Carin Müller bloggt ...

... zum Tag ›Lesemythos‹

Warum gute Enden alles andere als trivial sind.

Die Kunst des Happy Ends

»Ach, du schreibst Liebesromane? Mit Happy End? Wie … nett.« Ich kann es nicht mehr hören. Warum Hoffnung keine Naivität ist, sondern eine bewusste Entscheidung.

Es gibt einen Satz, den ich regelmäßig zu hören bekomme. Nicht wortwörtlich, aber sinngemäß, und immer mit diesem leicht herablassenden Lächeln, das Menschen aufsetzen, wenn sie glauben, höflich zu sein, während sie mir verbal eigentlich gerade ein Messer zwischen die Rippen rammen: »Ach, du schreibst Liebesromane? Mit Happy End? Wie … nett.« Dieses »nett« ist natürlich kein Kompliment. Es ist ein Diminutiv. Es bedeutet: süß, harmlos, trivial. Es bedeutet: vorhersehbar, anspruchslos, ein bisschen doof. Es bedeutet: nette Beschäftigung, aber natürlich keine richtige Literatur. Die Leute die diese Worte sagen kommen übrigens aus allen Ecken. Es sind Männer und Frauen. Lesende ...

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Kann man die Qualität eines Buches überhaupt objektiv beurteilen?

Lesemythos: Was ist ein gutes Buch?

Die Qualität eines Buches liegt (fast) immer im Auge der Betrachtenden. Oder gibt es objektive Merkmale, anhand derer man sich ein Bild machen kann?

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