Die Sentimentalitätsfalle

Weine nicht, ... Keine Sorge, das hier wird kein Exkurs in die Tiefen des deutschen Schlagers, es geht vielmehr um anderes Wasser. Jenes nämlich, das mir aus den Augen tropft, wenn ich mal wieder in die Sentimentalitätsfalle getreten bin.

Gerührt bis auf die Knochen

Ich weiß nicht mehr genau, wann es angefangen hat, dass ich ständig vor Rührung weinen muss. Früher war ich deutlich abgebrühter. Als Kind habe ich bei Winnetous Film-Tod nur betroffen mit den Schultern gezuckt, aber meine Augen blieben trocken, während meine Freundin Tanja praktisch das gesamte elterliche Wohnzimmer geflutet hat. Wenig später bei der Lektüre des Buchs, sah die Sache schon anders aus. Das geschriebene Wort hatte schon immer deutlich mehr Macht über mich und meine Gefühle als bewegte Bilder. Mit einigen Ausnahmen – doch dazu später.

Warum haben ein paar dürre Buchstaben so einen Einfluss auf meinen Gefühlshaushalt? Ich habe keine Ahnung, aber es funktioniert in fast allen Lebenslagen. Sehe ich einen Bettler auf der Straße, nimmt mich das in der Regel mit, hat er oder sie ein Schild dabei mit der Aufschrift “Ich habe Hunger” oder “Ich friere”, bricht mir das Herz. Ganz wenige Wörter reichen, um massives Kopfkino auszulösen – und um meine Spendenbereitschaft deutlich zu erhöhen.

Anderes Beispiel: Ich bin seit Jahren in einer großen internationalen Airedale-Terrier-Gruppe auf Facebook. Darin tummeln sich knapp 13.000 irre Hundebesitzer aus der ganzen Welt, die Wohl und Weh ihrer Vierbeiner teilen. Bei so vielen Mitgliedern kommt es zwangsläufig recht oft vor, dass ein treues Tier aus dem Leben scheidet. Es gibt Tage, die beginne ich nach einem ersten Blick auf Facebook hilflos schluchzend, weil ich mit mir vollkommen fremden Menschen um deren verstorbenen besten Freund weine. Mein Mann findet das einigermaßen befremdlich …

Ähnlich geht es mir übrigens auch beim Schreiben. Wird es besonders romantisch oder traurig, brechen bei mir alle Dämme und sich sitze schniefend vor meinem Computer und lasse zu, dass Tränen in meine Tastatur tropfen. In letzter Zeit tappe ich immer häufiger in die Sentimentlitätsfalle. Und die muss nicht einmal mehr was mit Buchstaben zu tun haben. Kopfkino reicht völlig.

Here we go again

Oder auch nur Kino. Kam es früher so gut wie nie vor, dass ich mich im abgedunkelten Kinosaal oder vor der Mattscheibe zu größeren Emotionen habe hinreißen lassen, gehört das Päckchen Taschentücher inzwischen zu meiner Grundausstattung bei jedem Film-Event. Zur größten Belustigung von Nichte und Neffe, bin ich im Sommer 2017 sogar bei der wirklich haarsträubend-trashigen Pferde-Schmonzette Ostwind 3 – Aufbruch nach Ora am Ende in Tränen ausgebrochen. Die beiden lachen sich heute noch darüber schlapp …

Den größten Heul-Erfolg feierte in letzter Zeit aber eindeutig Mamma Mia – Here We Go Again! Seit ich denken und bewusst Musik wahrnehmen kann, bin ich Abba-Fan (also SEHR lange), daher war dieser Film ein Muss. Die teils harsche Kritik (ja, der Auftritt von Cher ist etwas … nun ja … eigenwillig …) konnte mich nicht abhalten, ich freute mich schlicht auf einen mitreißenden Musikfilm. Womit ich nicht gerechnet habe, war der Dammbruch, den ich erlebt habe. Es ging mit ein paar Tränen der Rührung los, als die ersten Takte erklangen und endete mit einer Flutwelle, die den Mann an meiner Seite nachhaltig verstört hat. Schuld hatten einige Trigger-Momente, die ich ohne zu spoilern nicht beschreiben kann – und Kirsten H. hat mich ausdrücklich darum gebeten, NICHTS zu verraten.

Zwei Wochen später habe ich mir den Film ein weiteres Mal angesehen. Diesmal mit einer Freundin, die beim ersten Durchgang ebenfalls ganze Passagen nur verschwommen wahrgenommen hatte. Wir waren also vorgewarnt und innerlich gestählt, doch … *schluchz* Auf dem Heimflug von Südafrika vor drei Wochen, dann der dritte Versuch: Mamma Mia im Double Feature. Teil eins habe ich mit einem seligen Lächeln auf den Lippen und einem warmen Gefühl im Herzen angesehen. Teil zwei ließ sich auch gut (und trocken!) an, doch im letzten Viertel, ging’s wieder los – just in dem Moment, als die Crew am Ende des Nachtflugs wieder für Beleuchtung in der Kabine gesorgt hatte …

Katharsis oder Katarrh?

Vermutlich könnte man es wunderbar psychologisch beleuchten, warum mich simple Worte und schlichte Filme (ganz zu schweigen von der Hochzeit von Harry und Meghan …) derart berühren können. Womöglich ist es eine Art Seelenreinigung (Katharsis), auch wenn ich mich danach häufig fühle, als hätte ich einen massiven Schnupfen (Katarrh) und entsprechend an Atemnot als Spätfolge meiner Sentimentalität leide.

Tatsächlich glaube ich, dass es eine Art Schutzreaktion ist. Die Realität (Terror, Kriege, Populisten, Klimawandel, Diesel-Skandal, FIFA-Korruption …) ist derart bestürzend, dass man ich eigentlich den ganzen Tag über heulen könnte. Doch weil das schwerlich möglich ist – zumindest, wenn man einigermaßen funktionstüchtig bleiben will/muss/soll -, sucht sich der zartbesaitete Teil in mir einen anderen Weg zur Psychohygiene. Vielleicht weine ich also gar nicht ursächlich um tote Hunde (und Indianer), sondern weil ich eigentlich an der Welt (ver)zweifle.

PS: Dies ist übrigens Beitrag 2 von 10 meiner persönlichen Dezember-Challenge. Inspiriert hat mich – unter anderem – Kirsten Höhn, weil sie in einem Kommentar Abba ins Spiel gebracht hat. Vielen Dank dafür!

Woher nimmst du deine Inspiration?

Wow! Erstaunlicherweise haben meinen letzten Blogpost nicht nur etliche Menschen gelesen, sondern viele sind sogar meinem Aufruf gefolgt und haben mir geschrieben, was sie gerne von mir lesen wollen. Vielen Dank dafür!

Woher nimmst du deine Inspiration?

“Woher nimmst du deine Inspiration?” war dabei eine Frage von Melanie Güllich (vielen Dank, du bist nun offiziell Patin dieses Beitrags – herzlichen Glückwunsch!), allerdings war es nicht das erste Mal, dass ich damit konfrontiert wurde. Erkundigungen nach dem vermeintlichen Musenkuss sind so häufig wie Sandkörner am Strand, und doch bin ich jedes Mal aufs Neue frappiert, denn die Frage stellt sich für mich einfach nicht.

Oder sagen wir, sie stellt sich für meine Geschichten nicht – sei es Romane oder Kurzgeschichten. Ganz offensichtlich ist die Frage nach Inspiration für Postings auf diesem Blog oder auch in den sozialen Medien mehr als berechtigt, siehe mein Hilferuf von neulich. In diesen Fällen ringe ich nämlich oft mit dem Problem, dass ich nicht den Hauch einer Ahnung habe, worüber ich schreiben soll. Für den Blog habe ich für die nächste Zeit diese Frage beantwortet: Die Inspiration habe ich delegiert! Zu diesem Beitrag hast du, liebe Melanie, mich inspiriert.

Frage beantwortet? Nein? Ich hab’s befürchtet …

Einfälle lauern in jeder Ecke

Also, woher kommen denn nun die Ideen, die meine Romane bevölkern? Ehrlich gesagt, weiß ich es nicht. Ich habe das Gefühl, dass sie einfach da sind. Manchmal versteckt, manchmal scheu, manchmal laut und vorwitzig. Oft habe ich den verstörenden Eindruck, dass in meinen Gehirnwindungen ein regelrechter Kampf ausgetragen wird, und ja, ich gebe es zu, es gewinnt meist die Idee, die am lautesten und penetrantesten HIER schreit. Zumindest fange ich dann an, mir ein paar weitere Gedanken zu machen. Fühlt sich das gut an, mache ich weiter, wenn nicht, ist die nächste dran. So entsteht meist ein erstes, grobes Gerüst einer Geschichte. Das kann ein Ort sein, eine Figur oder ein emotionaler Grundzustand, der eigentliche Plot kommt dann erst später. In meinem Fall häufig erst beim eigentlichen Schreiben. Dann setzen sich die vielen kleinen und großen Einfälle wie ein Puzzelspiel zusammen. Im Idealfall sind alle Teile vollständig, manchmal fehlen ein paar. Das ist dann … schwierig, aber auch ein ganz anderes Thema als das heutige.

Es gibt Kollegen – und glaubt mir, ich beneide sie glühend!! -, denen angeblich eine komplette Geschichte einfach so einfällt. Sie werden tatsächlich von der Muse (oder einer anderen höheren Macht) geküsst, wachen eines morgens auf und haben ihren kompletten Roman fertig im Kopf, so dass sie ihn “nur noch” aufschreiben müssen. Ich weiß nicht, ob es wirklich so funktioniert, es eignet sich aber prächtig zur Legendenbildung.

Wahrnehmen, filtern, sortieren

So gesehen bin ich wohl eindeutig eher eine Arbeitsbiene als eine Künstlerin. Mir ist nämlich wirklich noch nie einfach so eine geniale Geschichte eingefallen, die sich dann fast von alleine schreibt. Leider!

Dafür springen mich praktisch pausenlos Ideenfetzen an, die ich aufsauge wie ein Bartenwal seine Krill-Mahlzeit. Der Wal ist auch ziemlich wahllos (ist das nicht ein hübsches Wortspiel?) – er reißt sein rießiges Maul auf und fängt, was das Meer so anspült. Er will natürlich nur den leckeren Krill (=geniale Ideen), aber vor allem ist bei einer Maulvoll auch sehr viel Wasser (=heiße Luft) dabei, angereichert vielleicht ab und an von einem Fischlein (=eine besonders geniale Idee). Doch manchmal gibt’s auch fiese Plastikstücke (=lähmende, zersetzende Selbstzweifel). Der Wal filtert seinen Wasser-Nahrungs-Mix mit seinen Barten, schluckt Krill, Fischlein und bedauerlicherweise häufig auch die Plastikstücke und spuckt das Wasser wieder aus.

Genauso funktioniert das bei mir auch: Ich höre ein tolles Lied, eine Nachricht elektrisiert mich, ein Foto berührt mich, eine zufällige Begegnung löst Kopfkino aus. Mich kann wirklich alles und jeder inspirieren – und ganz vieles speichere ich in meinem Kopf-Archiv ab, weil ich es vielleicht mal brauchen kann. Vielleicht aber auch nicht.

Wenig überraschend, läuft es im Urlaub besonders gut. Da bin ich nicht so abgelenkt vom schnöden Alltag, sondern stelle alle Sinne auf Empfang und sammle Ideen. Die Wal-Analogie von eben ist übrigens auch kein Zufall. Ich war kürzlich in Südafrika und habe endlich (und zum ersten Mal in meinem Leben) Wale beobachten können. Richtig viele und richtig nah. Das war soooo cool und beeindruckend und noch viel besser, als alle bisherigen Delfin-Erlebnisse. Dazu werde ich ganz sicher sehr bald einen eigenen Beitrag schreiben, und vielleicht auch irgendwann mal einen Roman …

Die Inspiration nimmt mich!

Liebe Melanie (und alle anderen), ich hoffe, ich habe deine Frage beantwortet. Es ist also tatsächlich nicht so, dass ich die Inspiration nehmen muss, sondern dass sie mich nimmt. Wäre ich jetzt Charlotte, würde sich aus dieser Aussage ein wüstes Horizontal-Getümmel erspinnen (“Nimm mich!” “Nein, nimm du  mich!”), doch die ist glücklicherweise gerade anderweitig beschäftigt …

Leidenschaft oder Irrsinn

Gerade bin ich überglücklich, als eine von nur 20 Nominierten auf der Longlist zum Deutschen Selfpublishing Preis zu stehen! Doch es gibt Momente, da frage ich mich, ob es nicht vielleicht doch reiner Irrsinn ist, der mich antreibt …

Warum tu ich mir das eigentlich an?

Schreibe ich aus Leidenschaft oder ist es nackter Irrsinn, der mich immer wieder an den Schreibtisch treibt? Mich dazu drängt, ein Manuskript zu beginnen, zu bearbeiten, zu beenden und schließlich zu veröffentlichen? Die offizielle Antwort auf die beliebte Interviewfrage “Warum schreibst du?”  lautet natürlich Leidenschaft! Klare Sache, denn alle anderen Aussagen kämen irgendwie schräg rüber, oder?

Es ist ja auch die Wahrheit – irgendwie jedenfalls. Ich schreibe, weil sich ständig neue Ideen in meinem Kopf einnisten, die zu Geschichten werden, die erzählt werden wollen. Ich schreibe auch, weil ich nichts anderes kann. Diesen markigen Spruch platziere ich ebenfalls gerne in Interviews und auch darin liegt viel Wahres. Seit fast 20 Jahren schlage ich  mich als Freiberuflerin durchs Leben – vorwiegend schreibend. Nicht nur Romane (leider), sondern auch journalistische Artikel, PR-Texte, Social Media Content und der ein oder andere Ghostwriting-Job ist auch dabei. Schreiben ist also schlicht mein Beruf – und vielleicht auch meine Berufung.

Unter uns, es gibt Tage, an denen ich mich frage, warum ich nicht doch Floristin, Ärztin oder Steuerberaterin geworden bin. Vielleicht auch Sekretärin, Bankangestellte oder Flugbegeleiterin. Womöglich wäre auch Schornsteinfegerin eine gute Wahl gewesen …

Zweifel gehören dazu

Das passiert meistens an jenen Tagen, an denen ich meine Verkaufsstatistiken checke, sich “Leser” darüber beklagen, dass 2,99€ für ein 400-seitiges eBook deutlich zu viel sind oder an denen die Diskussionen über Piratenplattformen und/oder betrügerische “Kollegen” hochkochen. Da stelle ich mir schon mal ganz grundsätzlich die Sinnfrage, ob das wirklich so eine schlaue Karriereentscheidung war. An diesen Tagen nagen dann auch die Zweifel ganz tief im Inneren: Bin ich überhaupt gut genug? Interessieren meine Geschichten die Leute? Habe ich das nötige Rüstzeug an Know-how und Ellbogen, um mich im Haifischbecken Buchmarkt irgendwann durchzusetzen?  Wäre es nicht besser, meine Engerie und Kreativität in einen sicheren Job zu investieren?

Was mir über diese Phasen hinweg hilft, sind vor allem die Gespräche mit meinen Kollegen. Ich hatte das Glück in den letzten Jahren viele wunderbare Menschen kennenzulernen, die von demselben sonderbaren Virus heimgesucht werden. Auf Veranstaltungen, Messen und vor allem durch meine Mitgliedschaften bei der Autorengemeinschaft Das Autorensofa und im Selfpublisher Verband, habe ich schreibende Frauen und Männer getroffen, die nicht nur verständnisvolle Kollegen sind, sondern zum Teil auch Freunde wurden. Gegenseitiges Trösten und Motivieren hilft so viel mehr, als der liebevollste Zuspruch von Partnern, Familie und Freunden, die einfach nicht wissen können, wie tief der Frust in der sensiblen Autorenseele manchmal sitzt.

Leserfeedback ist das Größte

Besser als mitfühlende Leidensgenossen sind jedoch die Leser! Jedenfalls diejenigen, die sich die Mühe machen, ein Feedback zum gelesenen Roman abzugeben. Sei es als Rezension auf einer der einschlägigen Plattformen, als Empfehlung in den Sozialen Medien oder als persönliche Nachricht. Zu lesen oder zu hören, wie sehr das Buch gefallen hat, wie mit den Protagonisten mitgefiebert und -gelitten wurde, wie sehr diese oder jene Szene berührt hat, ist das ALLERGRÖSSTE überhaupt!

Liebe Leser, ahnt ihr überhaupt, wie viel Macht eure Worte auf uns Autoren haben? Wie eine kurze Rezension uns den Tag versüßen oder die Woche endgültig vermiesen kann? Ehrlich, es ist gleichermaßen beglückend wie erschreckend, aber letztlich schreiben wir ja nicht nur für Ruhm, Ehre und Geld, sondern vor allem für die Anerkennung. Dass also die Leser draußen in der freien Wildbahn bemerken, was wir uns in manchmal verzweifelten Stunden im stillen Kämmerlein ausgedacht haben.

Ich weiß, dass meine Geschichten nicht mainstreamig genug sind, um den Geschmack der ganz breiten Masse zu befriedigen, aber es macht mich überglücklich, wenn sie trotzdem ihr Publikum finden. Auch wenn der Weg dorthin manchmal recht mühsam ist …

Kadernominierung zur Königsklasse

Nun ist etwas passiert, was mich fühlen lässt, wie ein Fußballspieler vor der Kadernominierung zu einem großen Turnier. Auch wenn Vergleiche der Nationalmannschaft aktuell etwas unangebracht scheinen (einfach eine mentale Zeitreise zurück nach 2014 unternehmen, dann geht’s!), so treffend sind sie doch. Gestern wurde die Longlist (=Kader) zum Deutschen Selfpublishing Preis 2018  (=WM) bekannt gegeben. Mein Roman Robin – High in the Sky ist mit dabei. Er wurde zusammen mit 19 weiteren Titeln aus rund 1.100 Einreichungen ausgewählt, in den nächsten vier Wochen vor der Fachjury alles zu geben. Die sieben Jurymitglieder (=Turnier) prüfen nun, welche 10 Romane es auf die Shortlist (=Halbfinale) schaffen, die am 29.9. bekannt gegeben wird. Unter diesen 10 Titeln werden schließlich der Jury-Sieger und der Publikumspreis gekürt, die beide am 10.10. auf der Frankfurter Buchmesse (=Finale) bekannt gegeben werden.

Allein, dass ich beim Turnier dabei sein darf, ist so fantastisch, dass ich auf die Frage vom Anfang – “Warum schreibst du?” – im Augenblick eine ganz klare Antwort habe: Aus Leidenschaft und für meine Leser!

Drückt mir die Daumen und reicht mir während der nächsten Wochen Nervennahrung … DANKE!

Wie beim ersten Mal

Das erste Mal …

… ist meist ein ziemlich aufregender Moment. Egal, um WELCHES erste Mal es sich handelt. Der erste Schultag, der erste Arbeitstag, der erste Kuss, der erste Sex, die erste Präsentation, das erste Haustier, die erste Buchveröffentlichung, was auch immer. Es ist spannend, und nervenaufreibend, manchmal unglaublich beglückend, häufig recht indifferent und ab und an die blanke Katastrophe.

Im Moment bin ich jedenfalls ein nervliches Wrack und während ich diese Worte schreibe, zittern meine Hände vor Aufregung, dass ich Vertipper nicht ausschließen kann.  Doch ihr wollt jetzt endlich wissen, WARUM ich so uncharakteristisch neben der Spur bin, oder?

Der Grund ist meine nächste Buchveröffentlichung! Es ist die 30.! In Worten: die DREISSIGSTE! Man könnte also annehmen, dass ich mich diesbezüglich emotional inzwischen etwas besser im Griff habe, doch diesmal ist alles anders. Tatsache ist, dass mich die Veröffentlichungen 2-29 nicht ansatzweise so  mitgenommen haben, wie die Nummer 30. Warum das so ist, versuche ich nun zu ergründen.

Wie ich fast die Lust am Schreiben verloren habe

Ihr erinnert euch vielleicht noch an meinen letzten Blogpost – auch wenn er fast drei Monate her ist. Dieser Post Wie ich (fast) die Lust am Schreiben verloren habe, hat eine unglaubliche Resonanzwelle erzeugt, die mich erstaunt und fast so glücklich gemacht hat, wie die Umstände, die ich in diesem Beitrag beschrieben habe. Dass ich nämlich einen radikalen Schnitt machen musste, um wieder Freude an meiner Arbeit zu finden. Das Schreiben wieder zu lieben.

Und ja, ich habe meine Blogpause hauptsächlich mit der Arbeit an diesem Manuskript verbracht, habe es radikal verändert und es sich in Ruhe entwickeln lassen. Herausgekommen ist nicht nur mein bislang längster Roman (das Taschenbuch ist üppige 380 Seiten dick), sondern mit Sicherheit auch der emotionalste.

Scheu vor großen Themen?

Schon klar, das sagen die meisten KollegInnen von ihren Büchern und auch  in meinen bisherigen Geschichten kann man die ganze Bandbreite an Gefühlen finden – allerdings immer ein wenig weichgezeichnet und häufig von einer ironisch distanzierten Warte aus betrachtet. Das war mir gar nicht so bewusst und es hat sich in all den Jahren bei den Büchern 1-29 auch nie jemand darüber beklagt – weder Leser noch Lektoren. Vielmehr haben mir die meisten Rezipienten bescheinigt, wie lockerflockigluftigleicht sich meine Romane weglesen lassen.

Dieses Kompliment hat mich jedoch träge und selbstzufrieden gemacht und irgendwann auch immer mehr irritiert. Warum? Weil die Themen, die ich gerade in den letzten Romanen behandelt habe vieles waren, nur nicht leicht. Und da spreche ich jetzt nicht einmal nur von meiner Alzheimer-Geschichte Tage zwischen Ebbe und Flut. Die war bewusst so angelegt, dass dieses schwierige Thema verträglich konsumiert werden konnte. Nein, das gilt vor allem auch für die letzten Charlotte Taylor-Geschichten. Da habe ich mir schon die Frage gestellt, warum es niemand groß erwähnenswert fand, dass es dabei auch um Themen wie Apartheid, Rassenkonflikte, Cyber-Mobbing (Hot Chocolate – Ein Herz für Ryan), Depressionen, Suizid und düstere Familiengeheimnisse (San Francisco Millionaires Club – Derek) geht.

Die einfache Antwort auf diese Frage lautet natürlich: “Weil die Leser doof sind und diese Bücher nur wegen der expliziten Szenen gekauft haben!” Doch das wäre nicht nur anmaßend und unverschämt meinen Lesern gegenüber, sondern schlicht auch falsch!

Die ehrliche Antwort ist weitaus niederschmetternder: Weil ich diese Themen lediglich als weichgezeichnete Kulisse angelegt hatte, die man  wahrnehmen kann, aber nicht muss! Das ist ein Konzept, hinter dem ich im Grunde immer noch stehe, denn nichts finde ich schlimmer, wenn jemand in einem Unterhaltungsroman die Moralkeule schwingt oder belehren will. Aber trotzdem – irgendwas fehlte. Vielleicht nicht den Lesern, aber ganz sicher mir selbst.

Der schmale Grat zwischen Kitsch und echtem Gefühl

Dieses “was fehlt” wurde mir so richtig bewusst, als ich an Robin – High in the Sky geschrieben habe. Es fehlte in meinen früheren Geschichten das echte, das wahre Gefühl!

Nicht falsch verstehen, ich konnte die Leser schon immer zum Lachen und zum Weinen bringen, konnte dafür sorgen, dass sie einen fiesen Antagonisten hassen und atemlos mit dem Protagonisten mitfiebern. Das ist nicht weiter schwer, das ist reines Handwerk. Das ist aber, wenn man es schlecht macht, auch aufgesetzte Effekthascherei und Kitsch!

Ich habe mir dann die Frage gestellt, wie ich auf Romane reagiere. Warum mich manche Geschichten, die als emotionale Achterbahnfahrt angepriesen werden, mich mit einem schalen, fast gelangweilten Gefühl zurücklassen – obwohl sie ein ganzes Arsenal an dramatischen Szenarien bereithalten. Und andere, völlig unaufgeregt erzählte Episoden mich tief berühren.

Bei diesen Gedankenspielen bin ich immer wieder bei den tiefen Emotionen gelandet – und habe festgestellt, dass niemand wirklich gerne dorthin geht, wo es wehtut. Weder Autoren, noch Leser. Es ist eine Sache von und über große Liebe, tiefe Verzweiflung, glühende Leidenschaft, lähmende Angst, Fröhlichkeit, Trauer, Freude, Depression zu schreiben. Eine ganz andere ist es, diese Gefühle beim Schreiben auch wirklich wahrzunehmen und die eigenen Empfindungen auch in den Text hineinfließen zu lassen!

Ein echtes erstes Mal!

So gesehen ist Robin – High in the Sky nicht nur meine 30. Veröffentlichung, sondern tatsächlich ein richtiges Debüt. Der erste Roman, in dem ich die schützende Distanz zur Geschichte, meinen Protagonisten und ja, zu den Gefühlen, aufgegeben habe. Ganz ohne Visier sozusagen.

Ich weiß nicht, ob es mein bester Roman ist, es ist sicher nicht der persönlichste, aber zweifellos mein ehrlichster bislang! Und genau das ist es, was mich jetzt am Tag vor der Veröffentlichung so unfassbar nervös macht.

Werden die Leser die Geschichte mögen? Werden sie das Buch kaufen, obwohl ich auch diesmal nicht am marktüblichen Preiskampf beteilige? Werden sie es auch in ausreichender Menge kaufen, damit sich meine Ausgaben auch rechnen? Werden sie bereit sein, sich berühren zu lassen? Werden meine Marketing-Maßnahmen ausreichend sein? Wird man mich mit anderen Augen wahrnehmen? Und falls ja, ist das besser oder schlechter?

Von all den anderen Zweifeln, die mein fantasiebegabtes Autorenhirn gerade martern, mag ich hier sicherheitshalber nichts schreiben, doch es bleibt bei der Grundaussage: Frau Müller hat Angst vorm ersten Mal! Frau Taylor übrigens auch – und es ist ihr Name, der auf dem Cover steht.

Anhang

Da ich nach dem üppigen Text niemanden mehr mit einer Buchbeschreibung langweilen möchte, zeige ich hier einfach nur den Buchtrailer. Viel Spaß und danke für die Aufmerksamkeit! Mehr Infos gibt’s auch auf meiner Charlotte-Seite.

Wie ich (fast) die Lust am Schreiben verloren habe

Wie ich  die Lust am Schreiben verloren habe …

“Schreibblockade? Kenn ich nicht!” Das habe ich jahrelang getönt und ja, es stimmt auch heute noch. Schließlich verdiene ich mein Geld seit fast zwei Jahrzehnten mit Schreiben, und zu seinem Job sollte man sich doch auch dann aufraffen können, wenn man keine Lust darauf hat, oder? Das gilt natürlich in erster Linie für Artikel, die ich für allerlei Medien und Kunden verfasse, aber ich habe mich immer auch stolz damit gebrüstet, dass ich diese Konsequenz auch bei meinen Romanen an den Tag lege: Nie habe ich einen Abgabetermin verpasst, nie hat man einer Passage angemerkt, dass ich mich gerade massiv dazu zwingen musste, sie zu schreiben.  Es ist doch schließlich mein Job, den ich mir sehenden Auges freiwillig ausgesucht und das nötige Handwerk sehr gründlich gelernt habe.

Schleichender Prozess

Ich kann mich nicht mehr genau daran erinnern, wann es losging – es muss wohl im Laufe von 2016 gewesen sein -, doch irgendwann wurden die Phasen des Mich-Zwingen-Müssens immer ausgedehnter. Es fing damit an, dass ich immer weniger gebloggt habe – hier auf dieser Seite und meinem Fußball-Blog, der inzwischen sogar komplett auf Eis liegt (was auch, aber sicher nicht nur an der immer öder werdenden Bundesliga liegt) -, dass ich also auf etwas verzichtet habe, was mir sonst mehr Spaß als vieles andere gemacht hat.

Richtig Fahrt aufgenommen hat die Frustphase dann ausgerechnet in 2017, dem Jahr mit den bislang meisten Veröffentlichungen von mir.  Es waren acht Einzeltitel plus zwei Kurzgeschichten in Anthologien – alles zusamengerechnet an die 1.500 Taschenbuchseiten. Das ist weniger als viele KollegInnen pro Jahr produzieren, aber für mich eine gigantische Menge, die auch erst mal geschrieben werden will. Dazu kam, dass ich bis auf meine Kinder SciFi-Geschichte Ferien auf Tarkanus X, recht monothematisch unterwegs war. Nur als Charlotte Taylor mit fünfmal Hot Chocolate und dreimal Millionaires Club. Doch kann das ein Grund sein?

Auf Spurensuche

Wohl kaum – schließlich ist das doch mein Job, nicht wahr? Und soweit ich mich erinnere, hat mich keiner jemals dazu gezwungen, als Charlotte Taylor unterwegs zu sein. Also woran lag es dann?

Wahrscheinlich gibt’s darauf keine einfache Antwort und ich schätze, dass die Gründe vielfältig sind und auch äußere Faktoren eine enorme Rolle spielen. So habe ich im letzten Jahr bei vielen  geschätzten KollegInnen Phasen der Verzweiflung mitbekommen – wenn der neue Titel nicht so gelaufen ist, wie erhofft, wenn die hilflose Wut über Piraten und/oder Abzock-Betrüger auf Amazon überhand genommen hat oder wenn einfach die Sinnfrage kam: “Mögen die Leser überhaupt, was ich schreibe?” Einige haben auch aufgegeben, haben ihren Traum zu Schreiben ad acta gelegt und sind wieder in den angestammten Job zurückgekehrt.

Auch mich hat das zermürbt. Genau wie der ständige Abnutzungskampf bei den Marketingbemühungen: Wer mobilisiert die meisten Fans? Wer hat die tollsten Goodies? Wer hat den niedrigsten Preis? (dazu habe ich ja schon erschöpfend viel geschrieben …) Wie halte ich ungeduldige Leser bei der Stange? Soll ich Werbung schalten? Und wenn ja wo und wie lange?

Ein sinnvolles Marketing kostet oft Geld aber immer Zeit – und Zeit ist bei so vielen Veröffentlichungen, wie ich sie 2017 hatte, Mangelware. Auch wenn es KollegInnen gibt, die ähnlich viel produzieren, dazu noch kleine Kinder haben und das alles erstklassig gewuppt bekommen. Vor ihnen ziehe ich in tiefer Bewunderung (und ja, durchaus auch glühendem Neid!) meinen Hut. Ich kann das jedenfalls nicht.

Neues Jahr, neues Glück

Dann kam der Jahreswechsel und mit ihm die fast charmant-naive, aber in jedem Fall irrige Annahme, dass im neuen Jahr alles besser werden würde! Doch warum sollte es? Wenn sich sonst nichts ändert? Eben!

Die Feiertage habe ich ausgeknockt mit Fieber und Grippe im Bett verbracht, wohl wissend, dass ich in den ersten Januartagen die allerletzte Hot Chocolate-Episode werde schreiben müssen. Nur eine Kurzgeschichte von läppischen 30, 40 Seiten. Sollte doch ein Klacks sein, oder? Wenn es gut läuft, brauche ich für so etwas zwei Tage. Diesmal waren es zehn. Tage und Stunden voller qualvoller Agonie. Ich habe mich zu jedem einzelnen Wort mit Gewalt zwingen müssen. ZU! JEDEM! EINZELNEN! WORT!

Unmittelbar nach der Abgabe, musste ich mich schon dem nächsten Manuskript zuwenden, das DRINGEND auf Fertigstellung wartete: Meinen dritten und insgesamt finalen Teil der Millionaires Club-Reihe. Auf diese Geschichte habe ich mich eigentlich sehr gefreut, denn ich habe dafür – wie ich finde – großartige Figuren entwickelt. Doch es blieb zäh. Jedes Wort war eine Qual. JEDES! EINZELNE! WORT!

… und sie völlig überraschend wiedergefunden habe!

Trotzdem bin ich am Ball geblieben. Ist doch schließlich mein Job … blablabla. Es gab ja auch schon ein Cover, Goodies hatte ich ebenfalls schon besorgt, Leser waren via Facebook und Snipsl angefixt und die absolut finale Deadline war gesetzt, genau wie der Veröffentlichungstermin. Irgendwann ging es plötzlich etwas besser beim Schreiben, die Story nahm Fahrt auf und ein Ende war in Sicht. Letzten Donnerstag wollte ich noch das Finale schreiben und sie dann am Freitag ins Lektorat geben. Yeah.

Doch dann ist etwas passiert, womit ich nicht gerechnet habe: Die Geschichte hatte sich in meinem Kopf festgesetzt (das habe ich seit Gefühlte Wahrheit nicht mehr erlebt), die Protagonisten haben mir unerhörte Ideen eingeflüstert (das weiß ich in der Regel gut zu unterbinden)- und es wurde immer mehr Text (das war noch nie da)!

Durch meine journalistische Arbeit kann ich ziemlich gut mit Zielvorgaben umgehen. Will jemand eine Reportage über 7.000 Zeichen, dann bekommt er sie. Will ein Verlag einen Roman, der 300 Seiten lang ist, dann schreib ich exakt so viele. Kein Problem. Das ist alles ganz normales Handwerkszeug wie Dramaturgie, Spannungsbogen, etc. Ich bin in der Regel auch immer sehr planvoll unterwegs und so vor überraschenden Plottwists geschützt. Doch diesmal?

Schockmomente

Diesmal habe ich mich auch gewehrt! Ich wollte die Geschichte im gewünschten Umfang von maximal 180 Seiten beenden. Auf ungefähr Seite 198 (und etwa fünf Seiten vorm großen Happyend) kam mir dann am Donnerstag ein Einfall, der mir beinahe einen Herzstillstand eingebracht hatte. Sollte ich diesem Impuls folgen? Oder besser nicht? Meine Kolleginnen im virtuellen Schreibbüro auf Facebook haben mir Mut gemacht: Go for it! Wenn es so massiv raus will, dann muss es raus. Okay, aber was wird dann aus meinem Roman? Diese neue Entwicklung lässt sich nicht auf fünf Seiten einbauen – und überhaupt? Kann ich das den Fans zumuten? Die erwarten doch bestimmt etwas ganz anderes als das?

Panik-Anruf bei “Ober-Millionärs-Mutti” Viola Plötz aka Ava Innings, um ihr schonend die Neuigkeiten beizubringen, dass … Ja was eigentlich? Sie war es dann, die gesagt hat: “Vergiss den Millionaires Club, mach aus Robin etwas eigenes!” Aber? “Kein Aber. Mach es! Das wird großartig!”

Schockmoment – kein Millionär mehr? Kann ich Viola und die Fans wirklich hängen lassen? Zugegeben, die Story war von der klassischen Millionärs-Romanze ohnehin meilenweit entfernt, doch dass waren Ian und Derek ja auch schon ziemlich und … Außerdem habe ich noch NIE mein Wort gebrochen und ein vereinbartes Projekt nicht realisiert. Aber die Geschichte hat so viel Potenzial …

Der Sprung ins kalte Wasser … kann sehr erfrischend sein!

Okay, ich wage es! Verschrotte meine Goodies, vergesse meinen Veröffentlichungstermin, enttäusche womöglich die treuen Millionaires-Club-Fans, brauche ein neues Cover, einen neuen Klappentext, einen neuen Letkoratstermin, eine neue Veröffentlichungs- und Marketingstrategie – und bekomme statt der erwarteten Panikattacke einen wahren Glücksrausch!

Plötzlich fühlt sich alles richtig an! Plötzlich sprudeln die Ideen! Plötzlich ist sie wieder da, die Lust am Schreiben! Und so stark, wie lange nicht mehr.

Ich weiß nicht, ob es die richtige Entscheidung war, ich weiß nicht, ob meine Leser mitgehen werden, ich weiß nicht, ob sie die Geschichte mögen werden, in der wohl viel weniger Charlotte und viel mehr Carin steckt. Ich weiß nur: Für MICH fühlt es sich im Augenblick richtig gut an. Ich liebe meine Figuren und die Geschichte! Aber vor allem ist das Schreiben plötzlich keine reine Arbeit, kein bloßes Handwerk mehr, sondern wieder wahre Lust und Leidenschaft!

Und nun?

Ich weiß, dass ich unter (Zeit)Druck trotzdem gut arbeiten kann, aber ich will nicht mehr bei dem Irrsinn mitmachen, alle ein, zwei, spätestens drei Monate einen neuen Titel auf den Markt zu werfen. Ich will mir mehr Zeit für meine Geschichten nehmen, will dann auch mehr Zeit für eine sinnvolle Marketing-Strategie haben. Ich habe so viele Ideen für Carin, Charlotte und Nirac (die mit den Aliens!) in der Schublade, dass ich für die nächsten Jahre wohl Vollbeschäftigung hätte, aber ich will offen bleiben für Impulse und warten, bis mir eine Geschichte zuflüstert, dass sie jetzt dran ist! Das gilt übrigens gleichermaßen für meine Selfpublisher- wie Verlagsveröffentlichungen. Vom Gefühl her ist da ohnehin kein Unterschied. Von Endlos-Serien werde ich mich in nächster Zeit vermutlich eher fernhalten, auch von Shorties, stattdessen will ich mich auf fein ausgearbeitete, abgeschlossene Romane konzentrieren.

Aber vor allem werde ich zukünftig auf mein Herz hören – und hoffen, dass diesen Weg auch einige Leser mitgehen!

Meinem Dank all jenen, die bis hierhin durchgehalten haben! Dieser Text ist für einen Blogpost VIEL zu lang, aber hey, ich hab jetzt wieder Lust am Schreiben!