Ein Meer voller Erinnerungen

Ein Meer voll Erinnerungen1Es dauert zwar noch gut drei Monate bis mein neuer Roman Tage zwischen Ebbe und Flut (ET 1.9.2016 bei Knaur) erscheint, aber ab sofort gibt’s hier im Blog regelmäßige Updates und Hintergrundgeschichten.

Vor zwei Stunden habe ich die letzten Korrekturen des zweiten Lektoratsdurchgangs eingearbeitet. Die Schlussredakteurin geht gerade noch einmal über das Manuskript und ab morgen wird bereits der Drucksatz gemacht. Ich freue mich schon so, endlich das fertige Taschenbuch in den Händen zu halten. Ist das Cover nicht der absolute Knaller? Ich finde, es strahlt unglaublich viel aus. Obwohl die Designerin nur ein relativ oberflächliches Briefing bekommen hat, ist es ihr gelungen, die Essenz meiner Geschichte visuell einzufangen.

Nach fast vier Jahren ohne Verlagsveröffentlichung (die letzte war 2012 “High Heels und Hundekuchen“) und zwei Jahren als reiner Selfpublisher (der erste Indie-Roman “Gefühlte Wahrheit” kam im Mai 2014 raus), ist es mal wieder eine spannende Sache, mit einem Verlag zusammenzuarbeiten. Bisher macht es wirklich großen Spaß und ich kann die frohe Botschaft verkünden, dass wir gemeinsam eine Menge toller Leser-Aktionen stemmen werden. Trotzdem ist es natürlich ungewohnt. Vor allem die langen Zeiträume – auch wenn es bei diesem Projekt für einen Verlagstitel irrsinnig schnell gegangen ist. Wäre Tage zwischen Ebbe und Flut ein Indie-Roman, würde es vom aktuellen Stand der Überarbeitung bis zur Veröffentlichung vielleicht noch zwei Wochen dauern. Doch die Wartezeit werden der Verlag und ich sinnvoll nutzen. Versprochen!

Schaut also immer mal hier rein oder abonniert am besten direkt meinen Newsletter (oben rechts auf der Startseite meiner Website), damit ihr nichts verpasst. Hier gibt’s einen Blick in die offizielle Taschenbuch-Herbst-Vorschau. Sieht die Seite nich toll aus?

Lost in Information

ToomuchinformationWissen ist Macht! Grundsätzlich ist mir nichts ferner, als dem alten Francis Bacon zu widersprechen, aber im Augenblick schwirrt mein Kopf von “too much information”! Gefühlt hat scheinbar jeder, der schon mal ein Buch im Selbstverlag auf den Markt geworfen hat, seine Gedanken dazu im Internet hinterlassen. Und das Schlimme ist: ich tue es jetzt auch noch! Hätte man mich vor drei Wochen gefragt, als ich mit hängender Zunge die letzten Sätze von Gefühlte Wahrheit in meinen Computer gehämmert habe, ob das Schlimmste nun hinter mir liegt – ich hätte freudig jauchzend “JA!” gerufen.  Aktuell wünsche ich mir jedoch fast diese nervenaufreibende, rastlose Zeit des Schreibens zurück. Alles andere ist nämlich erheblich schlimmer, denn die Möglichkeiten, was man nun mit dem fabrizierten Elaborat anfangen kann, sind schier endlos. Daher hier meine Überlebens-Tipps für verwirrte angehende Self-Publisher:

Für all jene, die sich den schlimmsten Info-Overkill ersparen möchten, dem sei in erster Instanz die Self-Publisher Bibel von Matthias Matting empfohlen. Seine Seite ist zwar optisch nicht der große Wurf und ziemlich unübersichtlich, aber es lohnt sich in jedem Fall, seine Beiträge durchzuforsten, denn Matting weiß, wovon er spricht. Passend dazu gibt es auch noch die offene Gruppe “SELF PUBLISHING” auf facebook.

Ebenfalls viele gute und vor allem sehr konkrete Tipps hat Corinna Rindlisbacher auf ihrer Seite ebokks zusammengetragen. Weil sie mit ihrem Team aber in erster Linie Dienstleisterin auf dem Gebiet Selfpublishing ist (Lektorat, Korrektorat, Formatierung von eBooks und Druckvorlagen für PoD-Varianten), sind ihre Ratschläge im Blog versteckt. Aber auch hier lohnt sich die Lektüre. Außerdem antwortet sie fix auf alle Anfragen – selbst wenn man (noch) kein Kunde von ihr ist!

Ich selbst habe mich nach Abwägung aller mir bekannten Optionen nun für folgende Variante für Gefühlte Wahrheit entschieden: Mein neuer Roman wird (zunächst) exklusiv bei Amazon als Taschenbuch (über den PoD-Service Create Space) und eBook (über KDP) erscheinen. Derzeit lese ich mich duch einige einschlägige Bücher zum Thema – sollte mir eines (oder mehrere) besonders erwähnenswert erscheinen, werde ich das hier selbstverständlich kundtun! Was ich aber in jedem Fall schon gelernt habe ist dies: Die reine Verfügbarkeit von Informationen bedeutet noch nicht, dass es auch viel machtvolles Wissen gibt. Das muss man sich wohl oder übel durch sinnvolle Selektion selbst erarbeiten. Leider …