Starallüren des Krümelmonsters

wantedNa, die Weihnachtstage gut überstanden? Während ich selbst über diese Frage nachdenke und nebenbei diese Zeilen schreibe, schlummert Toni entspannt auf dem Rücken liegend auf seinem Bett und träumt mit rudernden Beinen und interessanten Geräuschen. Wovon wohl? Mit Sicherheit kann ich es nicht sagen, aber die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass er von Weihnachten träumt. Denn ER fand die Festtage definitiv und ohne die geringste Einschränkung super! Was vor allem an zwei Dingen liegen dürfte: Aufmerksamkeit und Futter

Terrier mit Starallüren

Dass Toni gerne im Mittelpunkt steht und die Aufmerksamkeit eines möglichst breiten Publikums schätzt, ist nichts Neues. Jedoch hat dieses Streben nach Zuwendung seit einiger Zeit leicht pathologische Formen angenommen. Genauer gesagt seit er seine eigene Fan-Page auf Facebook hat. Dort kann er die unsinnigsten Dinge posten, die langweiligsten Fotos – seine Fans schenken ihm garantiert ein “gefällt mir” und häufig sogar eine verbale Huldigung. Das findet er fraglos grandios und wird zunehmend zickig, wenn ihm diese Art der uneingeschränkten Wertschätzung zuhause nicht entgegengebracht wird. Man könnte auch sagen: der Terrier entwickelt Starallüren!

Im Büro hält er Hof und lauert unschuldigen Besuchern auf, um sich die Öhrchen kratzen zu lassen und die endlosen Versicherungen zu empfangen, dass er der schönste und liebste Hund des Universums ist. Er betört die zartbesaiteten Kolleginnen, die seinem Blick nicht widerstehen können und “versehentlich” eine Brioche auf dem Schreibtisch “vergessen”. Was mich gleich zu einem weiteren Thema bringt: der Terrier wird kriminell! Doch dazu später.

Zurück zu Weihnachten. Wir haben das Fest dieses Jahr bei meinem Bruder verbracht – mit Kindern (Tonis zweibeiniger Cousine und Cousin) und Kegeln (Großeltern, Tante), mit Weihnachtsgans und Christbaum. Und vor allem mit viel, VIEL, sehr viel Aufmerksamkeit für den Hund. Und Geschenken. Auch für ihn lagen zwei Päckchen unterm Baum und seine Körpersprache vor der Bescherung war identisch mit der der Kinder: glänzende Augen, bebender Leib – und blinde Zerstörungswut beim Auspacken. Sollte jemand mal Hilfe beim Durchtrennen eines Kabelbinders benötigen, schicke ich gerne den Terrier vorbei … Der LED-beleuchtete, dildoartige Kauknochen und das textile Wurfgeschoss (vom Cousin “Bumeränger” getauft) waren jedenfalls ganz nach dem Geschmack des Tiers.

Kriminelle Energie

Dass er im weiteren Verlauf des Abends ein paar Wachsspritzer ins Fell bekam, hat ihn weit weniger gestört, als die Tatsache, dass ihm keiner etwas von der Weihnachtsgans abgegeben hat. Toni bekommt nichts vom Tisch! Eine eiserne Regel, die seit sieben Jahren gilt (seit er am 22.12.2008 im zarten Alter von zehn Wochen bei uns eingezogen ist) – und die er seitdem blöd findet.

Weihnachten Toni 2008Trotzdem hat er sich daran gehalten. Zähneknirschend zwar, aber immerhin. In den letzten Wochen ist allerdings eine erschreckende Tendenz zur Beschaffungskriminialität bei ihm feststellbar. Wenn es um Bälle ging, hatte er immer schon schwere kleptomanische Anwandlungen, bei menschlichen Nahrungsmittel jedoch war seine Impulskontrolle (oder die Angst vor Konsequenzen?) außerordentlich stabil. Ein Umstand, der mich vor Stolz hat platzen lassen. “Ich kann rohe Steaks unbeaufsichtig in der Küche liegen lassen, MEIN Hund geht da nicht ran!” Diesen und ähnliche Sätze habe ich gerne anderen Hundebesitzern unter die Nase gerieben, die mir von ihren verfressenen und diebischen Vierbeinern vorgejammert haben.

Doch nun? Nun muss ich – mal wieder! – Abbitte leisten, denn auch meine Töle ist ein durchtriebener Futterdieb! Allein am ersten Feiertag vertilgte er (vor dem Frühstück) einen Käsekuchen, der zum Abkühlen auf der Terrasse stand (und dort vergessen wurde) und (vor dem Kaffee trinken)  einen kompletten, üppig gefüllten Plätzchenteller! Wenn ich den Lebkuchen, den er sich letzte Woche aus einer geöffneten Packung im Büro stibitzt hatte und besagte Brioche in Betracht ziehe … Ich fürchte, da bahnt sich ein Problem an!

Happy New Year!

Ehe ich nun aber in hektischen Aktionismus verfalle, warte ich lieber den Jahreswechsel ab, denn meine kleinkriminelle, vierbeinige Diva ist ein fürchterlicher Angsthase bei Feuerwerk. Vielleicht verknüpft er mit der Ballerei ja seine ganzen Schandtaten der letzten Tage und ist ab 1. Januar wieder ein “braver Hund”? Hm. Wahrscheinlich eher nicht. Aber dafür gibt’s ja immer noch die Hunde-Domina.

In diesem Sinne: Habt einen geschmeidigen Jahreswechsel!! Alles Liebe und Gute für 2016 – Glück, Gesundheit und Abenteuer!

Serengeti lebt!

Circle_of_lifeAll jene, die wie ich mit Bernhard Grzimek, Heinz Sielmann, possierlichen Tierchen, Zeit für Tiere und der sterbenden Serengeti sozialisiert wurden, werden meine Freude verstehen! Die Serengeti lebt – zumindest im Frankfurter Westend. Für alle anderen: heute kommt mal wieder eine Terrier-Toni-Geschichte.

Selbst Herr Darwin hätte heute Morgen seine helle Freude gehabt: Leben und Sterben im Großstadtdschungel – inklusive “survival of the fittest” (okay, eher des Glücklichen, aber dazu später) und der Demonstration ausgefuchstester Kampftechniken – und das, obwohl kein Fuchs anwesend war.

Dabei begann es eher harmlos: Terrier Toni war unterwegs, um seine träge Zweibeinerin durch den Park zu scheuchen – und sie selbstverständlich vor allen Unwägbarkeiten und Gefahren zu bewahren. Die erste lauert in Form einer orangefarbenen Klobürste in einer Hecke. Bei näherer Betrachtung stellt sich die Klobürste als Schwanz und Hinterteil des wirklich gigantischen roten Katers heraus, der sich in der letzten Zeit häufig an fraglicher Stelle einfindet – und der im internen Sprachgebrauch bereits Garfield getauft wurde. Wegen seiner ausgeprägten Verachtung gegenüber jeglicher canider Lebensform – und seines offensichtlich gesegneten Appetits.

Toni wirft sich also todesmutig schützend vor seine Menschenfrau und stößt merkwürdige Geräusche aus, die wohl eine Mischung aus drohendem Knurren und atemlosen Würgen sind. Das Halsband an der straff gespannten Leine, nimmt ihm ein wenig die Luft. Garfield springt entsetzt aus der Hecke heraus, starrt seinen Widersacher wütend an, macht einen Buckel und sträubt seinen Pelz. Eine höchst imposante Performance, die selbst der Zweibeinerin ein wenig Unbehagen bereitet. Dieser Bestie ist alles zuzutrauen. Doch was hat Garfield im Maul?

Eine Frage, die sich auch der Terrier stellt, laut grunzt (die Leine, das Halsband …) und nähertreten will (was die böse Frau verhindert). Der Kater antwortet mit einem empörten Fauchen – was ein Fehler ist, denn dafür muss er seinen Höllenschlund öffnen. Die Beute fällt zu Boden – rappelt sich jedoch sogleich auf und rast auf vier kleinen Mauspfötchen zurück in die sichere Hecke. Toni ist verdutzt, der Kater rast vor Wut. Blanke Mordlust flackert in seinen gelben Augen und die Frau macht sich ernsthafte Sorgen um Leib und Leben. Der Terrier spürt das und stößt ein wahrhaft würdiges Knurren aus, das Garfield umgehend aus seiner Tobsucht holt und ihn auf den nächsten Baum flüchten lässt.

Wir fassen zusammen: Die Maus hat eine zweite Chance bekommen (und glaubt womöglich ab sofort an einen haarigen, wolligen Gott).  Der Terrier ist stolz auf seine edle (wenn auch versehentliche) gute Tat, hat aber einen neuen Todfeind.  Der Kater hadert mit der doppelten Demütigung und schwört Rache. Wie es weitergeht, erfahren Sie in der nächsten Woche, wenn es heißt: “Wer ist der wahre König der Löwen?”

Die Frage nach der überlegenen Spezies wird übrigens auch in Hundstage ausführlich thematisiert. Mit durchaus unterschiedlichen Interpretationsansätzen …

Killing me slowly … Slowfox

Shut_up_and_danceIch fürchte, dies hier wird ein Fitness-Post! Ich sag’s nur gleich, damit hinterher keine Klagen kommen.  Wenn ich mich in meiner Facebook-Timeline umschaue, da entdecke ich zwischen den Posts von Das Autorensofa und lustigen Airedale-Terrier-Geschichten vornehmlich Status-Updates meiner sportlichen Freunde.  Da werden Rekorde im Akkord geknackt und hehre Ziele ins Visier genommen: Marathon in Topzeit (Alternativ auch gerne: überleben), dreckverkrustete Mountain-Bikes von der letzten Höllen-Tour, Boxen, Bootcamp – was hast du nicht alles gesehen.

Damit kann ich leider nicht mithalten.  Gestern hat mich die erste Yoga-Stunde nach dreiwöchiger Pause schon an den Rand der Leidensfähigkeit gebracht und ich bin sehr froh, dass der Terrier bei den derzeitigen Temperaturen auch nicht schnell rennen mag. ABER ich habe ja seit einiger Zeit eine neue Leidenschaft: Tanzen! Nach einigen dramatischen Anfangsschwierigkeiten, kann ich nun erste Erfolge vermelden: Nach dem Anfänger- haben wir nun auch den Fortschrittskurs erfolgreich und mit Begeisterung absolviert! Jawoll!

Jetzt könnte es nahtlos weitergehen – mit der Vorbereitung aufs Tanzabzeichen in Bronze. Nur blöderweise grätscht da der Sommer dazwischen, so dass die Tanzschule des Vertrauens nur ein sehr abgespecktes Kursprogramm anbietet. Die nächsten regulären Bronze-Kurse starten erst im Herbst! Was richtig doof ist, denn bis dahin haben der Gatte – der übrigens ungeahnte Führungskompetenzen bei sich entdeckt hat – und meine Wenigkeit schon wieder alles vergessen.

Wir müssen also am Ball bleiben, bzw. auf dem Parkett. Das Kursprogramm wartet mit einigen Specials auf: Discofox Auffrischung Teil II (ich HASSE Discofox!), West Coast Swing (WTF??), Rock’n’Roll (wir wollen nichts übertreiben), Salsa – Merengue – Bachata (so locker sitzt die Hüfte dann doch noch nicht) und Slowfox! Slowfox klingt gut. Irgendwie gemütlich. Geschmeidig. Elegant. Nach enger Verwandtschaft zum Foxtrott (den ich sehr schätze). Schlicht: machbar!

Gesagt, getan und angemeldet. Und NACH der Anmeldung mal recherchiert, was es mit dem langsamen Fuchs so auf sich hat. Wikipedia behauptet doch glatt: “Slowfox (auch Slow Foxtrott) ist ein Standardtanz, der im 20. Jahrhundert in England aus dem Foxtrott entstand. Da der Slowfox sowohl technisch als auch musikalisch sehr anspruchsvoll ist, wurde er nicht ins Welttanzprogramm aufgenommen. So wird er in Tanzschulen erst in sehr weit fortgeschrittenen Kursen unterrichtet. Er wird als einer der fünf Standardtänze weltweit auf Standardturnieren der höheren Startklassen getanzt (bei Turnieren des DTV ab der C-Klasse).”

Was??? “Technisch und musikalisch sehr anspruchsvoll”? Erst in “sehr weit fortgeschrittenen Kursen”??? So ein Kursangebot kann man doch nicht einfach so auf einen Flyer drucken, den man Leuten wir MIR in die Hand drückt. Was haben die sich dabei gedacht? Und ja, was habe ich mir dabei gedacht?

Nach zwei vor Panik schlaflosen Nächten, habe ich jetzt die Taktik geändert und gucke mir nur noch Tanzvideos an (habe ja sonst nix zu tun … haha). Der Kurs startet am 23. Juli. Ich bin bereit. Und werde berichten.

Terrier, Thesen, Temperamente

Toni-Tobi_2Anlässlich der nahenden Veröffentlichung von HUNDSTAGE gibt sich heute Terrier Toni (fast 6, leicht neurotischer Bürohund) die Ehre und interviewt sein literarisches Alter Ego Tobi (ebenfalls Terrier, aber erst 3):

Toni: Meine Zweibeinerin hat gesagt, dass ich mich mal mit dir unterhalten soll. Weiß zwar nicht, was das bringen könnte, aber bitte. Hier bin ich.
Tobi: Ist doch lustig. Ich wollte dich schon die ganze Zeit treffen. Man sagt, dass ich dir sehr ähnlich sein soll. Halte ich aber für ein Gerücht. Ich bin jedenfalls einzigartig!

Toni: ICH bin einzigartig, du bist doch nur ein alberner Papiertiger und müder Abklatsch von mir.
Tobi: Papiertiger? Bezeichnest du mich etwa als KATZE?? Das wird Rocky gar nicht gefallen.

Toni: Wen kümmert’s? Außerdem kenne ich keinen Rocky. Ist das auch eine Figur aus dem komischen Buch von meinem Frauchen?
Tobi: Wie Buch? Rocky ist mein bester Freund und keine Figur, sondern ein Boxer und außerdem Chef im Revier. An seine Regeln halten sich alle. Und Regel Drei lautet: Wir fraternisieren niemals mit unwürdigen Haustieren wie Katzen, Wellensittichen und Hamstern.

Toni: Äh ja. Und was bedeutet dieses Fraternisieren jetzt genau?
Tobi: Na, dass wir uns nicht mit Katzen, Sittichen und Nagetieren anfreunden dürfen.

Toni: Aber fressen dürfen wir sie?
Tobi: Ich glaub schon. Hast du schon mal?

Toni: Nö. Aber ich jage sehr gerne Katzen. Bei uns nebenan wohnt eine schwarz-weiße Mieze, die fast immer unter Autos sitzt. Aber manchmal kommt sie auch raus und dann renne ich hinter ihr her. Jedenfalls dann, wenn kein Mensch am anderen Ende der Leine hängt.
Tobi: Das kenne ich. Ganz schön nervig diese Menschen. Aber nochmal zurück zu deiner Beleidigung. Ich lasse mich von dir nicht als Katze bezeichnen! Das geht echt zu weit.

Toni: Hab ich doch gar nicht. Ich habe nur gesagt, dass du ein Papiertiger bist. Also gar nicht echt.
Tobi: Ich werde dir gleich zeigen, WIE echt ich bin. Du spinnst ja wohl! [fletscht wütend die Zähne]

Toni: Reg dich wieder ab. Wenn wir uns hier kloppen, kriegen wir beide Ärger und ich muss wieder in meine Hütte.
Tobi: In deine Hütte? Musst du etwa draußen wohnen?

Toni: Nein. Die Hütte steht bei Carin im Büro. Sie und die von ihr engagierte Hunde-Domina Susanne sind der Meinung, dass ich darin am besten aufgehoben bin. Totaler Quatsch. Da kriege ich ja gar nichts mit, was so abgeht.
Tobi: Boah, das ist ja fies! Aber dafür musst du dir kein endloses Fisch-Geblubbere anhören so wie ich.

Toni: Ja, diese Szene hat mir meine Zweibeinerin auch vorgelesen. Unfassbar, dass die sich so einen Mist ausdenkt. Das muss ja die Hölle sein, von einem Goldfisch in Koma geschwallt zu werden.
Tobi: Das kannst du laut sagen. Aber du behauptest ja schon wieder, dass dein Frauchen sich das alles ausgedacht hat. Dabei ist es doch total real. Auch Anastasia. Die kann auch extrem nerven, sag ich dir …
Toni-Tobi_1
Toni: Immerhin hast du tagsüber jemanden, mit dem du quatschen kannst. Ich muss immer auf die Gassirunden warten. [lässt traurig die Ohren hängen]
Tobi: Um meinen Freund Rocky zu zitieren, der wiederum selbst dauernd den Film-Rocky zitiert: “Da wacht man nach ein paar Jahren auf und denkt man ist ein Gewinner, aber man ist es gar nicht. Man ist eigentlich ein Verlierer!”

Toni: Willst du damit sagen, dass ich ein Loser bin?
Tobi: Ähhhh … also … irgendwie … ja!

Toni: Pass bloß auf, Kleiner, sonst werde ich höchstpersönlich jedes einzelne Buch zerfetzen, in dem du wohnst! [knurrt bedrohlich]

Carin: Jungs? Jungs!! Bleibt friedlich. Alles ist gut. Keiner ist ein Loser. Ihr sei beide Helden. Und jetzt sollten wir dieses Treffen beenden. Komm, Toni, wir gehen heim!

Hundstage: Knastbruder Toni

Hundstage-liveEs kam, wie es kommen musste: der Hund ist in Therapie! Wobei sich bei mir langsam der Verdacht einschleicht, dass die tolle Hundetrainerin Susanne Blank eher die Frau an der Tastatur im Fokus ihrer Bemühungen hat, denn den Vierbeiner…

Dabei fing alles so harmlos an oder nein, harmlos war es nicht: eher krachend. Diverse Gewitter und andere Lärmquellen (beispielsweise Metallspinde, die im Hof mit einem Vorschlaghammer zertrümmert wurden – irrer Sound!) in den ersten Tagen hier im neuen Büro, haben der sensiblen Hundeseele arg zugesetzt und folgende Verknüpfung in seinem kleinen Hirn erzeugt: neues Büro = Lärm = Panik = erhöhte Aufmerksamkeit von allen Anwesenden = super (was man aber nicht zeigen kann, denn sonst ist die Aufmerksamkeit wieder weg) = also besser doch ausgewachsene Paniksymptome zeigen = eine völlig entnervte und verzweifelte Besitzerin = unterm Strich also doch blöd. Verkürzt war es also so: neues Büro = blöd!

Hundetrainerin Susanne hat den Viereiner jedoch schnell entlarvt:

  1. Wer richtig Panik hat, kann nicht fressen! Toni frisst immer!
  2. Wer richtig Panik hat, kann nicht spielen! Beim Bällchenjagen kann’s ruhig donnern.
  3. Wenn Frauchen cool bleibt, bleibt auch der Hund ruhig. Problem: Frauchen war sowas von überhaupt nicht mehr cool.
  4. Toni ist also ein durchaus sensibler, hochtouriger Terrier-Drama-King, der allerdings mit ausgefuchst-manipulativem Geschick seine überforderte Zweibeinerin (also mich) an den Rande des Nervenzusammenbruchs manövriert.

Großartig, oder? Jedenfalls müssen wir jetzt beide hart an uns arbeiten. Toni muss weite Strecken des Tages in seinem Indoor-Ställchen bleiben und das aushalten. Und ich muss dafür sorgen, dass er über weite Strecken des Tages in seinem Indoor-Ställchen bleibt (wie oft ich den Befehl “Hütte” schon gesagt habe!) – und es ebenfalls aushalten. Mal sehen, wer den längeren Atem hat. Apropos Atmen: das Hannibal Lecter’sche Psychopathen-Hecheln hat ER jedenfalls perfektioniert. Hundstage also in der Kiez-Bürogemeinschaft.

Dabei kommen die wahren Hundstage erst im Oktober zur Buchmesse: Der tierische Roman rund um Airedale Tobi, Goldfisch Cleo und Nerzlady Anastasia. Nur so viel: die Bremer Stadtmusikanten können einpacken!  Mehr dazu bereits in den allernächsten Tagen!