What’s next? Welchen Roman soll ich als nächstes schreiben?

#Whatsnext? What’s next? Was als nächstes schreiben?

Ihr habt ein Weilchen nichts mehr von mir gehört – also zumindest nichts von der Autorin Carin Müller. Das lag daran, dass der Wirtskörper letztes Jahr komplett mit der “Parasitin” Charlotte Taylor beschäftigt war, die ein Buch nach dem anderen rausgehauen hat. Das wird 2018 anders. Versprochen. Während Charlotte noch an ihrem letzten Millionär schreibt, bringe ich mich in Position, denn es soll 2018 mindestens EIN Buch unter meinem richtigen Namen geben. Doch was? Eins ist klar, es wird in jedem Fall ein Hund vorkommen, der meinem zumindest optisch ähnelt.

Da ich mich nicht entscheiden kann, dürft/sollt/müsst ihr mithelfen: Was würdet ihr am liebsten lesen?

Hund A: Tristan

Die Story: Der egozentrische, leicht psychotische, aber unglaublich attraktive Sänger John strauchelt im Leben und in seiner Karriere. Drei sehr unterschiedliche Frauen – seine Therapeutin, seine Agentin und seine Haushaltsperle – versuchen, ihn wieder auf Spur zu bekommen. Die Hauptrolle im düsteren Musical “It’s Magic!” könnte seine Rettung sein, wenn nicht plötzlich seltsame Dinge passieren würden…

Hundefaktor: 5-10% – der treue Tristan hat vor allem dekorative Funktion

Für Fans von: “Tanz der Vampire” (dem Musical) und “Gefühlte Wahrheit” (meinem Herzensroman)

Hund B: Yoshi

Die Story: Airedale Terrier Yoshi versucht mit reichlich tierischer und etwas menschlicher Hilfe, den brutalen Mord an seinem Käseladen-Besitzer-Herrchen aufzuklären. Dabei gibt es ein Wiedersehen mit einigen Figuren aus “Hundstage”. Schräger Hundekrimi mit viel Humor.

Hundefaktor: 100% – mehr Hund geht nicht. Neben Yoshi tummeln sich noch etliche andere Vierbeiner in der Geschichte.

Für Fans von: “Mein Partner mit der kalten Schnauze” (Film) und “Hundstage” (meinem Hunderoman)

Hund C: Rufus

Die Story: Da gibt es noch keine konkrete Idee, aber mir schweben weitere Geschichten meiner Kinder-Science-Fiction-Serie [W]HOLE-Kids vor. Gut, wem mache ich was vor? Ich werde von einer gewissen minderjährigen Leserschaft unter Druck gesetzt. Es könnte also ein neues Abenteuer von Tim Lawrence geben, die er mit seinem Hund Rufus und seinen Freunden Jack, Nero und Kallah bestreitet.

Hundefaktor: 20% – Rufus sorgt dafür, dass den Kids nichts passiert … oder umgekehrt.

Für Fans von: “Raumschiff Enterprise” (TV-Serie) und “[W]HOLE-Kids” (von meinem zweiten Pseudonym Nirac Rellum)

Tristan, Yoshi oder Rufus?

Welchen Hund soll ich mir also als nächtes vornehmen? Bitte stimmt hier in den Kommentaren oder auf meiner Facebook-Seite ab, damit ich weiß, welche Geschichte ich als nächstes schreiben soll. Unter allen Teilnehmern verlose ich am 31.1.2018 ein signiertes Taschenbuch von mir (oder Charlotte oder Nirac) nach Wahl – schreibt euren Wunsch ruhig schon zum Kommentar . Der Gewinner wird via Mail benachrichtigt. Danke für’s Mitmachen.

“Lola, hol den Dildo!”

Shake itMit diesem Satz war ich heute Vormittag konfrontiert. Und nein, ich habe weder Pornos geguckt, noch war ich Gast in einem Swinger-Club. Ich war lediglich mit meinem Hund beim Joggen. Im Frankfurter Niddapark. Mit Dutzenden anderen Menschen – und Lola!

Lola ist ein zauberhaftes Geschöpf, das mir bereits unmittelbar beim Betreten des Geländes aufgefallen war. Denn der zarte Prager Rattler schleuderte ein ziemlich großes, längliches, neongrünes Teil fröhlich in die Luft, um es sogleich selbst wieder zu fangen. Das müsste Toni mal in den Sinn kommen. Er will immer nur, dass man ihm ein Spielzeug schmeißt, dann fängt er es und gibt es nicht mehr her. Idealerweise nie mehr. Aber das nur am Rande. Selbstredend hat dieses Spektakel nicht nur meine, sondern auch seine Aufmerksamkeit erregt, also nichts wie hin.  Er war – natürlich! – schneller und just dann mitten im Geschehen, als sich Lolas Herrchen das grüne Ding geschnappt hatte und in hohem Bogen auf die Wiese warf. Mit der Aufforderung: “Lola, hol den Dildo!”

Lola rennt los, doch Toni ist – natürlich! – schneller. Mit Triumph in den Augen trabt er, die Trophäe im Fang, an mir vorbei außer Reichweite. Ein Blick auf das grüne Ding genügt: Es könnte wohl wirklich ein … “Dildo, Dildo, Dildo!” – kräht nun die etwa zweijährige, blondgelockte Tochter des Lola-Besitzers. Offenbar empört, dass sich der fremde Terrier das Familien-Juwel geschnappt hat. Kann man irgendwie verstehen.

“Lola, nun hol dir doch deinen Dildo zurück!” Die Aufforderung des Familienvorstands prallt ungehört am Vierbeiner ab – vielleicht wollte sie sich aber auch nicht mit einem Rüpel-Rüden anlegen, der locker zehnmal so schwer ist wie sie. Es bleibt also mir überlassen, das frivole Spielzeug zurückzuerobern. Habe ich schon mal erwähnt, dass Toni Spielzeuge (vor allem illegal erworbene) nicht gerne wieder hergibt? Toni hopst also höchst vergnügt in weiten Bögen um mich herum. Ich schwanke zwischen Wut- und Lachanfällen, das blonde Mädchen ruft mit wachsender Verzweiflung “Dildo, Dildo, Dildo” und das interessierte Publikum stellt sich in immer größerer Zahl ein. Schließlich gelingt es mir, den Terrier davon zu überzeugen, den “Dildo, Dildo, Dildo!” herzugeben. Okay, ich habe ihn niedergerungen und … aber das gehört jetzt nicht hierher. Applaus des Publikums und Übergabe des schlüpfrigen Etwas an Lolas Frauchen: “Bei mir ist er in guten Händen!”

PS: Trotz des holprigen Starts haben Toni und ich dann doch noch ein paar Kilometer abgespult – offensichtlich beide mit wüstem Kopfkino, denn er gönnte sich am Schluss eine ausgedehnte Abkühlung.

Noch ein PS: Ich muss ja leider zugeben, dass die (teilweise) erfundenen haarsträubenden Szenen in Hundstage nicht auf das “Dildo, Dildo, Dildo!”-Niveau heranreichen. Sie sind aber trotzdem lustig und lesenswert!

50 Shades of Gähn

Shades of ... redIch wollte ja eigentlich nichts zum absoluten TOPTHEMA der Woche, ach was: des Jahres, bloggen, aber auch ich komme nicht daran vorbei. Obwohl ich streng genommen noch nicht einmal mitreden kann, denn ich habe das Buch (ja, ich weiß, es gibt derer sogar DREI) nicht gelesen. Zumindest nicht komplett. Nach zwei Kapiteln habe ich resigniert. Ich fand es sprachlich dürftig und die Geschichte … nun ja. Egal. Spielt ja auch keine Rolle. Vielen, SEHR vielen anderen Menschen hat es gut gefallen und das ist doch schön. Vor allem für die Autorin, die ich natürlich glühend beneide. Das muss ich wohl an dieser Stelle ebenfalls zugeben.

Worüber ich mich in den letzten Tagen allerdings extrem amüsiert habe, waren die zahlreichen vernichteden und extrem lustigen Kritiken zum SoG-Film. Ich habe übrigens lange gebraucht, bis mir klar wurde, dass “SoG” die Hashtag-freundliche Abkürzung der fünfzig Grauschattierungen ist. Aber das liegt womöglich nur daran, dass ich ein bisschen schlicht bin und auch beim Thema Kabelbinder nur an, nun ja, Kabel denke und nicht an elaborierte Beischlaf-Techniken.

So, jetzt habe ich schon einiges an Wörtern gesammelt und streng genommen noch keine wesentliche Aussage in den Beitrag eingebaut. Schuld daran trägt die Tatsache, dass ich aus meiner kryptischen Notiz “CM-Blog SoG mit SP-Challenge und TK-Update” nicht mehr so recht schlau werde. Als ich diesen Satz am Dienstag in meinen Kalender eingetragen habe, schien mir alles sonnenklar, aber heute? SoG ist abgearbeitet – wenn auch sicher nicht im meiner dienstäglichen Absicht. SP steht für Selfpublisher, aber im Augenblick weiß ich von keiner anderen Challenge, als meine täglichen Kniebeugen und das mörderische Planken (don’t ask!). Vermutlich hat der Muskelkater die Denkfähigkeit stark eingeschränkt. Und was bitte bedeutet “TK-Update”? Die einzige Assoziation, die ich mit TK habe, ist Tiefkühlkost. Und dazu kann ich fast noch weniger sagen als zu SoG.

Sachdienliche Hinweise werden übrigens gerne angenommen! Vielleicht habe ich ja jemanden über mein geheimnisvolles Vorhaben in Kenntnis gesetzt? Danke.

Dass ich übrigens auch in kohärenten Sätzen schreiben und Geschichten mit Sinn produzieren kann, lässt sich ganz leicht in meinen Romanen nachprüfen. Gefühlte Wahrheit und Hundstage – mit ein bisschen Sex, aber garantiert frei von Kabelbindern. Happy Valentine!

Mahler, Muckis und die Sache mit der USP

USP_Wieviel Alleinstellungsmerkmal braucht der (Indie)Autor? Da sind sich die Gelehrten einig: Ein möglichst scharf definiertes Profil kombiniert mit einer idealerweise glasklaren USP (= Englisch bzw. Beraterdeutsch für Alleinstellungsmerkmal) sind der Schlüssel zum Erfolg.

Jetzt könnte die Autorin einwerfen, dass es vielleicht ein wenig wichtiger wäre, wenn man über Fantasie und wenigstens rudimentäres Sprachgefühl verfügt, doch das scheint eindeutig zweitranging zu sein. Oder um es mit einer lieben Freundin aus der Coaching-Branche zu sagen: “Was ist es, was dich in eine Talkshow bringt?”

Bitte? Nun lege ich schon mal grundsätzlich keinen gesteigerten Wert auf einen Talkshow-Auftritt. Und wenn doch, könnte man mich zu praktisch jedem Thema einladen, denn ich interessiere mich für vieles und habe zu fast allem eine Meinung – oder kann zumindest so tun als ob.

Und genau das scheint mein Problem zu sein. Ich kann mich nicht darauf festlegen, lustige Hunderomane zu schreiben. Ich möchte auch nicht bis ans Ende meiner Tage Geister über Kreuzfahrtschiffe hetzen und Paare zueinanderfinden lassen. Und am allerwenigsten will ich hier in diesem Blog ständig über diese Dinge schreiben. Es langweilt mich nämlich!

Gestern Abend war ich beispielsweise in der Alten Oper und habe mir Gustav Mahlers 3. Symphonie angehört. Anschließend waren der Mann an meiner Seite und ich uns einig, dass es viel besser war, als einst im Münchener Gasteig und mindestens so gut, wie vor vielen Jahren im Nationaltheater. Soweit hätte uns das kulturbeflissene Publikum vielleicht noch beipflichten können. Bei unseren Überlegungen, dass der neue Chefdirigent des HR-Sinfonieorchesters Andrés Orozco-Estrada von seinem Habitus sehr an Pep Guardiola erinnert, wären die meisten wohl ausgestiegen.

Doch warum eigentlich? Warum kann man nicht gerne in klassiche Konzerte gehen und gleichzeitig ein riesiger Fußball-Fan sein? Und wieso ist es anrüchig, wenn man parallel dazu auch noch kenntnisreich über Dallas (die TV-Serie, nicht die Stadt!)  und Herausforderungen bei der Hundeerziehung parlieren kann und möchte? Warum interessiert es darüber hinaus niemanden, dass ich derzeit meinen Astralleib mit Kniebeugen, Planks und Handständen (okay, Handstand-Versuchen!) stähle? Und gleichzeitig beim Tanzen versage? Warum sollte ich immer nur über eine Sache reden und schreiben?

Weil es erfolgversprechend wäre – sagen die, die es wissen müssen. Weil ich mich tödlich dabei langweilen würde – sage ich. Dieser Widerspruch ist ein Problem. Vor allem für meine Autoren-Existenz. Nicht nur Verlage haben allergrößtes Interesse daran, einen Autor oder zumindest seine Werke in eine klare Schublade zu stopfen. Nein, auch als Selfpublisher wird man mehr oder weniger dazu genötigt. Blöd!

Noch blöder ist jedoch, dass ich jetzt sogar den Beweis für die Richtigkeit dieser These habe! Ich habe nämlich kürzlich einen Teil meines Ichs outgesourced (ist vermutlich eine eine beginnende bipolare Störung?!) und mir ein Pseudonym zugelegt. Also noch eines, denn “Spielerfrau Carrie” ist ja schon lange in Fußballdingen unterwegs. Die andere Char … Schlampe hat eine sowas von eindeutige USP  – und vor exakt einer Woche ihr erstes Buch veröffentlicht. Wobei “Buch” schamlos übertrieben ist, denn es handelt sich um eine kleine, wenn auch sehr charmante Episode einer Serie. Und was soll ich sagen? Char …, also die Schlampe, verkauft mit ihrem klar definierten Profil und der recht monothematischen Ausrichtung ihr eBook wie geschnitten Brot!

Das ist zwar erfreulich für sie (und indirekt ja auch für mich), aber auch sehr frustrierend. Denn ob ich die Konsequenz aus dieser Erkenntnis wirklich ziehen will? Ich fürchte nein. Ach ja, Char … also die Schlampe steht übrigens auch nicht für Talkshows zur Verfügung!

Falls es Leser gibt, die keine Angst vor Vielfalt haben, denen möchte ich gerne meine beiden aktuellen Romane ans Herz legen. Hundstage und Gefühlte Wahrheit decken fast alles ab (nur keine Vampire) und sind zudem außerordentlich unterhaltsam. Ehrenwort!

FBM14: Lesen und Messen

Lesen-Shoppen-CollageKleine Anregung für den neuen Duden: “messen” sollte zukünftig nicht nur für “Maß nehmen” stehen, sondern auch als Verb für anregende bis anstrengende Messebesuche gelten dürfen. Da könnte man den Satz “Ich bin drei Tage lang über die Frankfurter Buchmesse gehetzt und habe viele Termine gehabt” mit einem schlichten “Ich war messen “ abhandeln und hätte trotzdem alles Wesentliche gesagt. Als Freundin knapper Umfänge (Roman nicht mehr als 300 Seiten, Film nicht länger als 90 Minuten) käme mir das jedenfalls sehr gelegen…

Ich war also messen @ fbm14 – drei Tage lang, und war in erster Instanz wie immer vollkommen überwältigt (man könnte auch sagen: schockiert) ob der schieren Masse an Büchern. Wer soll das alles lesen??? Über die unüberschaubare Menge an Fußball-Literatur (man muss es wohl so nennen) habe ich mich gestern bereits an berufener Stelle gewundert, aber auch die anderen Genres buhlten mal subtil, mal schreiend um Aufmerksamkeit. Da kann man sich als Autor schon mal recht klein und unbedeutend fühlen.

Um dem entgegenzuwirken, habe ich mir einen Tipp meines Lieblings-Selfpublisher-Blogs Ebokks.de zu Herzen genommen: Raus aus der Komfortzone, rauf auf die Lesungsbühne! Die war am Freitag Abend sehr kuschelig – weil von meinen Büro-Genossinen von LOCKSTOFF in ihrem Showroom organisiert. “Lesen und Shoppen” stand am Freitag Abend auf dem Programm und genau das taten wir auch: Olivia de Winter aka Micha Goebig las aus ihrem neuen Roman Wann wenn nicht jetzt und ich präsentierte zwei Szenen aus Hundstage. Mit freundlicher Unterstützung von Terror-Terrier-Toni, der eifrig das Entertainment übernahm. Danke an Dagmar und Ulla für den wunderbaren Rahmen, Michael und Jan für die tollen Fotos und allen Gästen fürs Kommen, für viel Applaus und einige verkaufte Bücher und Shirts! DANKE!!

Und da ich die Komfortzone schon mal verlassen habe, werden die nächsten Wochen wohl ziemlich spannend, denn zwei meiner Messe-Termine haben zu erstaunlichen Ergebnissen geführt (zu gegebener Zeit gibt’s dazu mehr!). Dank meiner frisch erworbenen neuen Autoren-Software werde ich das möglicherweise sogar alles wuppen können… Es bleibt spannend.