legt oder an der frühmorgendlichen Bettlektüre (auch das noch: wach um 05:41!) über Alzheimer. Jedenfalls will kein charmantes Bonmont über meine Lippen, geschweige denn durch meine Finge in die Tastatur fließen.

Dabei habe ich gerade in einem Interview behauptet, dass ich NIE unter Schreibblockaden leide. Ein Blick auf meinen verwaisten Blog hier, lässt jedoch andere Theorien zu. Daher auch dieser Post über meine Entscheidungsschwäche: Ist der Tag nun Schiff (wie Gefühlte Wahrheit) oder Hund (wie Hundstage)? Gehe ich nach Hause oder produziere ich doch noch etwas Sinnvolles?

Ich fürchte fast, dass im Ranking der dämlichsten Beiträge meiner Bloggerlaufbahn, dieser hier eine hohe Top-Five-Platzierung einnehmen wird, denn auch wenn es interessante Themen en masse gäbe (25 Jahre Mauerfall, Silbernes Lorbeerblatt fürs DFB-Team, die überraschende Rowohlt-Shortlist-Nominierung von Gefühlte Wahrheit, die großartige Hundstage-Leserunde auf Lovelybooks), mag ich mich um gar nichts kümmern.

Rohwohlt-ShortlistSo, ich schreibe jetzt in mein Notizbuch fünfhundertmal den Satz: “Ich darf meine Leser nicht langweilen! Ich darf meine Leser nicht langweilen! Ich darf meine Leser nicht langweilen! Ich darf meine Leser nicht langweilen! Ich darf …” Okay, ich halte jetzt die Fresse! Morgen ist ein besserer Tag. Hoffentlich …

Gefahren und Chancen durch Passiv-Kiffen im Park

Passiv-Kiffen

Jeder weiß um die tödlichen Gefahren des Passiv-Rauchens (uuuaaaaaah!), aber gibt es eigentlich Studien, die sich mit Passiv-Kiffen beschäftigen? Konkret um die spezifischen Folgen für Vierbeiner? Die mittägliche Gassirunde mit meinen treuen Begleiter führte mich vorhin durch mein gutbürgerliches Frankfurter Wohnviertel. Das an sich ist schon ungewöhnlich, denn normalerweise tummle ich mich mittags eher in einer raueren Gegend – auch wenn der Kiez um meinen Büro-Kiosk im Schatten der neuen EZB auch immer mehr der Gentrifizierung anheimfällt. Heute jedoch hatte der Hund am Vormittag seinen Frühjahrshaarschnitt terminiert und wie jede andere gute Nordend-Mami habe ich ihm im Anschluss etwas Auslauf in heimischen Gefilden gegönnt, ehe es an den Arbeitsplatz ging.  Bei einem Stopp auf einer von blühenden Kastanien beschatteten, zauberhaften Grünfläche passierte es dann: Auf der Nachbarbank saßen zwei kichernde Teenie-Jungs – dank der Osterferien belagert dieses adoleszente Pack auch um diese Zeit Tonis bevorzugtes Download-Revier – und zogen sich genüsslich einen Joint rein. Ich habe kurz erwogen, um einen Zug zu bitten, wollte den Kerlen aber die Peinlichkeit ersparen, von einer alten Frau um etwas Gras angehauen zu werden. Der Hund hatte jedoch weniger Hemmungen und tänzelte höchst interessiert um die beiden herum. Minutenlang inhalierte er zu deren größter Belustigung die dampfenden Schwaden und benimmt sich seitdem höchst Terrier-untypisch: hört aufs Wort und grinst debil (können auch Hunde!!).  Ich werde das beobachten – könnte ja eine bahnbrechende Wendung im Hundetraining werden …