Schöner Bohren oder Sex auf der Baustelle

Sex auf der BaustelleZeig mir deinen Arbeitsplatz

In praktisch jedem (Blogger-)Interview werde ich gefragt: „Wie schreibst du am liebsten?“ oder „Hast du bestimmte Rituale beim Schreiben?“ oder auch gerne: „Zeig uns deinen Arbeitsplatz!

Da fange ich schon unter normalen Umständen zum Rumeiern an. Denn ehrlich gesagt, ist es mir ziemlich Schnuppe, wo und wie ich schreibe. Wenn der Druck groß genug ist, schreibe ich einfach überall und in jeder Situation. Und da ich in der Regel überhaupt erst mit Schreiben beginne, wenn ich Druck habe … Das ist alles sehr unglamourös, ich weiß, und ich war schon mehrfach versucht, die Mär vom strahlend weißen, total cleanen Schreibstudio am Meer in die Welt zu setzen, doch das glaubt mir ja doch keiner.

Rituale

Ein hilfreiches Ritual habe ich jedoch schon: Ich stehe total auf „Schreib-Battles“. Das ist eine ebenso glorreiche wie sinnlose Einrichtung, die mich aber regelmäßig und zuverlässig zu zügigem Output inspiriert. Ich bin Mitglied in einer Schreibgruppe auf Facebook, in der sich einzelne Mitglieder zu kleinen Schreibeinheiten verabreden. Gestern habe ich beispielsweise recht erfolgreich mit Mila und Laura „gebattelt“. Nach den vereinbarten 30, 45 oder 60 Minuten trifft man sich wieder auf Facebook, teilt seine Wort-Anzahl mit, jammert rum (wenn es schlecht gelaufen ist) oder freut sich (wenn die schwierige Szene plötzlich flutscht). Es geht um nichts – völlig egal, wer die meisten Wörter hat – aber es funktioniert. Zumindest für mich.

Da ich im Moment wieder einen recht sportlichen Abgabetermin vor der Brust habe, ziehe ich seit ein paar Tagen regelmäßig in den Kampf und habe so innerhalb einer Woche ein Fünftel des Manuskripts fertig.

Grenzerfahrung

So weit, so gut. Allerdings habe ich – unglücklicher Planungsfehler – im Moment auch eine Baustelle zuhause. Drei Räume werden renoviert. Nicht von mir, sondern von Menschen, die sich auskennen. Doch ich bin natürlich vor Ort, um die Handwerker mit klugen Ratschlägen zu nerven.

Wenn ich das nicht tue, versuche ich zu schreiben. Mit dem Laptop. Auf dem Sofa. Und im Hintergrund die Geräusche, der fleißigen Handwerksmänner. Das ging die letzten Tage prima – nicht einmal die Lackdämpfe haben mich nachhaltig aus dem Tritt gebracht. Doch heute morgen sollte es die erste pikantere Szene im Roman werden – zu einer Tageszeit (9 Uhr), zu der ich normalerweise noch nicht einmal sprechen kann (geschweige denn andere Dinge …). Doch ich war ja schon lange wach, der Maler an sich bevorzugt schließlich die Frühschicht.

Ich lege also los: „Mit hungrigem Blick taxierte er ihren nackten, verschwitzten Leib …“ Aus dem Flur: „Frau Müller, habe Frage!“ Ich rapple  mich hoch und gehe in den Flur, wo sich gleich darauf folgender Dialog entspinnt:
Handwerker: „Wo ist Dichtung?“
Ich: „Welche Dichtung?“
Handwerker: „Na, Dichtung von neuer Duschabtrennung.“
Ich: „Keine Ahnung. In der Packung?“

Um es abzukürzen: die Dichtung war nicht dabei! Die nächsten Tage werden wir also entweder stinken oder beim Duschen das Bad unter Wasser setzen. An Schreiben war erstmal nicht zu denken, stattdessen standen Telefonate mit diversen Kundencentern auf dem Programm. Nachdem das Dichtungsproblem gelöst war und die Handwerker mit belegten Brötchen versorgt waren, sollte es bei meinen Protagonisten weitergehen.

Safer Sex

War der Schweiß der Heldin schon getrocknet, war der Held noch hungrig? Die beiden waren jedenfalls sehr ungeduldig, endlich weitermachen zu können. Sie küssten sich, sie berührten sich, sie säuselten sich Schweinereien ins Ohr und wollten gerade zur Sache kommen – er nestelte schon am Kondom rum – als die Bohrmaschine aufkreischt.

Nun könnte man sagen, dass „Bohren“ ja durchaus das passende Leitmotiv wäre, doch … nein, es ging einfach nicht mehr. Zumal Augenblicke später erneut ein anklagendes „Frau Müller, habe Frage!“ erschallte. Die Schublade der Wandkommode passte nicht. Ich war mir keinerlei Schuld bewusst, schließlich bin ich seit Jahren stolze Trägerin des „Großen Ikea Basteldiploms am Bande“, und außerdem habe ich mich präzise an die Aufbauanleitung gehalten. Nach einigem Hin und Her, haben wir schließlich auch diese (und noch ein paar weitere) Klippe umschifft. Puh. Dann könnte ich ja eigentlich …

Doch der vorsichtige Blick auf mein Manuskript offenbar Erschütterndes:  Der Heldenpenis ist erschlafft und die Protagonistin duscht. Mist. Das wird heute wohl nix mehr.

Was lernen wir daraus?

Sex auf der Baustelle ist ein No Go!

In diesem Sinne – ich werde jetzt putzen. Schönes Wochenende.

Ein Herz für Schnäppchenjäger

PreisaktionEs mag wie ein Widerspruch klingen, vor allem wenn man meine Brandrede GEGEN Preisaktionen noch im Ohr hat, doch meinen Herzensroman Gefühlte Wahrheit gibt’s kurze Zeit zum Schnäppchenpreis!

eBook-Preisaktion

Und nein, ich verrate nicht meine Ideale, denn 99 Cent gibt’s bei mir definitiv nicht (mehr)! Ihr habt es vielleicht mitbekommen, dass mein Indie-Erstling ein neues Cover bekommen hat. Daher möchte ich gerne meine Freude darüber mit meinen Lesern teilen, die kurze Zeit (vom 13.-31.7.!) die Chance haben, den Roman kennenzulernen. Im Aktionszeitraum kostet das eBook in allen Shops statt 4,99 € nur 1,99 €. Beispielsweise bei Amazon, Thalia, Hugendubel oder Bücher.de.

Taschenbuch-Preisaktion

Taschenbuch-Fans, die auch das alte Cover schätzen (ich mag’s ja auch immer noch), können – so lange der Vorrat reicht – ein signiertes Exemplar für 7,99 € (statt 9,99 €) bei mir bestellen. Innerhalb Deutschlands verschicke ich versandkostenfrei. Einfach eine Mail an gw[at]carinmueller.de schreiben, dann melde ich mich mit allen Details. Zum Buch gibt’s übrigens reichlich Goodies – Kühlschrankmagneten (im alten UND neuen Design!), ein aufwändiges Booklet und eine Postkarte im neuen Design. Aber schnell sein, ich habe nicht mehr viele Exemplare!

Klappentext

Liebe ist die Anwort! Dumm nur, dass weder Selma noch Henri eine entsprechende Frage gestellt haben. Denn die Liebe? Die hat sich bei der Sportjournalistin und dem Schiffsoffizier jeweils mit lautem Getöse verabschiedet. Genauso übrigens wie die letzten Jobs der beiden. Als sie sich nun auf dem Segelkreuzfahrtschiff Flying Cloud zufällig kennenlernen, sind sie vor allem mit sich selbst beschäftigt. »Was ist schon wahr?«, fragen sie sich zunächst und kommen zu erstaunlichen Erkenntnissen.

Ein Roman über die Macht der Freundschaft und die Magie der Liebe – in welcher Form auch immer. Eine Urlaubslektüre mit Geist (was durchaus wörtlich zu verstehen ist) und Witz – und so tiefgründig wie der Ozean.

Weitere Infos, warum das Buch ein neues Outfit bekommen habt, findet ihr hier.

Wahre Gefühle – gefühlte Wahrheit

MetamorphoseWehmut und Vorfreude

Ab heute werden an die hundert Menschen Post von mir bekommen. Eine Postkarte mit dem neuen Cover von Gefühlte Wahrheit. Weitgehend kommentarlos – einfach nur so. Fast wie ein Urlaubsgruß. Womöglich bist du/sind Sie einer davon und nun auf der Suche nach einer Antwort. Gerne! Ich muss dafür nur ein bisschen weiter ausholen:

Gefühlte Wahrheit ist eine Geschichte, die mir so wichtig war, dass ich sie – obwohl Verlage abgewunken haben – unbedingt schreiben und veröffentlichen wollte. Der Roman, der im Mai 2014 erschienen ist, hat aus einer Verlagsautorin eine Selfpublisherin gemacht. Dabei sind mir, trotz ziemlich guter Vorbereitung, reichlich Fehler unterlaufen – doch gelernt habe ich auch eine Menge: Über das Abenteuer Indie-Autor, über die Vorlieben von Lesern – und darüber, warum Verlage manchmal (für Autoren) unangenehme Entscheidungen treffen.

Die Geschichte von Selma, Henri und Kito wurde nämlich nicht gerade zum Bestseller, wie ich es mir (heimlich) erhofft hatte, sondern tat sich aus vielen Gründen schwer: uneindeutiges Genre, schräges Personal, verwirrender Klappentext und ein Cover, das ganz offensichtlich zunächst eine völlig falsche Botschaft aussendet. Die letzten beiden Punkte habe ich lange nicht wahrhaben wollen, denn ich fand meine Kurzbescheibung rasend originell und die visuelle Gestaltung traumschön.

Man lernt nie aus

Die allermeisten Leser, die sich die Mühe einer Rezension gemacht haben, waren dann auch begeistert von der Geschichte, doch eine nicht zu ignorierende Anzahl hat zudem Dinge geschrieben wie: „Das Cover hat mich erst gar nicht angesprochen“ oder „Ohne Empfehlung hätte ich es mir nie gekauft“. Hmpff. Die Autorin war zunächst ein wenig bockig und verschnupft, dann schulterzuckend resigniert und schließlich vor allem mit anderen, neuen Projekten beschäftigt. Beispielsweise mit meinem neuen Roman Tage zwischen Ebbe und Flut, der am 1. September als Taschenbuch und eBook bei Droemer Knaur erscheint.

Bei diesem Roman passt alles zusammen: Inhalt, Klappentext und Cover! Was war ich verliebt, als ich die Grafik zum ersten Mal gesehen habe. So und nicht anders muss mein Buch aussehen!

Ich kam ins Grübeln. Wie wäre es, wenn … Sollte ich dem alten Gaul noch mal neue Eisen gönnen?

Die Geschichte hat es verdient

Ich habe mich dann für ein neues Outfit entschieden! Warum? Weil es die Geschichte verdient hat. UND weil es Tage zwischen Ebbe und Flut ohne Gefühlte Wahrheit schlicht nicht geben würde.

Nein, es ist nicht die Fortsetzung, aber die Reise des 70-jährigen Alzheimer-Patienten Felix und seiner Familie findet auf der Flying Cloud statt, jenes Schiff, das in Gefühlte Wahrheit in Dienst gestellt wurde. Und es gibt ein Wiedersehen mit ehemaligen Protagonisten – jetzt als Nebenfiguren.

Außerdem haben wir im Lektorat von Tage zwischen Ebbe und Flut drei Kapitel gestrichen, die für die eigentliche Geschichte nicht relevant sind, aber eine wunderbare Brücke schlagen zu Gefühlte Wahrheit.

Daher erstrahlt Gefühlte Wahrheit ab sofort im neuen Glanz. Das Cover hat die wunderbare Sabine Kwauka gestaltet, die auch für Tage zwischen Ebbe und Flut den Stift in der Hand hielt. Am Originaltext hat sich nichts geändert, aber es gibt rund 40 Seiten neues Material, das vielleicht Lust macht, die Reise mit der Flying Cloud im September fortzusetzen.

Wenn die diversen Online-Shops richtig arbeiten, sollten Taschenbuch und eBooks ab sofort in neuem Look erhältlich sein – und hoffentlich eine Menge neuer Leser und Fans finden.

Wer Gefühlte Wahrheit schon kennt, aber neugierig ist auf das Bonusmaterial, kann es sich hier kostenlos in den Formaten PDF, ePub und Mobi runterladen. Viel Spaß damit!

Ich will auch eine Postkarte!

Wie oben erwähnt, habe ich eine Menge Postkarten verschickt, aber natürlich längst nicht alle. Wer gerne eine haben möchte, schreibt mir am besten eine Mail mit seiner Adresse an postkarte[at]carinmueller.de.

Taschenbuch-Sale

Da ich noch ein paar nagelneue Taschenbuchexemplare mit dem alten Cover habe, gibt’s die im Sale für 7,99 € statt 9,99 €! Wer ein singniertes Exemplar haben möchte – inklusiver aller Goodies (alte und neue!) schreibt mir bitte ebenfalls eine Mail (postkarte[at]carinmueller.de). Innerhalb Deutschlands verschicke ich ohne Versandkosten. EU-Ausland plus 2 €! So lange der Vorrat reicht.

PS: Die neuen Exemplare sind leider noch nicht angekommen, Bestellungen nehme ich aber gerne entgegen!

BREXIT – oops, they did it!

EuropaIst es denn die Möglichkeit, der BREXIT ist da! Die Briten haben es tatsächlich getan und „NO“ gestimmt zum Verbleib in der Europäischen Gemeinschaft. Und auch am Tag nach Verkündung des Referendumsergebnisses, sind die Reaktionen darauf vielfältiger als die EU Mitglieder hat. Man kann es einfach nicht fassen. Man will es nicht glauben.

Übrigens auch viele im Königreich nicht. Dort hat immerhin knapp die Hälfte für einen Verbleib in der Union gestimmt – vor allem die Jüngeren, Zweidrittel aller Schotten und die meisten Nordiren. Auch einige BREXIT-Befürworter kratzen sich bereits heute voller plötzlicher Zweifel am Kopf, statt mit Schampus und Kaviar den Sieg ihres Volkswillens zu feiern. Denn das größte Versprechen der BREXIT-Initiatoren wurde bereits schon wieder kassiert. Es hieß, dass die angeblich wöchtenlich 350 Millionen Pfund, die Großbritannien an die EU zahlt (diese Zahl stimmt natürlich nicht, but who cares?), praktisch sofort ins völlig marode Gesundheitssystem des Landes fließen soll. Diese Ankündigung, die laut Umfragen DAS wesentliche Argument für viele der älteren Wähler war, für den Austritt zu stimmen, hat UKIP-Chef Farage gestern – quasi unmittelbar nach dem Wahlsieg – schon wieder gekippt. Warum wohl?

Exit from BREXIT?

Nordirland erwägt den Anschluss an Irland, Schottland will raus aus dem Königreich und rein in die EU. Über eine Million Briten haben heute bereits für ein neues Referendum gestimmt, offenbar um den Exit vom BREXIT zu erreichen. Premierminister Cameron, der übrigens das ursprüngliche Referendum persönlich angestoßen hat!, weigert sich nun, den Austritt offiziell bei der EU zu beantragen und sagt, das möge doch bitte sein Nachfolger tun, der im Oktober das Amt übernimmt. Boris Johnson, Ex-Bürgermeister von London, großer BREXIT-Verfechter und Trump-Doppelgänger, der wohl Cameron beerben will, tönt jedoch, dass es ja so wahnsinnig eilig nicht sei mit dem Austritt. Und so weiter und sofort …

Wenn es nicht alles so schrecklich traurig wäre, könnte man über diese ganze Sache als gigantischen Monty-Python-Sketch betrachten. Doch leider ist es wirklich und wahrhaftig passiert. Und keiner weiß, welche Konsequenzen es haben wird. Für die Briten, für Europa, für jeden von uns.

Warum nicht Great Europe statt Great Britain?

Als ich Mitte der 80er-Jahre auf Schüleraustausch in Straßburg war, haben wir dort auch das EU-Parlament besichtigt und eine Führung gehabt. An die Details kann ich mich nicht mehr erinnern, wohl aber an das Gefühl, dass dieser Besuch bei mir, dem nerdigen Teenager und Star Trek-Fan ausgelöst hat: aus der Europäischen Gemeinschaft (die damals übrigens noch viel kleiner war als heute), könnte irgendwann mal, vielleicht in nicht allzuferner Zukunft eine echter Staat werden. Ich hatte mir das damals ähnlich vorgestellt wie die USA – und es als ersten Schritt in Richtung einer Weltgemeinschaft empfunden. Eine Vorstellung, die ich immer noch schön fände, aber inzwischen begriffen habe, dass ich diese Utopie sicher nicht mehr erleben werde.

Dabei würde eine europäische Republik so viele Probleme beheben – wie man wunderbar in diesem Interview mit der Politikwissenschaftlerin
Ulrike Guérot nachlesen kann. Sie sieht die aktuelle EU übrigens auch durchaus kritisch – der ganze schwerfällige, technokratische Apparat, das Ungleichgewicht, die teils undemokratischen Strukturen. Doch noch kritischer sieht sie das erstarkende Nationalstaatsdenken. Zurecht wie ich meine, denn glaubt denn wirklich jemand ernsthaft, dass alles besser wird, wenn ich meine Grenze dicht mache und meine Landesflagge in den Vorgarten stelle? Ich fürchte, das glauben im Moment eine ganze Menge Leute. Weil sie irrationale Ängste haben, die von skrupellosen Hetzern à la Boris Johnson (oder Donald Trump) mit Wonne aufgegriffen und verstärkt werden.

An der EU ist im Moment wirklich nicht viel sexy, aber wäre es nicht besser, wir würden alle ein bisschen Energie darauf verwenden, DIESE Zustände zu ändern, statt zu heulen und wie beleidigte Kleinkinder die eigenen Sandförmchen zu beschützen? Und bitte jetzt nicht das Argument, dass man gegen „die da oben“ ohnehin nichts ausrichten kann. In sämtlichen europäischen Staaten (auch in den Nicht-EU-Ländern) herrscht Demokratie. Will heißen, die Macht liegt beim Volk. Jeder Bürger kann etwas tun – wenn er es denn wirklich will!

Vielleicht bin ich naiv oder dämlich, aber ich habe die Hoffnung auf ein echtes Europa noch nicht aufgegeben. Und wer weiß, vielleicht werde ich es sogar doch noch erleben, dass ich statt eines deutschen Personalausweises einen Europa-Pass im Geldbeutel trage. Ich würde mich freuen!

Ein Meer voller Erinnerungen

Ein Meer voll Erinnerungen1Es dauert zwar noch gut drei Monate bis mein neuer Roman Tage zwischen Ebbe und Flut (ET 1.9.2016 bei Knaur) erscheint, aber ab sofort gibt’s hier im Blog regelmäßige Updates und Hintergrundgeschichten.

Vor zwei Stunden habe ich die letzten Korrekturen des zweiten Lektoratsdurchgangs eingearbeitet. Die Schlussredakteurin geht gerade noch einmal über das Manuskript und ab morgen wird bereits der Drucksatz gemacht. Ich freue mich schon so, endlich das fertige Taschenbuch in den Händen zu halten. Ist das Cover nicht der absolute Knaller? Ich finde, es strahlt unglaublich viel aus. Obwohl die Designerin nur ein relativ oberflächliches Briefing bekommen hat, ist es ihr gelungen, die Essenz meiner Geschichte visuell einzufangen.

Nach fast vier Jahren ohne Verlagsveröffentlichung (die letzte war 2012 „High Heels und Hundekuchen„) und zwei Jahren als reiner Selfpublisher (der erste Indie-Roman „Gefühlte Wahrheit“ kam im Mai 2014 raus), ist es mal wieder eine spannende Sache, mit einem Verlag zusammenzuarbeiten. Bisher macht es wirklich großen Spaß und ich kann die frohe Botschaft verkünden, dass wir gemeinsam eine Menge toller Leser-Aktionen stemmen werden. Trotzdem ist es natürlich ungewohnt. Vor allem die langen Zeiträume – auch wenn es bei diesem Projekt für einen Verlagstitel irrsinnig schnell gegangen ist. Wäre Tage zwischen Ebbe und Flut ein Indie-Roman, würde es vom aktuellen Stand der Überarbeitung bis zur Veröffentlichung vielleicht noch zwei Wochen dauern. Doch die Wartezeit werden der Verlag und ich sinnvoll nutzen. Versprochen!

Schaut also immer mal hier rein oder abonniert am besten direkt meinen Newsletter (oben rechts auf der Startseite meiner Website), damit ihr nichts verpasst. Hier gibt’s einen Blick in die offizielle Taschenbuch-Herbst-Vorschau. Sieht die Seite nich toll aus?

Fette Hunde – fette Autos

Fetter Hund - fettes AutoWarum SUV?

Meine Abneigung gegenüber SUVs dürfte hinlänglich bekannt sein. Viele Wörter (und auch Worte) habe ich darauf schon verschwendet und noch mehr Menschen gegen mich aufgebracht. Doch es will sich mir einfach der Sinn nicht erschließen, warum man in einer Großstadt mit relevanter Feinstaubbelastung und Parkplatzmangel um jeden Preis (und der ist in der Regel happig) mit einem panzerartigen Gefährt durch die Straßen brettern muss und dabei andere Verkehrsteilnehmer (bevorzugt mich) an fast tägliche Nahtoderlebnisse bringt. Falls mir das jemand mal wirklich schlüssig erklären kann, freue ich mich über entsprechende Kommentare. Denn es muss ja sinnvolle Gründe für derartiges Verhalten geben. Ich mag einfach nicht glauben, dass ein Geländewagen für den urbanen Dschungel nur angeschafft wird, weil

  1. der Fahrer seine defizitären Genitalien kompensieren muss.
  2. die schöne Aussicht so geschätzt wird.
  3. es einfach viel sicherer ist für die Kinder und so.
  4. der Treibstoffverbrauch im Vergleich zu Größe und Gewicht des Fahrzeugs eigentlich sogar total sparsam ist.
  5. das eigene Selbstwertgefühl so gering ist, dass siehe 1.
  6. es einfach geile Karren sind.

Diese Liste ist natürlich keineswegs vollständig, gibt aber schon mal einen kleinen Überblick über das merkwürdige Verhalten von uns Menschen. Natürlich weiß ich, dass nicht jeder SUV-Fahrer ein potenzieller Massenmörder mit Mikroschwanz ist (ich hasse Verallgemeinerungen!) und dass es viele großartige Zeitgenossen gibt (auch unter meinen Freunden – das muss ich an dieser Stelle dringend betonen!), die einfach an einer kleinen KFZ-Verwirrung leiden. Nur verstehen tu ich’s trotzdem nicht.

Warum reden wir darüber?

Der Grund für diesen Einstieg ist eine brandneue Theorie, die ich in den letzten Tagen entwickelt habe, als sich merkwürdige bis ausgesprochen unangenehme Ereignisse gehäuft haben. Erlebnisse, die zwar vordergründig rein gar nichts mit SUVs zu tun haben, aber bei längerem Nachdenken eine erschreckende Korrelation aufweisen. Neben einer unpassenden Fahrzeug-Auswahl geht der Trend nämlich offensichtlich auch zur unpassenden Hunde-Auswahl.

„Hat die Alte jetzt endgültig einen an der Waffel?“ – wird sich nun vielleicht der ein oder andere fragen. Möglich,  aber nicht sehr wahrscheinlich, denn die Indizienlast ist erdrückend.

Gibt es den „falschen Hund“ überhaupt?

Ehe ich meine These näher erläutere, ein paar Worte vorweg: Ich liebe Hunde! Ich bin auch der Meinung, dass die Welt ein besserer Ort wäre, gäbe es mehr Hunde und weniger Menschen. Ich finde weiter, dass ein Hund im Haushalt den allermeisten Menschen sehr zuträglich wäre. Es gibt keine per se schlechten oder bösen Hunde und die idiotische Einordnung von „Listenhunden“ ist schlicht vollkommen absurd.

Ich verlange auch von keinem anderen Hundebesitzer, dass sein Vierbeiner eine gut geölte, kadavergehorsame Befehlsempfängermaschine ist. Wie könnte ich auch – dank Toni habe ich wohl schon so gut wie jede Form der Peinlichkeit und Erniedrigung erlitten, die das Zusammenleben mit einem Wuffi so mit sich bringen kann. Ehrlich!

Doch warum um alles in der Welt laufen immer mehr zarte 50-Kilo-Elfchen mit nicht ganz so zarten 50-Kilo-Brocken an der strassbesetzten Flexileine durch die Stadt??

Das kann nicht gutgehen. Vor allem dann nicht, wenn der 50-Kilo-Brocken nicht einmal die aller grundlegendsten Regeln des Anstands beherrscht!

Mein Hund ist ein kräftiger Airedale Terrier, der kernige 32 Kilo auf die Waage bringt. Ich bin (leider) keine Elfe und werfe mehr als doppelt so viel, zugegeben nicht ganz so kerniges Lebendgewicht ins Rennen. Ich trage, seit Toni an meiner Seite ist, fast nur noch flache Schuhe, denn damit habe ich eine deutlich bessere Standfestigkeit, wenn er den Vorteil seines Vierrad-Antriebs (siehe SUV) und seines niedrigen Schwerpunkts ausreizt. Will heißen: Selbst wenn er all seine Terrier-Kräfte entfesselt, habe ich eine realistische Chance, die Situation unter Kontrolle zu behalten.

Den hatte die brünette junge Dame am Montag nicht.

Toni und ich waren mit dem Fahrrad unterwegs ins Büro. Er an der Leine. Ich brüste mich (aus gutem Grund) nicht oft, über meine tierischen Erziehungserfolge, aber das haben wir inzwischen zur Perfektion gebracht: Wenn er neben dem Fahrrad läuft, sind alle anderen Reize ausgeblendet: Katzen, Eichhörnchen, Kaninchen, andere Hunde – alles wird stoisch ignoriert!

Der Terrier trabt also entspannt an lockerer Leine neben mir und zuckt auch nicht mit der Wimper, als uns in der Anlage (eine parkähnliche Grünfläche mitten in der Frankfurter Innenstadt und unsere bevorzugte Route) kurz nach der Alten Oper jenes zarte brünette Persönchen entgegenkommt. Sie trug einen schicken hellen Trenchcoat, hatte in der einen Hand einen Kaffee im Pappbecher und in der anderen ihr Telefon am Ohr. Ach ja, und in der Beuge des Handy-Arms hing die Leine (keine Flexileine, das muss ich zu ihrer Verteidigung zugeben) und daran: ein auf Schlachtreife gemästeter, riesengroßer, brauner Labrador-Rüde mit mörderischem Appetit auf Airedales!

Muss ich weitererzählen? Wohl kaum. Viel Fantasie ist für den weiteren Ausgang der Geschichte nicht nötig. Nur so viel: Toni und ich sind unversehrt an unserem Arbeitsplatz angekommen. Die brünette Elfe dagegen …

Kein Einzelfall

Nun wäre dies zwar eine durchaus launige Anekdote, aber noch lange kein Grund für diesen Blogpost, wenn sich da nicht ein Trend abzeichnen würde. Allein in den letzten Tagen habe ich einen gebrechlichen alten Mann mit einem gigantischen Irischen Wolfshund gesehen und eine zauberhafte Blondine mit Modelmaßen, scharfen High-Heels und einem Bordeaux-Doggen-Rüden (siehe „Scott & Huutsch“) an oben erwähnter strassbesetzter Flexileine beobachtet. Jedes Mal mit leichter Schnappatmung meinerseits. Aber vor allem: zahllose Monster-Labbis mit physisch vollkommen überfordertem Begleitpersonal!

Warum macht man sowas? Im Falle der Labradore geht die Argumentationsline ja meist in die Richtung, dass Labbis ja bekanntlich total liebe, gutmütige, pflegeleichte, unkomplizierte Superhunde sind. Stimmt. In der Regel. Doch ein wenig Erziehung schadet auch da nicht. Und der Trend zum Gigantismus hat der Rasse ebenfalls nicht unbedingt gutgetan … Also was veranlasst einen Menschen, sich einen vollkommen überdimensionierten Hund anzuschaffen und gleichzeitig so wenig Wert auf die Ausbildung des Vierbeiners zu legen?

Womöglich ist es das gleiche Phänomen, das unsichere Zeitgenossen mit wenig Selbstwertgefühl (und noch geringeren Fahrkünsten) dazu bewegt, sich einen SUV zu kaufen. Anders kann ich mir beides nicht erklären!

PS: Häufig wird der unpassende Hund übrigens auch im unpassenden Auto transportiert – aber das hätte ich wohl nicht extra erwähnen müssen, oder?

Norden trifft Problemzonen

Nordisches AbenteuerWer kann sich noch an die TV-Serie „Zwei Münchner in Hamburg“ erinnern? Ich muss zugeben, dass ich Ende der 80er die Schmonzette mit Uschi Glas und Elmar Wepper total super fand und mir als Geburts- und Gesinnungs-Münchnerin eine Umsiedlung gen Norden plötzlich nicht mehr vollkommen absurd schien. Es ist dann aber doch anders gekommen: Meine Begeisterung für Uschi und Elmar hat irgendwann dramatisch nachgelassen – zugunsten anderer Leidenschaften, und nördlicher als Frankfurt bin ich wohntechnisch nie gekommen. Trotzdem finde ich’s „da oben“ nach wie vor klasse. Vor allem wenn Schiffe in angemessener Anzahl und Größe in der Nähe sind.

Warm-up in Hamburg

Daher war es wenig verwunderlich, dass Sofa-Kollegin Andrea Bielfeldt kaum Überredungskünste bemühen musste, um mich für eine Kino-Lesung nach Rendsburg (liegt am Nord-Ostsee-Kanal = viele Schiffe!) zu lotsen. Davor habe ich aber einen kleinen Abstecher in Hamburg gemacht – zwei Tage fast ausschließlich in Seefahrermission. Leider ohne die geplante Hafenrundfahrt, weil: Schietwetter! Trotzdem war es ein rundum gelungener Aufenthalt – mit neuen Möglichkeiten, überraschenden Einsichten und einem ziemlich gelungenem Gin Tonic im Le Lion, das wie ich gerade eben erst festgestellt habe, offenbar eine der 50 besten Bars weltweit ist. Ob das noch zu toppen war?

Rolltreppe und Problemzonen

Ja, aber es mussten die richtig schweren Geschütze aufgefahren werden! Die längste Rolltreppe Europas und die besten Kolleginnen, die man sich wünschen kann! Beides gab’s am Wochenende in Rendsburg – einem mir bislang nur so mittelgut geläufigen Städtchen. Ach was soll’s, wem mache ich hier was vor? Ich hatte keine Ahnung von Rendsburg – außer, dass die Stadt am Nord-Ostsee-Kanal liegt. Schiffe und so.

Jedenfalls gab’s im dortigen, zauberhaft kuscheligen Kinocenter zwei Autorenfrühstücke. Am Samstag lasen die Autorensofa-Kolleginnen Andrea Bielfeldt, Silvia Konnerth und Katharina Burkhardt, am Sonntag neben Andrea auch Violet Truelove und meine Wenigkeit. Ich war so frei und habe über meine Problemzonen geplaudert – wenn ich mir die Fotos so ansehe, die Dietmar Hesse und Chiara Gold zahlreich geschossen haben, wird mir auch klar, warum die Gäste so gelacht haben: Die Kolumne Quetsch the Speck weg nimmt man mir einfach sowas von ab … puh.

Ich hatte die Problemzone am Vorabend aber auch noch einmal gut angefüttert – beim Pizzaessen mit den Kolleginnen. Was tut man nicht alles für die Authentizität … Danach ging’s auf Europas längste Rolltreppe, die wirklich beeindruckend war – und beinahe zu weiteren Problemzonen geführt hätte -, und Frau Müller hat schließlich noch ein großes Schiff gesehen. Juhu. Was an diesem Abend sonst noch alles passiert ist (einiges), hat hier (leider – wenn ihr wüsstet …) nichts zu suchen, aber ich kann versichern, es waren durch und durch geistvolle Gespräche mit dabei. Stimmt’s Vio?

Trotzdem waren wir am nächsten Morgen fit für die Lesungs-Matinee im Kino. Einen kleinen Eindruck vermittelt schon mal dieser Ausschnitt (danke, Dietmar) – die volle Packung kommt bald!

Falls mich jemand fragen sollte, ob ich wiederkommen mag – die Antwort wäre wohl JA! Vielen Dank für die tolle Veranstaltung und das sagenhaft engagierte Publikum! So machen auch Problemzonen Spaß!

Hundehasser sind Menschenhasser

CollageNagelbomben zum Frühstück

Bei der morgendlichen Gassirunde mit Toni, haben wir heute auf einem etwa 50 Meter langen Straßenabschnitt in unmittelbarer Nähe unserer Wohnung zahlreiche „Mini-Nagelbomben“ gefunden – mit Nägel gespickte Hundeleckerlis, die auf dem Gehweg verteilt waren. Der Terrier hat (mutmaßlich jedenfalls) keine davon gefressen, aber das ist auch schon die beste Nachricht daran. In unserem Viertel leben Dutzende Hunde – und noch viel mehr neugierige Kleinkinder. Hatten wohl alle so viel Glück? Wir haben jedenfalls alle Köder eingesammelt. Und die Behörden informiert – beziehungsweise es versucht, sie zu informieren, doch dazu gleich mehr. Es ist auch nicht der erste Vorfall dieser Art in unserer Gegend. Vor zwei Wochen gab’s an ähnlicher Stelle bereits einen gleichartigen Fund. Das nährt die Theorie, dass es sich bei diesem Hundehasser um einen Anwohner handelt, der im großen Stil den Fehdehandschuh in Richtung Hundebesitzer hingeworfen hat.

Gefährlicher Irrsinn

Was geht wohl in einem Menschen vor, der erstens eine Packung Hundeleckerli kauft, zweitens ein Sortiment Nägel ersteht und drittens offensichtlich viel Zeit und Muse investiert, um aus beiden Zutaten potenziell tödliche Köder herzustellen?

Gefährlich vor allem für Hunde, aber ganz sicher auch für kleine Kinder,  die sich von der niedlichen Herzchenform der Leckereien zweifellos angesprochen fühlen.

Darüber ließe sich vortrefflich und lange spekulieren und in einer ersten Fassung dieses Blogartikels habe ich mich auch zu einigen saftigen Thesen hinreißen lassen. Doch sind Hasstiraden wirklich hilfreich und zielführend? Vermutlich nicht. Von einem Aspekt bin ich aber überzeugt: Wer so viel Energie in seinen offensichtlich grenzenlosen Hass auf Hunde steckt ist eine Gefahr! Auch für Menschen!

Selbstverständlich gibt’s genügend Gründe Hunde und vor allem Hundebesitzer zu verachten. Die Tretminendichte in Frankfurt ist erschreckend. Was ich als Hundebesitzer übrigens absolut ekelhaft finde – und es beim besten Willen nicht nachvollziehen kann, warum man die Haufen seiner Lieblinge nicht wegräumt. Ich kapiere das nicht. Auch nicht, warum man seine Vierbeiner partout durch einen Park ohne Leine rennen lassen muss, in dem Hunde explizit verboten sind (auch mit Leine!), weil es sich um einen Spielpark für Kinder handelt. Liebe Mithundebesitzer, so macht man sich auch keine Freunde – und fällt den anderen deftig in den Rücken. Sippenhaft und so.

Doch egal was – und wenn der Nagelbomber JEDEN Tag einen Haufen auf seiner Türschwelle vorfinden würde! -, NICHTS rechtfertigt solche Aktionen, deren Konsequenz unschuldige Tiere und unschuldige Kinder im höchsten Maß gefährdet!

Ich will mir nicht ausmalen, wozu dieser Mensch sonst noch in der Lage ist. Ein Nachbar in unserem gediegenen, friedlichen Wohnviertel! Welche Bastelei nimmt der begeisterte Tüftler als nächstes ins Visier? Vielleicht Molotowcocktails oder handliche Rohrbomben, die man direkter gegen die lästigen Hundebesitzer einsetzen könnte. Oder vielleicht sogar gegen Füchtlinge oder vergleichbares „Pack“? DAS macht mir wirklich Angst.

Schulterzuckende Behörden?

Während ich – nachdem Toni sicher zuhause war – noch einmal losgezogen bin, um die restlichen Köder einzusammeln, interessierte sich ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes nur für die falsch parkenden Autos. Auch nachdem ich ihn konkret auf die Gefahr hingewiesen habe. Er sagte schlicht, ich möge beim Straßenbauamt anrufen. Die wüssten, was zu tun sei. Das Straßenbauamt? Ernsthaft?

Ich rufe stattdessen lieber bei der zuständigen Polizeiwache an. Der freundliche Beamte erklärte mir, dass er da gar nichts tun könnte, gab mir aber den Rat, mich beim Ordnungsamt der Stadt Frankfurt zu melden. Die Mitarbeiterin dort – ebenfalls eine Hundebesitzerin! – knurrte zunächst angemessen wütend, dass sie „dem Täter am liebsten selbst die Köder in den Rachen stopfen“ würde. Eine schöne Idee, der ich mich direkt anschließen könnte, aber nicht wirklich hilfreich. Sie versprach dann aber, eine Streife vorbeizuschicken, um etwaige Restbestände, die meinem Adlerauge entgangen sind, einzusammeln, und das Veterinärsamt einzuschalten. Eine Viertelstunde später rief sie mich noch einmal an, und fragte mich, ob ich eine Anzeige gegen Unbekannt bei der Polizei in Erwägung ziehen würde. Klar. Hätte ich ja schon vorhin gemacht, aber die „Freunde und Helfer“ wollten nicht. Sie gab mir den Tipp, dass es ich am besten persönlich vorbeigehen sollte. Dann müssten sie nämlich.

Also bin ich mit meinen sichergestellten „Beweismitteln“ zur Polizeiwache Nordend geradelt und habe dort vorgesprochen. Was soll ich sagen? Meine junge, blonde Ansprechpartnerin war zwar ausgesprochen nett und auch rechtschaffend schockiert, doch auch ziemlich ratlos, als welches Delikt sie meine Anzeige jetzt behandeln sollte. Sie mutmaßte, dass es sich wohl höchstens um eine Ordnungswidrigkeit handelt. Ordnungswidrigkeit? Ernsthaft?? „Wie wäre es mit versuchter Körperverletzung?“ Sie winkt ab. Hunde seinen ja juristisch gesehen Sachen. Ich: „Schon klar, aber was ist mit den vielen Kleinkindern?“ Das brauchte sie zum Grübeln und sie versprach, gründlich darüber nachzudenken und mich bei Bedarf noch einmal zu kontaktieren. Dann war ich wieder draußen. Und dann? Ich habe ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, dass von dieser Seite noch etwas passiert, doch dann bekam ich diese Meldung: Frankfurt-Nordend: Hundeköder mit Nägeln ausgelegt

Und die Warnmeldung wurde bereits auf der Facebook-Seite veröffentlicht und schon reichlich geteilt! Hoffentlich hilft es!

Wegschauen gilt nicht

Also bestätigt es einmal wieder: Wegschauen gilt nicht! Egal, worum es sich handelt. Ob um „Nagelbomben“, bewusstlose Obdachlose, Flüchtlinge, Frauen, Pöbeleien in der U-Bahn … Macht die Augen auf und tut etwas!!! Und wenn ihr selbst nicht eingreifen wollt oder könnt, dann informiert die Polizei. Das nennt man Zivilcourage und ja, das ist mühsam – aber es hilft!! DANKE!

LBM16 oder der Fluch des Pummeleinhorns

LBM-Fluch_des_PummeleinhornsPummeleinhorn-Wahnsinn

Ich liebe Plüschtiere. Oder anders gesagt: ich liebe ein plüschiges Tier! Meinen Hund Toni nämlich. Abgesehen davon, habe meine Kuscheltier-Affinität bereits einige Jahre – okay: Jahrzehnte! – hinter mir. Aber ich hatte eine Mission: Für Denise wollte ich ein Pummeleinhorn kaufen. Sie konnte nicht zur Leipziger Buchmesse, wollte aber so gerne eines haben. Schön. Wer sich jetzt zurecht fragt, was diese Kreatur mit Literatur zu tun hat, dem kann ich auch nur ein ratloses Schulterzucken liefern. Ich habe nicht den Hauch einer Ahnung. Was aber auch nichts heißen muss – kommt bei mir schließlich öfter vor. Jedenfalls wird dieses Biest, das seinem Namen übrigens alle Ehre macht, in diesem Text noch häufiger eine Rolle spielen. Abgesehen davon, folgt nun die ungeschminkte Wahrheit: Die #LBM16 wie ich sie erlebt habe!

Vorbereitung ist alles

  • Montag: Letzte Termine vereinbart, Wundertüten für die Leser mit Liebe gepackt.
  • Dienstag: Friseur – die Leser dürfen keine grauen Haare sehen! Anschließend allerletzte Termine vereinbart.
  • Mittwoch: Nägel gemacht – die Leser dürfen keine abgefressenen Fingernägel sehen! Gebügelt, gepackt, dem Hund gut zugeredet.
  • Donnerstag, früher Morgen, letzter Check: Wundertüten eingepackt! Nach kurzem Facebook-Überblick dramatische Selbstzweifel: es sind zu wenige und sie sind viel zu schmucklos. Die Leser werden mich hassen!
  • Donnerstag, später Morgen: wieder beruhigt. Die Leser werden mich nicht hassen! Gefrühstückt. Zum Hauptbahnhof gefahren. Gewundert: Warum ist der Zug nach Leipzig nicht angeschlagen? Blick aufs Ticket: Uhrzeit stimmt. Was ist los? Panik. Erneuter Blick aufs Ticket: Zug fährt vom Südbahnhof! Vom Südbahnhof??? Genau! Und zwar in fünf Minuten. Fuck! Ruhe bewahren. Blick auf die DB-App: der nächste Zug nach Leipzig fährt in 45 Minuten. Kaffee trinken. Erneuter Blick auf die Bahn-App: Mist – der Zug ist mit Umsteigen in Erfurt. Zu riskant! Der nächste durchgehende Zug … Ich kürze ab: Ich bin dann doch mal angekommen!

Der Donnerstag …

… war entsprechend kurz. Das Messehotel befindet sich nämlich NICHT in unmittelbarer Messenähe, wie der Name impliziert. Dafür liegt es in einem interessanten Gewerbegebiet mit Blick auf Bahngleise und in Nachbarschaft zu einem FKK-Saunaclub-Erotik-Etablissement. Kurze Überlegung, ob Charlotte lieber dorthin zum Recherchieren soll, statt für zwei Stunden auf die Messe zu gehen. Wirtskörper hat sich dagegen entschieden. Der hatte nämlich als Carin Müller zwei Stunden Standdienst beim Selfpublisherverband. Auf dem Weg dorthin die ersten Sofa-Kolleginnen getroffen und energisch an die Brust gedrückt. Was für eine Freude! Mit Elke Becker am Stand – Zeit für ein bisschen Klatsch und Tratsch. Dann Ruprecht Frieling kennengelernt und mit ihm eine interessante Zielgruppen-Analyse meiner Leserschaft erstellt. Die kann ich an dieser Stelle leider nicht widergeben … Wirklich SEHR schade.

Nicht geschafft, in Halle 1 ein Pummeleinhorn zu erwerben!

Abends beim Qindie-Abendessen. Sehr lustig. Und die Roulade war fantastisch. Der Zweigelt auch. Regina Mengel endlich persönlich getroffen und zu vielen anderen Namen auch Gesichter. Manchmal sogar neue Namen UND neue Gesichter! Anschließend Lesungsworkshop bei Florian Tietgen – viel davon mitgenommen. Auch erstaunliche Erkenntnisse – wie leider auch bei der nächtlichen Taxifahrt zurück ins Hotel. Der Fahrer, ein sicherlich netter junger Mann mit Glatze und Bomberjacke, beklagte sich weil „unsere Linken“ sich erdreisten, zu Protesten gegen einen aufrechten, deutschen Verlag aufzurufen, der in Halle 5 „Mut zur Wahrheit“ beweist. Schluck! Etwas sagen oder lieber Klappe halten? Für eine Übersprungshandlung entschieden und manisch mit dem Handy neue Facebook-Freundschaften geschlossen. Bin nicht stolz darauf.

Meeten – Greeten – Skoutzen

Drei wichtige Termine für meine Autorenzukunft (Fazit: mal wieder unglaublich reich an Erkenntnissen!), zwei optionale Panels und zwischendrin zwei Meets & Greets mit den Lesern. Das erste fand am Skoutz-Stand statt, das zweite bei Tolino! Lesertreffen sind wirklich das ALLERBESTE!!! Ich habe so viele nette Menschen kennengelernt, das jetzt mein Herz noch überquillt. Erkenntnis: Die Leser freuen sich über meine Wundertüten. Puh! Bei Tolino kommt Bloggerin Martina vorbei – und abgesehen, dass ich mich wie verrückt freue, sie endlich live zu herzen, erinnert sie mich wieder schmerzhaft an meine Mission! Sie hat nämlich eines dieser Pummel-Biester fürs Töchterchen ergattert. Und ich kann hier nicht weg. Es sei sowieso schon zu spät, versichert sie. Die Dinger waren eine Viertelstunde nach Messeöffnung ausverkauft. Mist. Vielleicht morgen?

Abends steigt dann die Leserparty im L1-Club. Da muss Charlotte ran. Als Jurorin für den Bereich Erotik soll sie bei der Midlist-Präsentation der Skoutzs-Awards gleich etwas Intelligentes sagen und idealerweise gut aussehen. Auweia … Die armen Füße in Pumps gequetscht, das müde Gesicht bemalt – und dann erst einmal Kohlenhydrate tanken mit Kolleginnen. Dort festgestellt, dass die Eintrittskarten für die Party im Hotel liegen. Gleich neben der Intelligenz und dem guten Aussehen. Silvana hat uns trotzdem reingelassen und der Rest des Abends ist Geschichte …

„Auf der Messe kacken ist scheiße“

So lautet das Samstags-Fazit meiner lieben Kollegin Andrea Bielfeldt und ja, ich gebe zu, so aus dem Zusammenhang gerissen, klingt dieser Satz noch drastischer. Er fiel beim „Brezn und Bier“-Empfang am Tolino-Stand, als der Irrsinn des Tages am Abklingen war und darüber spekuliert wurde, ob Kollegin X womöglich schwanger ist. Das konnte übrigens nicht abschließend geklärt werden. Ganz im Gegensatz zur Frage, ob das Autorensofa, auf dem Weg zur erfolgreichen Marke ist oder nicht. Ist es! Eindeutig! Etwa 25 KollegInnen haben sich zusammengetan und zum „Sofa-Meet & Greet“ eingeladen. Dabei herrschte zwei Stunden lang Frankfurt-Feeling. Wir wurden regelrecht überrannt von den Fans, so dass einige der neuen Kollegen, die auf der Frankfurter Buchmesse noch nicht mit dabei waren, einigermaßen überwältigt wirkten. Einfach nur toll!

Weniger toll jedoch, dass die Mission Pummeleinhorn (Emma S. Rose hat eines erwischt!) wieder komplett in die Hose gegangen war. Denn ich war bei Messeöffnung nicht auf der Messe, sondern stattdessen in der City beim Frühstücken und Sightseeing (Auerbachs Keller! Wenn man schon mal da ist …) mit einer Freundin. Als ich mittags die Messe betrat und mich Halle 1 näherte … es ging einfach nicht. Sorry, Denise!!

Beim Abendessen im Kreise der Kollegen, dann konspirative Komplotte (Ich habe jetzt nämlich auch ein #Geheimprojekt!! Ha!) mit Laura Gambrinus und Sabine Landgraeber und erste Kollateralschäden. Wird es morgen noch etwas mit der Messe?

Nach der Messe ist vor der Messe

Es wurde nichts mehr daraus! Halsnasekopfaua! Der Sonntagmorgen war ein Desaster. Keine Chance für einen Messebesuch – und damit endgültig kein Pummeleinhorn für Denise. Doch nach der #LBM ist vor der #FBM. In sieben Monaten gehts’s weiter … Ich mach mir aber jetzt erstmal einen Tee!

PS: Gewinnspiel

Für alle, die so lange durchgehalten haben und jetzt diesen Text kommentieren: Ich verlose meine restlichen Wundertüten und packe noch signierte Autogrammkarten und Kulis dazu. Drei Pakete! Ich lose am Donnerstag, den 24.3. aus! Viel Glück!

Die Aal-Affäre

KilleraalDas Tier hat schlechte Laune! Brummend liegt es in seiner Indoor-Bürohütte und tut sich leid. Der Grund? Ganz einfach: Die Strandferien sind vorbei und statt ausgedehnter Spaziergänge mit den tollsten Abenteuern, ist nun wieder schnöder Alltag angesagt. Und der ist vor allem sand- und aalfrei. Was – ich muss es zugeben – die Zweibeiner weniger stört, als den Terrier. Denn so schön es an der Nordsee auch ist, permanent überall Sand zu haben, muss dann doch nicht sein. Und an den Aal möchte ich am liebsten gar nicht mehr denken …

Manchmal muss es eben Aal sein

Doch ich weiß genau, dass ich damit nicht durchkomme. Seit ich letzte Woche auf Facebook einen winzigen Hinweis dazu gepostet habe, werde ich von allen möglichen Seiten um Aufklärung der „Aal-Affäre“ gebeten. Ach was: bedrängt!

Na schön: Wir spazieren im Sonnenuntergang am ziemlich einsamen Strand von De Haan entlang. Die Zweibeiner in romantischer Stimmung, der Terrier in, nun ja: üblicher Terrier-Laune. Er läuft knapp hundert Meter vor uns, als er plötzlich auf höchst verdächtige Art und Weise verharrt. Alles an seiner Körperhaltung signalisiert den Menschen, dass da was im Busch ist! Die Romantik ist futsch, dafür legen sie einen Zahn zu, um möglichst schnell herauszufinden, was genau da los ist.

Terrier steht in leicht geduckter Haltung. Mann erreicht als Erster den Tatort und stellt fest: „Das ist ein toter Aal!“ Das überrascht den Hund nicht, er weiß es schließlich schon seit etwa zwei Minuten. Mann verwickelt Terrier in folgende Diskussion:
„Du hast ihn so gefunden, oder?“
Terrier guckt verständnislos, wie hätte es sich bitteschön sonst zutragen sollen?
„Was hast du vor?“ Mann wird misstrauisch, weil Hund sich nicht von der Stelle rührt, den Aal aber nicht aus den Augen lässt.
„Ich habe gar nichts vor!“ Die pure Unschuld …
Mann zu mir: „Der sieht eklig aus, da hat schon jemand reingebissen.“
Ich mit Kennerblick: „Eindeutig Rückgrat gebrochen!“ Dann fragend: „Was hat der Köter nur?“
Mann: „Vielleicht hat er Angst?“
Terrier fassungslos: „Angst? Ich?? Vor dem toten Aal? Ich glaube, du spinnst!“
Ich: „Das könnte es sein. Unsere vierbeinige Memme hat tatsächlich Angst vor einem toten Aal.“
Terrier: „Seid ihr noch ganz sauber oder was?“
Mann: „Kommt, lasst uns weitergehen. Es ist so schön.“ Er legt mir den Arm um die Schulter und dreht sich romantisierend in Richtung Sonnenuntergang. Aus den Augenwinkel nehmen wir eine hektische Bewegung wahr: Der Airedale wirft sich auf die seine Beute!
Mann und ich brüllen wie aus einem Mund „Toni, lass das!!“ und stürzen uns auf das Tier.
Findet er natürlich saulustig und weicht geschickt aus! „Vergesst es einfach, ihr kriegt mich NIEMALS! Gebt auf und lasst ihn mich fressen oder wenigstens drin wälzen!“
Ich – hysterisch lachend und kreischend: „Er will das Ekelvieh bestimmt fressen oder sich drin wälzen!“
Terrier: „Messerscharf erkannt und jetzt aus dem Weg!“
Mann: „Kommt gar nicht in Frage! Toni, hau ab!!“
Terrier: „Ich denk ja gar nicht dran!“
Ich: „Wir müssen ihn einfangen und anleinen.“
Terrier: „Viel Glück!“
Mann: „Das hat keinen Sinn!“

Und dann passierte etwas, das mich und Toni gleichermaßen beeindruckt hat: Der Rudelführer hat den Ekel-Aal so schnell im feuchten Sand verbuddelt, dass der Terrier einen Moment lang unaufmerksam war und sich übertölpeln und dann vom Tatort abführen ließ. Ende der Geschichte – die lange nicht so spannend war, wie „Aal-Affäre“ implizierte. Zufrieden?

Mon Cherie und Mea Culpa

Dagegen hat der „schnöde“ Alltag viel mehr zu bieten! Gestern morgen in der U-Bahn kommt plötzlich eine Frau zielstrebig auf mich und Toni zugesteuert. Ich remple den Hund zur Seite, weil ich glaube, dass die Dame vorbei möchte, doch sie sagt: „Schon gut, ich will zu ihnen!“ Toni quittiert die unerwartete Aussage mit einem freundlichen Schwanzwedeln, ich mit einer leicht irritiert hochgezogenen Braue. „Mir gehört Otto“, fährt sie fort und bei mir dämmert es. „Und ich würde gerne mit Ihnen darüber reden!“ Oops!

Otto ist ein hübscher Ridgeback-Rüde und er HASST Toni mit jeder Faser seines drahtigen Leibs. Warum, weiß kein Mensch, aber es gab in den letzten Jahren schon etliche unangenehme Zwischenfälle, bei denen sich der unangeleinte Otto wild geifernd in Richtung des angeleinten (in diesem Park gibt’s viel zu viele Kaninchen …) Toni stürzte. Bis auf einmal gingen all diese Begegnungen ohne direkten Kontakt der Hunde ab, aber es ist unglaublich nervtötend, wenn man beim Joggen ständig damit rechnen muss, dass sich eine wilde Bestie in den Weg wirft. Ich muss auch nicht extra erwähnen, dass bei diesen Gelegenheiten mehr als einmal tendenziell eher uncharmante Wortgefechte zwischen den Besitzerinnen ausgetragen wurden (um es mal vorsichtig zu formulieren). Auf Anraten von Tonis Hunde-Domina Susanne bin ich vor einigen Monaten dazu übergegangen, Otto meinerseits wild anzubrüllen, wenn er kläffend auf uns zugerast kommt. Den genauen Wortlaut möchte ich nicht wiedergeben – ihr könnt es euch bestimmt vorstellen. Mit vollem Erfolg übrigens! Otto zieht sich augenblicklich zurück (auch weil sein Frauchen schreit wie am Spieß) und Toni ist schwer beeindruckt und der felsenfesten Überzeugung, dass er sich um wichtigere Dinge kümmern kann, weil ich ja den Idioten im Griff habe. So weit so gut. Nun rechnet man (oder zumindest ICH) nicht unbedingt damit, dass man den mutmaßlichen Aggressor auch im zivilen Leben trifft.

„Ich wollte Ihnen nur sagen, dass ich mit Otto jetzt seit einiger Zeit verschärftes Rückruf-Training mache“, beginnt sie freundlich. „Ich hoffe, dass wir das Problem in den Griff bekommen.“ Oh. Hm. Ja. Damit hatte ich nun nicht gerechnet. Ich erläutere ihr meine „Abwehr-Strategie“, sie nickt verständnisvoll und steigt bei der nächsten Station aus. Lektion gelernt: Nur weil ein fremder Hund den eigenen nicht leiden kann, muss man nicht zwangsläufig auch die dazugehörigen Zweibeiner in Sippenhaft nehmen! Und ich werde wohl mein Abwehr-Gebrüll ein wenig umformulieren …

Zur Krönung dieses – für mich! – aufregenden Tages hat sich Toni übrigens noch ein Mon Cherie einverleibt, das meiner Kollegin D. unvorsichtigerweise entglitten war. Kurze Aufregung, doch Entwarnung: eine läppische, beschwippste Piemont-Kirsche haut einen Airedale nicht um!