Sind wir nicht alle ein wenig Charlotte?

Charlotte MomentsDie letzte Woche hatte es in sich! Das Manuskript für den neuen Roman beendet (übrigens eine völlig seriöse, sexfreie Geschichte!), dreimal Tanzen gewesen (davon zweimal auch vollkommen seriös!), sämtlichen Problemzonen erfolgreich den Kampf angesagt (inklusive einem mittelseriösen Besuch bei den Schwiegereltern) und schließlich ein echter Charlotte-Moment! Nein, genaugenommen waren es sogar zwei!

Charlotte Moments

Für all jene, die es noch nicht mitbekommen haben (oder bei weniger seriösen Themen schamhaft abblenden): Charlotte ist “die Andere” und schreibt horizontale Literatur. So nenne ich es jedenfalls immer. Andere nennen es Erotik. Gut. Ist mir auch recht. Jedenfalls bin ich (oder die Andere?) in dieser Funktion nun stolzes Jury-Mitglied für die Skoutz-Awards. Darüber werde ich bei allernächster Gelgenheit ausführlich berichten. Ich muss mir allerdings noch überlegen, ob ich die Rolle eher wie Dieter oder doch wie Heidi anlege … Egal, denn der zweite Charlotte-Moment der Woche war nämlich noch beeindruckender!

Vor allem für Kollegin T.! T. ist meine über alles geschätzte Lieblingsgrafikerin, innigst geliebte Zimmergenossin in der Büro-WG (seit einer guten Woche) und: Sie hatte Geburtstag! Daher haben Kollegin D. und ich beschlossen, dass wir ihr einen Charlotte Moment schenken – und ihr einen Stripper gebucht! Dass es letztlich zwei wurden, wie genau es dazu kam und was es im Vorfeld für Hürden zu nehmen galt, wäre eine Geschichte für sich, aber die werde ich wohl mal in einem der nächsten Romane verarbeiten. So viel Platz haben wir hier nicht.

Jedenfalls tauchten zwei zauberhafte, blutjunge Kerle auf – selbstredend waren sie auch gut gebaut, schön eingeölt (die entsprechende Lotion haben wir erst heute im Aufzug gefunden – don’t ask!) und hatten alle notwendigen Moves drauf – und was passiert bei Kollegin D. und mir? Nein, wir sind nicht sabbernd vor ihnen in die Knie gegangen, sondern haben uns vor lauter Muttergefühlen kaum noch eingekriegt. Sie waren einfach zu goldig: Sie wollten keinen Alkohol, sondern Fanta, hatten ein bisschen Hunger und waren auch sonst von welpenhafter Verspieltheit, dass uns für die Showeinlage auf der Party schon ganz mulmig wurde. Denn würden die zwei putzigen Jungtiere mit der nötigen Verve und Virilität ans Werk gehen? Damit sich auch alle – insbesondere T.! – auch richtig charlottig fühlen?

Die Sorgen waren – wie die Fotos andeuten – natürlich vollkommen unbegründet! Die Show hatte den gewünschten Effekt, die Party war danach so ausgelassen, dass auch die größten Tanzverweigerer ihre steifen Hüften schwangen. Und außerdem … nein, das wird hier auch nicht verraten. Nur so viel: Gelegentlich ein paar Charlotte Moments können erstaunliche Wirkungen erzielen!